Gutverdiener, Krankenkasse

Gutverdiener sollen mehr fĂŒr Krankenkasse zahlen

Veröffentlicht am: 16.04.2026 um 18:30 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Zur finanziellen Stabilisierung der gesetzlichen Krankenkassen sollen nach PlÀnen von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) Gutverdiener im nÀchsten Jahr mehr einzahlen.

Die Beitragsbemessungsgrenze solle 2027 einmalig um rund 300 Euro zusĂ€tzlich angehoben werden, heißt es in einem Referentenentwurf, der in die regierungsinterne Abstimmung ging. "So stĂ€rken wir die Beitragsgerechtigkeit und generieren einen solidarischen Beitrag von Arbeitgebern und Personen mit höheren Einkommen zum Reformpaket."

Aktuell liegt die Grenze, die jĂ€hrlich angepasst wird, bei 5.812,50 Euro. Bis zu dieser Schwelle des Brutto-Monatsgehalts werden VersicherungsbeitrĂ€ge fĂ€llig, vom darĂŒber liegenden Gehalt werden keine BeitrĂ€ge mehr abgezogen. Durch den geplanten zusĂ€tzlichen Aufschlag außerhalb der regulĂ€ren Anpassung kalkuliert das Ministerium mit Mehreinnahmen von je 1,2 Milliarden Euro von Arbeitgebern und Arbeitnehmern, die sich die KrankenkassenbeitrĂ€ge teilen.

Einsparungen von 19,6 Milliarden Euro

ZunĂ€chst berichteten der "Politico Pro-Newsletter Gesundheit" und die "SĂŒddeutsche Zeitung" darĂŒber. Warken will die Kassen mit dem Gesetz 2027 um 19,6 Milliarden Euro entlasten. Dies wĂ€re mehr als die erwartete LĂŒcke von 15,3 Milliarden Euro und soll neue Anhebungen der ZusatzbeitrĂ€ge verhindern. Im Blick stehen Ausgabenbremsen bei Praxen, Kliniken und Pharmabranche - aber auch höhere Zuzahlungen und EinschrĂ€nkungen der beitragsfreien Mitversicherung von Ehepartnern. Der Entwurf soll am 29. April ins Kabinett.

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