Teure Kfz-SchĂ€den belasten deutsche Versicherer - Optimismus fĂŒr 2024
25.01.2024 - 10:04:59 | dpa.deWeil die Kfz-Versicherung tiefrote Zahlen schrieb, brach der versicherungstechnische Gewinn in der gesamten Schaden- und Unfallversicherung um mehr als die HĂ€lfte auf 1,5 Milliarden Euro ein, wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) am Donnerstag in Berlin mitteilte. FĂŒr das laufende Jahr erwartet der Verband daher einen weiteren Anstieg der PrĂ€mieneinnahmen - vor allem in der Kfz-Versicherung.
Im abgelaufenen Jahr stiegen die gesamten Beitragseinnahmen der deutschen Versicherer den Angaben zufolge um 0,6 Prozent auf knapp 225 Milliarden Euro. WĂ€hrend die Einnahmen im Schaden- und UnfallgeschĂ€ft um 6,7 Prozent auf 84,5 Milliarden Euro wuchsen, gingen sie in der Lebensversicherung um 5,2 Prozent auf 92 Milliarden Euro zurĂŒck. Vor allem LebensversicherungsvertrĂ€ge gegen Einmalbeitrag seien wegen der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Lage weniger gefragt gewesen, erklĂ€rte der Verband. Im Schaden- und UnfallgeschĂ€ft stiegen die Schadensummen mit 12,7 Prozent unterdessen deutlich stĂ€rker als die BeitrĂ€ge.
FĂŒr das laufende Jahr zeigte sich der GDV optimistischer. In der Lebensversicherung dĂŒrften die gestiegenen Zinsen und damit höhere Ăberschussbeteiligungen den BeitragsrĂŒckgang stoppen, prognostiziert der Verband. Insgesamt sagt er der Versicherungsbranche einen Anstieg der Beitragseinnahmen um 3,8 Prozent voraus - getrieben vom Schaden- und UnfallgeschĂ€ft mit einem Plus von 7,7 Prozent.
Vor allem Autobesitzer mĂŒssen voraussichtlich tiefer in die Tasche greifen. Im vergangenen Jahr hatten höhere Preise fĂŒr Ersatzteile und Reparaturen den Kfz-Versicherern hohe Verluste eingebrockt. "Jedem eingenommenen Euro standen Ausgaben von 1,10 Euro gegenĂŒber", sagte Verbandschef Norbert Rollinger. Die Aufwendungen fĂŒr SchĂ€den, Verwaltung und Vertrieb ĂŒberstiegen die PrĂ€mieneinnahmen um 2,9 Milliarden Euro. FĂŒr 2024 erwartet der Verband einen weiteren Anstieg der Reparaturkosten. Die Kfz-Versicherer dĂŒrften ihre Beitragseinnahmen nach seiner EinschĂ€tzung um zehn Prozent steigern.
Die groĂflĂ€chigen Ăberschwemmungen in Deutschland ab Weihnachten werden die Versicherungsbranche nach EinschĂ€tzung des GDV etwa 200 Millionen Euro kosten. GDV-HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer Jörg Asmussen warf LĂ€ndern und Kommunen Defizite bei der PrĂ€vention vor: "Viele Probleme vor allem beim Hochwasserschutz sind hausgemacht und hĂ€tten durchaus verhindert werden können."
So schÀtzen die Börsenprofis Ergebnisse Aktien ein!
FĂŒr. Immer. Kostenlos.
