H2APEX Aktie: 100-Megawatt-Projekt in Lubmin
Veröffentlicht: 06.07.2026 um 13:54 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Zwei Nachrichten prägen aktuell die Lage bei H2APEX. Der Kurs des Wasserstoffspezialisten fiel am Montag auf 0,84 Euro – ein Minus von knapp elf Prozent. Gleichzeitig verfolgt das Management eine ehrgeizige Strategie. Das Unternehmen baut eigene Wasserstoffprojekte auf, statt nur für Dritte zu arbeiten.
Der Rücksetzer ist kein Einzelfall. Auf Monatssicht verlor die Aktie ebenfalls rund elf Prozent. Der RSI liegt mit 46,9 im neutralen Bereich. Die Volatilität ist mit annualisiert 122 Prozent extrem hoch. Kleine Nachrichten können große Kursausschläge auslösen. Das ist typisch für junge Technologiewerte.
Neuer Kurs seit 2025
H2APEX hat die Strategie geändert. Früher verdiente das Geld mit Ingenieursdienstleistungen für fremde Projekte. Heute entwickelt das Unternehmen eigene Anlagen – und will sie langfristig betreiben. Dieser Schritt weg vom reinen Dienstleister hin zum Produzenten bringt höhere Risiken. Aber auch größere Chancen.
Das zentrale Projekt liegt in Lubmin in Mecklenburg-Vorpommern. Dort entsteht ein grünes Wasserstoffzentrum. Die erste Ausbaustufe umfasst 100 Megawatt Elektrolyse-Kapazität. Partner sind Copenhagen Infrastructure Partners und GHS2 GmbH, eine H2APEX-Tochter. Bis 2028 soll die Anlage auf 100 MW wachsen. Das mittelfristige Ziel: 1.000 MW.
Hinzu kommt ein weiterer Erfolg. Im Dezember 2025 erhielt H2APEX die RFNBO-Zertifizierung für Wasserstoff aus dem Standort Rostock-Laage. Das Label ist wichtig für die Dekarbonisierung im Mobilitätssektor. Nur zertifizierter grüner Wasserstoff gilt künftig als Treibstoffalternative.
Wichtige Termine für Anleger
Die nächsten Zahlen kommen im August. Dann veröffentlicht H2APEX den Halbjahresbericht. Im November folgt der Neunmonatsbericht. Beide Termine geben Aufschluss über die Fortschritte bei den Großprojekten.
Das Geschäftsmodell gliedert sich in drei Bereiche: Projektentwicklung und Energie-Management, Speicher und Transport sowie Services. Bei der Speichertechnik forscht H2APEX an Hochdruck-Tanks vom Typ IV. Die Tochter AKROS Energy arbeitet an chemischen Speichern auf Salzbasis.
H2APEX agiert seit 2013 im Wasserstoffmarkt. Bislang ohne operative Gewinne. Der Strategiewechsel soll das ändern. Ob das gelingt, zeigen erst die kommenden Quartalsberichte mit konkreten Projektmeilensteinen.
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