EQS-News: GRAMMER AG veröffentlicht Ergebnisse für das erste Halbjahr 2026 (deutsch)
Veröffentlicht am: 14.08.2026 um 09:00 Uhr | dpa.deGRAMMER AG veröffentlicht Ergebnisse für das erste Halbjahr 2026
EQS-News: GRAMMER Aktiengesellschaft / Schlagwort(e): Halbjahresergebnis
GRAMMER AG veröffentlicht Ergebnisse für das erste Halbjahr 2026
14.08.2026 / 09:00 CET/CEST
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GRAMMER AG veröffentlicht Ergebnisse für das erste Halbjahr 2026
* Konzernumsatz steigt um 7,7 Mio. EUR auf 961,4 Mio. EUR
* Starkes zweites Quartal: Umsatz von 499,4 Mio. EUR über dem ersten
Quartal 2026 (462,0 Mio. EUR) und dem Vorjahresquartal (466,3 Mio. EUR).
* Operatives EBIT steigt um 17,1 % auf 41,7 Mio. EUR (01-06 2025: 35,6
Mio. EUR); operative EBIT-Marge liegt bei 4,3 % (01-06 2025: 3,7 %)
* EBIT verdoppelt sich auf 48,6 Mio. EUR (01-06 2025: 24,2 Mio. EUR)
* Umsatzanstieg um 5,2 % auf 358,9 Mio. EUR im Produktbereich Commercial
Vehicles, Umsatz im Bereich Automotive geht um 1,6 % auf 602,5 Mio. EUR
zurück
* Langfristige Finanzierung durch mehrere Bankkreditlinien gesichert
* Ausblick für das Geschäftsjahr 2026 bestätigt: Umsatz auf
Vorjahresniveau von etwa 1,9 Mrd. EUR bei einem operativen EBIT von rund
80 Mio. EUR erwartet
Ursensollen, 14. August 2026 - Die GRAMMER Gruppe hat heute ihre
Geschäftszahlen für das erste Halbjahr 2026 veröffentlicht. GRAMMER
steigerte den Umsatz im ersten Halbjahr 2026 leicht um 7,7 Mio. EUR bzw. 0,8
% auf 961,4 Mio. EUR (01-06 2025: 953,7 Mio. EUR). Bereinigt um
Währungseffekte stieg der Umsatz um 2,7 % auf 979,5 Mio. EUR. Der Anstieg
wurde vor allem von der Region APAC getragen, in der sich der Umsatz um 7,6
% auf 264,3 Mio. EUR erhöhte (01-06 2025: 245,7 Mio. EUR). In EMEA blieb der
Umsatz mit 564,0 Mio. EUR stabil (01-06 2025: 563,9 Mio. EUR), während er in
AMERICAS um 7,7 % auf 153,0 Mio. EUR zurückging (01-06 2025: 165,8 Mio.
EUR). Das zweite Quartal 2026 fiel besonders stark aus: Mit 499,4 Mio. EUR
übertraf der Umsatz sowohl den Wert des ersten Quartals 2026 (462,0 Mio.
EUR) als auch den des zweiten Quartals 2025 (466,3 Mio. EUR). Der Umsatz im
Produktbereich Commercial Vehicles stieg um 5,2 % auf 358,9 Mio. EUR (01-06
2025: 341,1 Mio. EUR), während der Umsatz im Produktbereich Automotive um
1,6 % auf 602,5 Mio. EUR zurückging (01-06 2025: 612,6 Mio. EUR).
Die Ertragslage der GRAMMER Gruppe profitierte vom starken zweiten Quartal
sowie von der Fortsetzung der Maßnahmen zur Verbesserung von Effizienz und
Wettbewerbsfähigkeit. Hierzu trugen die laufenden Kapazitätsanpassungen, die
weitere Straffung der Organisationsstrukturen und die konsequente Umsetzung
der "TOP 10"-Maßnahmen positiv bei. Das operative EBIT stieg um 17,1 % auf
41,7 Mio. EUR (01-06 2025: 35,6 Mio. EUR) und die operative EBIT-Marge
verbesserte sich auf 4,3 % (01-06 2025: 3,7 %). Das operative EBIT wurde um
positive Währungseffekte in Höhe von 7,1 Mio. EUR sowie um Aufwendungen für
Restrukturierungsrückstellungen in Höhe von 0,2 Mio. EUR bereinigt (01-06
2025: negative Währungseffekte in Höhe von 11,4 Mio. EUR, Erträge aus der
Auflösung von Restrukturierungsrückstellungen in Höhe von 1,6 Mio. EUR sowie
ein Entkonsolidierungsverlust für eine US-amerikanische Konzerngesellschaft
in Höhe von 1,5 Mio. EUR). Das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT)
stieg auf 48,6 Mio. EUR (01-06 2025: 24,2 Mio. EUR). Das Ergebnis vor
Steuern belief sich auf 31,2 Mio. EUR (01-06 2025: 6,8 Mio. EUR) und das
Ergebnis nach Steuern auf 24,3 Mio. EUR (01-06 2025: 13,1 Mio. EUR).
Geschäftsentwicklung in den Regionen: APAC mit starkem Wachstum, EMEA
stabil, AMERICAS unter Vorjahresniveau
In der Region EMEA erzielte GRAMMER im ersten Halbjahr 2026 einen Umsatz von
564,0 Mio. EUR (01-06 2025: 563,9 Mio. EUR) und lag damit stabil auf dem
Niveau des Vorjahres. Der Umsatz im Produktbereich Commercial Vehicles stieg
um 1,6 % auf 238,0 Mio. EUR (01-06 2025: 234,3 Mio. EUR), was vor allem auf
die Produktmarktsegmente Offroad und Rail&Road zurückzuführen war. Der
Produktbereich Automotive verzeichnete einen Umsatzrückgang von 1,1 % auf
326,0 Mio. EUR (01-06 2025: 329,6 Mio. EUR), der insbesondere aus dem
herausfordernden Marktumfeld in der europäischen Automobilindustrie sowie
geringeren Umsätzen aus Entwicklungsleistungen resultierte. Die "TOP
10"-Maßnahmen zeigten im ersten Halbjahr, insbesondere im zweiten Quartal,
erneut Wirkung und trugen positiv zur Ergebnisentwicklung bei. Das operative
EBIT stieg auf 40,7 Mio. EUR (01-06 2025: 24,4 Mio. EUR) und wurde um
positive Währungseffekte in Höhe von 0,9 Mio. EUR sowie Aufwendungen für
Restrukturierungsrückstellungen in Höhe von 0,2 Mio. EUR bereinigt. Die
operative EBIT-Marge verbesserte sich auf 7,2 % (01-06 2025: 4,3 %). Infolge
von Kapazitätsanpassungen, der Straffung der Organisationsstrukturen sowie
Erträgen aus öffentlichen Förderprogrammen für Forschung und Entwicklung
stieg das EBIT deutlich auf 41,4 Mio. EUR (01-06 2025: 20,0 Mio. EUR).
Der Umsatz in der Region APAC erhöhte sich im ersten Halbjahr 2026 um 7,6 %
auf 264,3 Mio. EUR (01-06 2025: 245,7 Mio. EUR). Bereinigt um
Währungseffekte belief sich der Umsatz auf 270,7 Mio. EUR, was einem
Wachstum von 10,2 % entspricht. Maßgeblich hierfür war der margenstärkere
Produktbereich Commercial Vehicles, in dem der Umsatz - unterstützt durch
alle Produktmarktsegmente - um 20,1 Mio. EUR bzw. 30,7 % auf 85,6 Mio. EUR
zulegte (01-06 2025: 65,5 Mio. EUR). Der Produktbereich Automotive blieb mit
einem Umsatz von 178,7 Mio. EUR stabil (01-06 2025: 180,2 Mio. EUR).
Bereinigt um negative Währungseffekte in Höhe von 0,7 Mio. EUR verbesserte
sich das operative EBIT auf 18,2 Mio. EUR (01-06 2025: 17,7 Mio. EUR), bei
einer operativen EBIT-Marge von 6,9 % (01-06 2025: 7,2 %). Trotz der
Währungseffekte lag das EBIT mit 17,4 Mio. EUR auf dem Niveau des Vorjahres
(01-06 2025: 17,5 Mio. EUR).
Der Umsatz in der Region AMERICAS lag mit 153,0 Mio. EUR um 7,7 % unter dem
Vorjahresniveau (01-06 2025: 165,8 Mio. EUR), was auf eine schwächere
Nachfrage und Währungseffekte zurückzuführen war. Bereinigt um
Währungseffekte ging der Umsatz lediglich um 2,7 % auf 161,3 Mio. EUR
zurück. Im Produktbereich Automotive sank der Umsatz vor allem aufgrund von
Währungseffekten um 6,7 % auf 102,3 Mio. EUR (01-06 2025: 109,6 Mio. EUR).
Währungsbereinigt zeigte sich mit einem Minus von 1,0 % eine weitgehend
stabile Entwicklung. Im Produktbereich Commercial Vehicles reduzierte sich
der Umsatz um 9,8 % auf 50,7 Mio. EUR (01-06 2025: 56,2 Mio. EUR),
währungsbereinigt betrug das Minus 6,0 %. Ausschlaggebend hierfür war vor
allem die verhaltene Nachfrage wichtiger Kunden aus der Land- und
Baumaschinenbranche im Offroad-Geschäft. Bereinigt um positive
Währungseffekte in Höhe von 4,3 Mio. EUR belief sich das operative EBIT auf
-6,2 Mio. EUR (01-06 2025: -0,2 Mio. EUR), was einer operativen EBIT-Marge
von -4,1 % entspricht (01-06 2025: -0,1 %). Das EBIT verbesserte sich auf
-1,8 Mio. EUR (01-06 2025: -5,8 Mio. EUR). Belastet wurde die
Ergebnisentwicklung durch zusätzliche Logistik- und zollbedingte Kosten
sowie Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Anlauf neuer Projekte.
Jens Öhlenschläger, Vorstandssprecher der GRAMMER AG: "Das erste Halbjahr
2026 zeigt, dass unsere Maßnahmen greifen. In einem weiterhin
anspruchsvollen Marktumfeld haben wir den Umsatz leicht gesteigert, ein
starkes zweites Quartal erzielt und unser operatives Ergebnis deutlich
verbessert. Dies ist das Ergebnis unserer konsequenten Arbeit an den
Kostenstrukturen und der Wettbewerbsfähigkeit. Gleichzeitig haben wir unsere
Finanzierung mit der nun abgeschlossenen Refinanzierung auf eine stabile,
langfristige Basis gestellt. Damit verfügen wir über den notwendigen
Handlungsspielraum, um unsere Strategie umzusetzen. Diesen Weg werden wir
auch im zweiten Halbjahr diszipliniert fortsetzen."
Vermögens- und Finanzlage im ersten Halbjahr 2026
Die Bilanzsumme der GRAMMER Gruppe stieg zum 30. Juni 2026 auf 1.722,0 Mio.
EUR (31. Dezember 2025: 1.607,2 Mio. EUR). Die langfristigen Vermögenswerte
erhöhten sich um 2,4 % auf 950,1 Mio. EUR (31. Dezember 2025: 927,4 Mio.
EUR). Die kurzfristigen Vermögenswerte nahmen um 13,5 % auf 771,8 Mio. EUR
zu (31. Dezember 2025: 679,9 Mio. EUR), was hauptsächlich auf höhere Vorräte
sowie gestiegene Forderungen aus Lieferungen und Leistungen infolge der
höheren Umsätze in den vergangenen Monaten zurückzuführen ist.
Das Eigenkapital erhöhte sich zum 30. Juni 2026 um 13,8 % auf 317,0 Mio. EUR
(31. Dezember 2025: 278,6 Mio. EUR). Maßgeblich hierfür waren das Ergebnis
nach Steuern in Höhe von 24,3 Mio. EUR sowie das positive sonstige Ergebnis
in Höhe von 16,9 Mio. EUR. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich auf 18,4 %
(31. Dezember 2025: 17,3 %). Die langfristigen Schulden gingen um 195,5 Mio.
EUR auf 526,4 Mio. EUR zurück (31. Dezember 2025: 721,9 Mio. EUR), während
die kurzfristigen Schulden um 271,8 Mio. EUR bzw. 44,8 % auf 878,5 Mio. EUR
stiegen (31. Dezember 2025: 606,7 Mio. EUR). Diese Verschiebung ist im
Wesentlichen auf die Umgliederung langfristiger Finanzschulden in
kurzfristige Finanzschulden zurückzuführen. Die nach dem Stichtag
erfolgreich abgeschlossene Refinanzierung ist hierbei noch nicht
berücksichtigt.
Langfristige Finanzierung gesichert
Nach dem Berichtszeitraum sicherte GRAMMER seine langfristige Finanzierung
durch mehrere Bankkreditlinien mit einem Gesamtvolumen von rund 762 Mio. EUR
und Laufzeiten von drei Jahren. Dadurch verbessert sich das Laufzeitenprofil
des Konzerns, das Unternehmen profitiert von attraktiven Konditionen und
kann die geplante Geschäftsstrategie umsetzen.
Ausblick für das Gesamtjahr 2026 bestätigt
Für das Gesamtjahr 2026 rechnet GRAMMER weiterhin mit einem Umsatz auf
Vorjahresniveau von etwa 1,9 Mrd. EUR bei einem operativen EBIT von rund 80
Mio. EUR. Die am 27. März 2026 veröffentlichte Prognose bleibt damit
unverändert. Das Marktumfeld dürfte jedoch auch im weiteren Jahresverlauf
anspruchsvoll bleiben. Anhaltende gesamtwirtschaftliche Unsicherheiten,
weiterhin hohe Material-, Energie- und Personalkosten sowie geopolitische
Entwicklungen belasten die Automobilindustrie und die Weltwirtschaft.
Darüber hinaus können handelspolitische Unsicherheiten - insbesondere im
Zusammenhang mit US-Zollmaßnahmen - die Marktdynamik und die globalen
Lieferketten beeinträchtigen. Vor diesem Hintergrund wird GRAMMER seine
Maßnahmen zur Verbesserung der Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit weiterhin
konsequent umsetzen und seine Geschäftstätigkeit an veränderte
Marktbedingungen anpassen.
Der Halbjahresbericht 2026 ist auf unserer Website unter
https://www.grammer.com/investor-relations/finanzpublikationen-praesentationen/quartalsberichte/
abrufbar.
Kennzahlen der GRAMMER Gruppe
in Mio. EUR H1 H1 Q2 Q2
2026 2025 2026 2025
Konzernumsatz 961,4 953,7 499,4 466,3
Umsatz EMEA 564,0 563,9 283,5 278,7
Umsatz AMERICAS 153,0 165,8 82,7 79,1
Umsatz APAC 264,3 245,7 143,7 119,0
Ergebniskennzahlen
EBIT 48,6 24,2 25,3 5,0
EBIT-Rendite (in %) 5,1 2,5 5,1 1,1
Operatives EBIT 41,7 35,6 23,4 11,7
Operative EBIT-Rendite (in %) 4,3 3,7 4,7 2,5
Ergebnis vor Steuern 31,2 6,8 17,8 -4,2
Ergebnis nach Steuern 24,3 13,1 14,0 3,3
Sonstige Kennzahlen
Eigenkapital (zum 30.06.) 317,0 253,8
Nettoverschuldung (zum 30.06.) 504,9 523,92
Investitionen (ohne Erwerbe durch 41,1 35,0 18,3 15,4
Unternehmenszusammenschlüsse und
Finanzanlagen)
Abschreibungen 40,9 39,3 21,1 19,4
Free Cashflow 1,5 -49,91- 37,6 -43,2-
|2 1|2
Mitarbeiter:innen (Anzahl, Durchschnitt) 11.396 12.173
1 Fortgeführte Aktivitäten
2 Im Berichtsjahr 2025 wurde die Darstellung innerhalb der Bilanz
rückwirkend angepasst. Zur besseren Vergleichbarkeit wurden die Bilanzzahlen
sowie die Kapitalflussrechnung entsprechend angepasst. Weitere Einzelheiten
sind Anhangangabe 3 des Geschäftsberichts 2025 zu entnehmen.
Die Erläuterung der für GRAMMER relevanten Kennzahl "operatives EBIT" ist
auf Seite 12 des Geschäftsberichts 2025 zu finden.
Bei den Finanzzahlen können sich Rundungsdifferenzen ergeben.
Unternehmensprofil
Die GRAMMER AG mit Sitz in Ursensollen ist spezialisiert auf die Entwicklung
und Herstellung von Komponenten und Systemen für die Pkw-Innenausstattung
sowie von gefederten Fahrer- und Passagiersitzen für On- und
Offroad-Fahrzeuge. Im Bereich Automotive liefert das Unternehmen
Kopfstützen, Armlehnen, Mittelkonsolen, hochwertige Interieur-Komponenten
und Bediensysteme für die Automobilindustrie an namhafte Pkw-Hersteller und
an Systemlieferanten der Fahrzeugindustrie. Der Produktbereich Commercial
Vehicles umfasst die Geschäftsfelder Lkw- und Offroad-Sitze (Traktoren,
Baumaschinen, Stapler) sowie Bahn- und Bussitze. Mit rund 11.400
Mitarbeiter:innen ist GRAMMER in 20 Ländern weltweit tätig. Die GRAMMER
Aktie ist im Prime Standard notiert und wird an den Börsen München und
Frankfurt sowie über das elektronische Handelssystem Xetra gehandelt.
Kontakt:
GRAMMER Aktiengesellschaft
Katerina Koch
Tel.: 09621 66 2222
investor-relations@grammer.com
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