EZB: Iran-Krieg harte Probe fĂŒr FinanzmĂ€rkte
27.05.2026 - 10:08:01 | dpa.de"Der aktuelle Schock bei der Energieversorgung birgt AufwĂ€rtsrisiken fĂŒr die Inflation und AbwĂ€rtsrisiken fĂŒr das Wirtschaftswachstum", fasst EZB-VizeprĂ€sident Luis de Guindos Ergebnisse des jĂŒngsten FinanzstabilitĂ€tsberichts der EuropĂ€ischen Zentralbank (EZB) zusammen.
"Er könnte zudem die MarktvolatilitÀt erhöhen und die SchuldendienstfÀhigkeit beeintrÀchtigen, da die Finanzierungskosten in einem Umfeld mit schwÀcherem Wirtschaftswachstum steigen."
Bis ins Jahr 2026 hinein hÀtten sich das globale Finanzsystem und die Realwirtschaft trotz einer Reihe von Schocks als bemerkenswert widerstandsfÀhig erwiesen, hÀlt die Notenbank fest. Der Krieg im Nahen Osten stelle diese WiderstandsfÀhigkeit auf die Probe. "Die akuten geoökonomischen Spannungen werden durch die anhaltende Unsicherheit hinsichtlich des globalen Handels und der internationalen Zusammenarbeit noch verstÀrkt", schreibt die EZB.
Sorgenvoller Blick auf Privat-Credit-Markt
Mit Sorge beobachtet die EZB die oft intransparente Kreditvergabe durch Nichtbanken. Zwar dĂŒrfte der Privat-Credit-Markt fĂŒr sich genommen nach EinschĂ€tzung der Notenbank derzeit keine Gefahr fĂŒr die FinanzstabilitĂ€t im Euroraum darstellen. Undurchsichtigkeit, Konzentration sowie das Potenzial fĂŒr Ausstrahlungseffekte des privaten Kreditmarktes gĂ€ben jedoch "Anlass zur Sorge".
Die EZB warnt: "Eine plötzliche Kehrtwende der Marktstimmung könnte dazu fĂŒhren, dass sich finanzielle Spannungen auf breitere MĂ€rkte ausweiten und erhebliche Bewertungsverluste verursachen." In den USA hatten im ersten Quartal Privatanleger vermehrt Geld aus Private-Debt-Fonds abgezogen.
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