Hilfe bei Katastrophen - Rechnungshof prĂŒft EU-Projekte
Veröffentlicht: 25.06.2026 um 17:11 Uhr, dpa.deKonkret hapere es bei der Ausschreibung und DurchfĂŒhrung von Projekten. Diese mĂŒssten effektiver und nachhaltiger gestaltet werden. Auch bei der Zusammenarbeit zwischen den EU-LĂ€ndern sehen die PrĂŒfer in ihrem Bericht Nachholbedarf.
EuropĂ€ische Reserve fĂŒr nationale NotfĂ€lle
Die strategische Reserve "RescEU" soll dabei helfen, bei Krisen schnell reagieren zu können. Sie stellt laut EuropĂ€ischer Kommission etwa Löschhubschrauber und -flugzeuge, medizinische AusrĂŒstung und NotunterkĂŒnfte. Bei einer Katastrophe könnten Mitgliedstaaten die EU um Hilfe bitten, wenn nationale Mittel nicht ausreichen. Laut dem Bericht des Rechnungshofes wurde diese Hilfe zwischen 2020 und 2024 viermal so oft aktiviert, wie im Vergleichszeitraum von 2015 bis 2019. Löschflugzeuge waren zum Beispiel gegen die groĂen WaldbrĂ€nde in Portugal im September 2024 im Einsatz.
Wirkungsvolle Hilfe im Notfall
Trotz der Kritik ergab die PrĂŒfung des Rechnungshofes, dass "RescEU" einen wichtigen Beitrag leistet: So sei wirkungsvoll reagiert worden, wenn Hilfe aus der Reserve angefordert wurde. An neue Arten von NotfĂ€llen sei "RescEU" rasch angepasst worden. George Marius Hyzler, PrĂŒfer beim EuropĂ€ischen Rechnungshof, lobte die Notfallreserve: "Sie liefert Hilfe, wenn die nationalen KapazitĂ€ten ausgelastet sind."
PrĂŒfer sehen Verbesserungsbedarf
Hyzler nannte konkrete Baustellen von "RescEU": Bisher sei es umstĂ€ndlich fĂŒr Mitgliedstaaten, eine Erstattung fĂŒr die KrisenbewĂ€ltigungs-MaĂnahmen zu erhalten, der Rechnungshof forderte deshalb eine Vereinfachung der Verfahren. Zudem solle sich die Zuweisung von Geldern noch stĂ€rker am tatsĂ€chlich ermittelten Bedarf orientieren und "die Projekte mĂŒssen von Dauer sein", so Hyzler - Ressourcen sollten langfristig genutzt werden können.
