Halliburton, Aktie

Halliburton Aktie: Rokos kauft für 35 Millionen

Veröffentlicht am: 28.07.2026 um 13:58 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Institutionelle Anleger stocken bei Halliburton massiv auf. Internationale Großaufträge treiben die Expansion in margenstarke Regionen voran.

Halliburton Aktie: Profis nutzen Kursschwäche für Großzukäufe
Industrielle Offshore-Ölplattform bei Dämmerung im Ozean Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Während der regionale Markt schwankt, setzen institutionelle Investoren verstärkt auf Halliburton. Sie kaufen in großem Stil zu. Der Grund liegt fernab der klassischen US-Heimatmärkte. Ein globaler Auftragsboom in margenstarken Regionen treibt die Fantasie der Profis.

Prominente Investmentfirmen nutzen die jüngste Kursschwäche für massive Zukäufe. Rokos Capital Management sicherte sich ein Aktienpaket im Wert von rund 35 Millionen US-Dollar. Parallel dazu baute Emmett Investment Management seine Position deutlich aus. Für den Fonds gehört die Aktie nun zu den 16 größten Positionen im Portfolio.

Offensive in Überseemärkten

Hinter dem neuen Interesse steht eine Serie von Großaufträgen. In Kuwait unterstützt Halliburton die Digitalisierung der Energie-Infrastruktur. In Saudi-Arabien sicherte sich der Konzern einen mehrjährigen Vertrag mit Aramco. Dabei geht es vor allem um die Erschließung unkonventioneller Gasvorkommen mit intelligenten Fracking-Plattformen.

Auch in Südamerika festigt das Unternehmen seine Präsenz. Vor der Küste Surinames erhielt Halliburton den Zuschlag für Tiefsee-Bohrprojekte von TotalEnergies. Diese internationalen Projekte versprechen höhere Margen als das schwankungsanfällige Geschäft in Nordamerika.

Rekordumsätze fernab der Heimat

Die Neuausrichtung schlägt sich bereits in den Bilanzen nieder. Im zweiten Quartal kletterte der internationale Umsatz auf 3,4 Milliarden US-Dollar. Das ist der höchste Wert für diesen Zeitraum seit über zehn Jahren. Besonders kräftig wuchs das Geschäft zuletzt in Europa und Afrika.

In diesen Regionen stiegen die Erlöse um 19 Prozent. Vor allem Aktivitäten in der Nordsee und Namibia trieben die Zahlen nach oben. Der Konzernumsatz erreichte insgesamt 5,7 Milliarden US-Dollar. Dies entspricht einer Steigerung von sechs Prozent gegenüber dem Vorquartal.

Technisch gesehen nähert sich die Aktie einer interessanten Zone. Der Kurs von 28,32 Euro liegt aktuell spürbar unter den Durchschnittswerten der vergangenen Monate. Ein Relative-Stärke-Index von 36 deutet darauf hin, dass das Papier am Markt als überverkauft gilt.

Für das dritte Quartal peilt das Management eine weitere Margenverbesserung an. Neue Hochleistungsprojekte sollen die Profitabilität im Segment Completion and Production um bis zu 175 Basispunkte steigern. Anleger achten in der zweiten Jahreshälfte darauf, wie stark die Mobilisierungskosten für die neuen Großprojekte die kurzfristigen Gewinne belasten.

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