Hermès: Ermittlungen um 14 Milliarden Euro
29.05.2026 - 21:14:39 | boerse-global.de
Die französische Justiz erhöht den Druck. Im mutmaßlichen Aktienbetrug um 14 Milliarden Euro steht ein neuer Name im Fokus. Die Pariser Staatsanwaltschaft hat drei Schweizer Staatsbürger unter formelle Untersuchung gestellt.
Ihnen wird vorgeworfen, an der Verschiebung von Aktien aus dem Familienvermögen von Hermès beteiligt gewesen zu sein. Die Papiere gehörten Nicolas Puech, einem Nachfahren des Unternehmensgründers.
Neue Runde im Erbschaftsstreit
Die Ermittlungen laufen seit Monaten. Zwei Schweizer Anwälte und ein Notar waren bereits angeklagt. Jetzt weitet sich die Untersuchung auf einen weiteren Kreis aus.
Konkret geht es um die mutmaßliche Veruntreuung eines milliardenschweren Aktienpakets. Die Staatsanwaltschaft prüft, ob die Wertpapiere zugunsten eines konkurrierenden Luxuskonzerns abgezweigt wurden.
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Der betroffene Konzern hat die Vorwürfe stets bestritten. Die Ermittler treiben die Sache trotzdem voran.
Aktie zeigt sich robust
An der Börse bleibt die Hermès-Aktie erstaunlich gelassen. Am Donnerstag schloss das Papier bei 1.634,00 Euro. Am Freitag notiert die Aktie bei 1.627,00 Euro – ein Minus von 1,42 Prozent.
Der RSI liegt bei 85,5 und signalisiert damit technische Überkauftheit. Verglichen mit dem Jahreshoch von 2.465,00 Euro notiert der Titel rund 34 Prozent tiefer. Das zeigt: Der Kurs hat schon viel Negatives eingepreist.
RBC bestätigte Ende Mai sein „Buy"-Rating für die Aktie. Analysten loben die Preissetzungsmacht der Marke und die starke Kapitalbasis. Hermès verfügte zuletzt über eine Nettoliquidität von 12 Milliarden Euro.
Expansion in den USA
Parallel zu den juristischen Turbulenzen treibt Hermès das Amerika-Geschäft voran. Nach der erfolgreichen Eröffnung eines Ladens in Nashville will der Konzern weitere Standorte in den USA ausbauen.
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Amerikanische Kunden sind aktuell der wichtigste Wachstumstreiber für die Luxusbranche. Hermès setzt auf geografische Diversifizierung, um das Umsatzwachstum zu stabilisieren.
Der nächste Quartalsbericht erscheint im Juli 2026. Dann zeigt sich, ob die Ermittlungen auch das operative Geschäft belasten – oder Hermès seinen Kurs hält.
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