Hersteller, Macrons

Hersteller von Macrons SonnenbrillenglÀsern insolvent

Veröffentlicht: 03.06.2026 um 19:22 Uhr, dpa.de

Mit seiner beim Weltwirtschaftsforum getragenen Sonnenbrille löste Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron im Januar einen Hype um das Luxusmodell aus - nun ist der französische Hersteller der speziellen GlÀser der Brille zahlungsunfÀhig.

Das Handelsgericht wies einen Sanierungsplan fĂŒr das Unternehmen Dalloz Creations zurĂŒck und eröffnete ein Insolvenzverfahren, wie aus einem Auszug des Gerichtsentscheids hervorgeht. Nach französischen Medienberichten verlieren 29 Menschen ihre Arbeit.

Das 1957 von Christian Dalloz gegrĂŒndete Unternehmen in Saint-Claude unweit von Genf hatte sich auf hochwertige SonnenbrillenglĂ€ser spezialisiert. Sein GrĂŒnder gilt insbesondere als Pionier bei der Verwendung von Polycarbonat, ein Material, das heute aufgrund seiner Leichtigkeit und WiderstandsfĂ€higkeit weit verbreitet ist, wie die Zeitung "Le Parisien" berichtete.

Nicht von der Insolvenz betroffen ist die Marke Henry Jullien, von der die Pilotensonnenbrille stammt, die Macron im Januar beim Weltwirtschaftsforum in Davos trug. Wegen einer AugenentzĂŒndung hatte der PrĂ€sident die Brille damals ĂŒber rund zwei Wochen getragen. Macron handelte sich damit zwar den Spott von US-PrĂ€sident Donald Trump ein, und in Frankreich wurde ĂŒber Ähnlichkeiten zu Tom Cruise in dem Film "Top Gun" gescherzt. Die Firma Henry Jullien aber konnte sich vor Anfragen nach Macrons Auftritt mit der Brille nicht mehr retten. Sie wirbt auch weiterhin unter Verweis auf Macron fĂŒr das Modell Pacific S01 zum stolzen Preis von 659 Euro.

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