H2APEX, Aktie

H2APEX Aktie: Lubmin-Projekt treibt Umsatz an

Veröffentlicht am: 27.05.2026 um 20:25 Uhr | Redaktion boerse-global.de

H2APEX steigert Umsatz auf 3,5 Mio. Euro, bestÀtigt Jahresprognose, doch Verschuldung und LiquiditÀt belasten die Bilanz.

H2APEX Aktie: Lubmin-Projekt treibt Umsatz an Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de
H2APEX Aktie: Lubmin-Projekt treibt Umsatz an Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

H2APEX Group hat am Mittwoch die Zahlen fĂŒr das erste Quartal 2026 vorgelegt. Der Entwickler und Betreiber grĂŒner Wasserstoffanlagen steigerte den Umsatz deutlich, bestĂ€tigte die Jahresprognose – und baute gleichzeitig die Verschuldung aus. Der Auftragsbestand bleibt indes solide.

Umsatzwachstum durch neuen Servicevertrag

Der Umsatz kletterte auf 3,5 Millionen Euro, nach 2,1 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Den grĂ¶ĂŸten Beitrag lieferte ein neuer Project-Management-Consultancy-Vertrag (PMC) fĂŒr das 100-MW-IPCEI-Projekt „WAL – Hydrogen from Lubmin". Dieser Vertrag sichert dem Unternehmen planbare Serviceerlöse fĂŒr das laufende GeschĂ€ftsjahr.

Der Auftragsbestand wuchs leicht auf 23,7 Millionen Euro (Ende 2025: 22,6 Millionen). H2APEX hatte zuvor planmĂ€ĂŸig Projekte abgeschlossen und neue ServiceauftrĂ€ge hereingenommen.

EBITDA stabil, Bilanz unter Druck

Das operative Ergebnis (EBITDA) blieb mit minus 7,1 Millionen Euro auf Vorjahresniveau. Das Unternehmen bestĂ€tigte die Prognose fĂŒr 2026: Der Umsatz soll zwischen 14 und 16 Millionen Euro liegen.

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Die Bilanz zeigt indes gegenlĂ€ufige Bewegungen. Die Bilanzsumme sank auf 75,1 Millionen Euro (Ende 2025: 83,3 Millionen). Das Umlaufvermögen fiel auf 26,8 Millionen Euro, die liquiden Mittel schrumpften auf 5,6 Millionen Euro. Grund waren geringere Vertragsvermögenswerte, niedrigere Forderungen und ZahlungsabflĂŒsse.

Die Finanzverbindlichkeiten stiegen auf 40,3 Millionen Euro (Vorquartal: 36,7 Millionen). Ein Gesellschafterdarlehen ĂŒber 3,0 Millionen Euro war der Haupttreiber. Die Nettoverschuldung weitete sich auf minus 34,7 Millionen Euro aus. Das Eigenkapital sank auf 18,8 Millionen Euro (Ende 2025: 26,9 Millionen).

Strategische Neuausrichtung bleibt risikobehaftet

H2APEX setzt weiter auf den 2025 eingeleiteten Strategiewechsel. Das Unternehmen baut eigene ProduktionskapazitĂ€ten auf und entwickelt Projekte fĂŒr die Stahl-, Chemie- und Zementindustrie. Die Anlage in Laage lĂ€uft seit 2022, weitere Standorte sollen folgen. Parallel forscht H2APEX an chemischen Speicherlösungen fĂŒr Wasserstoff.

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Der wachsende Schuldenstand und der sinkende Cashbestand zeigen jedoch: Der Weg zur ProfitabilitĂ€t ist kostenintensiv. Der neue PMC-Vertrag bringt zwar planbare Einnahmen. Ob sie ausreichen, um die LiquiditĂ€tslĂŒcke zu schließen, bleibt abzuwarten. H2APEX hĂ€lt an der Prognose fest – erste TestfĂ€lle fĂŒr das Modell dĂŒrften die kommenden Quartale liefern.

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