Handwerkskammer, Koblenz

Handwerkskammer Koblenz treibt digitale und nachhaltige Modernisierung voran

30.03.2026 - 12:32:13 | boerse-global.de

Die Handwerkskammer Koblenz modernisiert mit Digitalisierung, KI und internationaler FachkrÀftegewinnung. 670 neue Meister und gezielte Auslandsrekrutierung sollen die Branche zukunftsfest machen.

Handwerkskammer Koblenz treibt digitale und nachhaltige Modernisierung voran - Foto: ĂŒber boerse-global.de

Die Handwerkskammer Koblenz setzt mit einer umfassenden Modernisierungsoffensive auf Digitalisierung und internationale FachkrĂ€fte. FĂŒr die rund 21.900 Mitgliedsbetriebe in der Region soll das Handwerk zukunftsfest gemacht werden.

Wirtschaftliches Fundament zeigt sich robust

Trotz schwieriger gesamtwirtschaftlicher Rahmenbedingungen beweist das regionale Handwerk erstaunliche Widerstandskraft. Die aktuelle GeschĂ€ftslage wird von den meisten der ĂŒber 2.800 befragten Betriebe als stabil eingeschĂ€tzt. Doch die langfristigen Erwartungen trĂŒben sich ein – verantwortlich sind vor allem politische Unsicherheiten und hohe Betriebskosten. Als grĂ¶ĂŸter Arbeitgeber der Region sichert das Handwerk mit etwa 109.000 BeschĂ€ftigten die lokale Wertschöpfung.

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Der akute FachkrÀftemangel hat sich zwar leicht entspannt, bleibt aber ein strukturelles Problem. Die Kammer fordert deshalb verlÀsslichere politische Rahmenbedingungen. Nur so könne die dezentrale Struktur erhalten bleiben, die flÀchendeckende Versorgung mit handwerklichen Dienstleistungen garantiere.

670 neue Meister als ZukunftssÀulen

Ein starkes Signal sendete die HwK Koblenz Mitte MĂ€rz mit der Freisprechung von 670 neuen Handwerksmeistern. Dieser Jahrgang „Meister made in Koblenz“ vereint 24 Gewerke und Absolventen aus zwölf Nationen. Sie gelten als kĂŒnftige FĂŒhrungskrĂ€fte und Unternehmensnachfolger in einer Branche, in der fast ein Viertel der Inhaber in den kommenden Jahren in den Ruhestand gehen wird.

Die internationale Zusammensetzung der Meisterklasse unterstreicht einen trend: Das deutsche Handwerk wird immer globaler, um seinen FachkrÀftebedarf zu decken. Diese hochqualifizierten Absolventen sind die beste Antwort auf den demografischen Wandel.

KĂŒnstliche Intelligenz wird zum Werkzeug

Die Zukunft des Handwerks ist digital. Das zeigt die Koblenzer Handwerksmesse 2.0 vom 17. bis 19. April im Stadtzentrum. Unter dem Motto „KI als Teil des Werkzeugkastens“ prĂ€sentieren rund 80 Aussteller, wie kĂŒnstliche Intelligenz den Arbeitsalltag in der Werkstatt revolutionieren kann.

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Begleitet wird dieser Wandel durch die Seminarreihe „Digitales Handwerk 2026“. Die Kammer bietet Mitgliedsbetrieben kostenlose Vor-Ort-Beratung zu E-Rechnung, mobiler Zeiterfassung und IT-Sicherheit an. Studien belegen: Der Digitalisierungsgrad eines Betriebs beeinflusst maßgeblich seine Umsatzentwicklung. Selbst traditionelle Kleinbetriebe mĂŒssen digitale Prozesse einfĂŒhren, um wettbewerbsfĂ€hig zu bleiben.

Coaching und internationale Talente sichern Transformation

Neben der Technologie investiert die Kammer stark in die Menschen. Das ausgeweitete Programm „Transformationsbegleitung“ unterstĂŒtzt sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer bei der BewĂ€ltigung von Energiewende und Demografiewechsel. Gefördert vom Arbeitsministerium Rheinland-Pfalz, helfen die Coachings bei Kompetenzanalysen und der Suche nach Fördermitteln.

Ein Novum ist das Pilotprojekt „Future International Talents“. Hier wirbt die HwK gezielt FachkrĂ€fte aus Kolumbien und Usbekistan fĂŒr das Bau- und Energiehandwerk an. Mithilfe des neuen FachkrĂ€fteeinwanderungsgesetzes erhalten sie interkulturelles Training und VisumsunterstĂŒtzung. So soll der enorme Bedarf an FachkrĂ€ften fĂŒr die Energiewende und „Green Deal“-Projekte gedeckt werden.

Handwerk im Rampenlicht: Meisterschaften und Messen

2026 wird zum Schaufenster des Handwerks. Neben der FrĂŒhjahrsmesse richtet die Kammer als Landesbeauftragte die Wettbewerbe zu „German Craft Skills 2026“ aus. Im Herbst finden regionale und landesweite Meisterschaften statt, die im November in Bundesentscheiden gipfeln.

Diese Events sollen die AttraktivitĂ€t der dualen Ausbildung steigern und mehr SchulabgĂ€nger fĂŒr eine handwerkliche Karriere begeistern. Zur EuropĂ€ischen Kunsthandwerkstage (ETAK) Mitte April prĂ€sentiert sich das Handwerk dann als moderner, vielfĂ€ltiger und unverzichtbarer Wirtschaftsmotor. Die Verbindung von traditionellem Können und digitaler Strategie wird die Branche prĂ€gen – weit ĂŒber dieses Jahr hinaus.

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