Hella Aktie: Licht und Schatten
29.04.2026 - 09:00:13 | boerse-global.deDer Autozulieferer FORVIA HELLA hat heute die vollständigen Quartalszahlen für die ersten drei Monate des Geschäftsjahres 2026 vorgelegt – und das Bild ist zweigeteilt.
Der Umsatz hielt währungsbereinigt mit 2,0 Milliarden Euro das Vorjahresniveau. Nominal sank er wegen negativer Wechselkurseffekte um 2,9 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro. Damit schnitt HELLA noch leicht besser ab als der Gesamtmarkt: Die weltweite Fahrzeugproduktion schrumpfte im gleichen Zeitraum um 3,4 Prozent.
Beim Gewinn sieht es etwas weniger erfreulich aus. Das Operating Income fiel von 109 auf 96 Millionen Euro – ein Minus von knapp zwölf Prozent. Die operative Marge rutschte entsprechend von 5,5 auf 5,0 Prozent. Hauptbremser war der schwächelnde Lichtbereich, der durch Serienausläufe und rückläufige Produktionsvolumina in Europa und Amerika unter Druck geriet.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Hella?
Elektronik überholt Licht
Ein struktureller Kurswechsel vollzog sich dabei fast unbemerkt: Erstmals in der Unternehmensgeschichte ist die Business Group Elektronik zur größten Sparte aufgestiegen. Mit einem Umsatz von 889 Millionen Euro – organisch ein Plus von 6,8 Prozent – überholte sie den angeschlagenen Lichtbereich, der auf 843 Millionen Euro schrumpfte. Treiber waren 77-GHz-Radarsensoren sowie Komponenten fürs Energiemanagement, darunter Low-Volt-Spannungswandler und Intelligente Batteriesensoren.
Auch die Sparte Lifecycle Solutions entwickelte sich positiv: Hier stieg der Umsatz organisch um 5,6 Prozent auf 262 Millionen Euro, gestützt durch das Nutzfahrzeuggeschäft und wachsende Nachfrage nach Werkstattausrüstung.
Cashflow verbessert, Prognose stabil
Beim Netto Cashflow gelang eine nennenswerte Verbesserung: Statt -61 Millionen Euro im Vorjahresquartal stand diesmal -49 Millionen Euro zu Buche – saisonal bedingt noch negativ, aber durch strafferes Investitionsmanagement spürbar reduziert. Das Nettoergebnis verbesserte sich sogar deutlich von 24 auf 32 Millionen Euro.
Den Unternehmensausblick für das laufende Jahr hält HELLA unverändert aufrecht: Für 2026 wird ein währungsbereinigter Umsatz zwischen 7,4 und 7,9 Milliarden Euro erwartet, die Operating-Income-Marge soll auf 5,4 bis 6,0 Prozent steigen. Im Jahresverlauf wird also eine spürbare Ergebnisverbesserung gegenüber dem schwachen Auftaktquartal eingepreist – ob der Lichtbereich dabei wieder Fahrt aufnimmt, dürfte entscheidend sein.
Hella-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Hella-Analyse vom 29. April liefert die Antwort:
Die neusten Hella-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Hella-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 29. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Hella: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
So schätzen die Börsenprofis Hella Aktien ein!
Für. Immer. Kostenlos.
