Honeywell Aktie: 47 Prozent an Quantinuum
Veröffentlicht am: 22.07.2026 um 21:08 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Honeywell hat sich gehäutet. Nach der Abspaltung der Luftfahrtsparte agiert der Konzern nun als spezialisierter Automatisierungsexperte. Jetzt sucht das Management gezielt Wachstumschancen in Südasien.
Modernisierungsschub in Pakistan
Honeywell plant den Ausbau seiner Präsenz in Pakistan. In Washington trafen sich Regierungsvertreter und Konzernmanager zu Gesprächen über die Modernisierung lokaler Raffinerien. Das Ziel: Höhere Effizienz und Kraftstoffe nach Euro-V-Norm.
Die Initiative soll Pakistans Abhängigkeit von teuren Energieimporten verringern. Parallel dazu geht es um die Finanzierung. Der Plan sieht vor, US-Finanzinstitutionen wie die Export-Import Bank in das Projekt einzubinden.
Analysten sehen Kurspotenzial
Die Investmentbank Evercore ISI reagiert auf den Konzernumbau. Die Analysten hoben das Kursziel von 265 auf 275 Dollar an und belassen die Einstufung auf „Outperform“. Sie verweisen auf die Beschleunigung bei Produktneuheiten und das Wachstum in der Prozessautomatisierung.
Ein wertvoller Kern im Portfolio bleibt die Beteiligung an Quantinuum. Das Quantencomputing-Unternehmen schloss kürzlich seinen Börsengang ab. Honeywell hält 47 Prozent an der Firma. Allein dieser Anteil entspricht laut Evercore einem Wert von rund 29 Dollar je Honeywell-Aktie.
An der Börse zeigt das Papier derzeit technische Signale für eine Bodenbildung. Mit einem Relative-Stärke-Index von 22 gilt die Aktie als massiv überverkauft. Marktexperten beziffern den fairen Wert des Titels auf gut 320 Dollar.
Erster Härtetest für das neue Modell
Ende Juli veröffentlicht Honeywell die Ergebnisse für das zweite Quartal. Es ist der erste Bericht seit der Trennung vom Luftfahrtgeschäft und dem Aktiensplit im Verhältnis eins zu zwei. Anleger schauen besonders auf die operativen Margen.
Der Konzern erwartet für das Gesamtjahr einen Gewinn zwischen 7,90 und 8,30 Dollar je Aktie. Analysten rechnen für das abgelaufene Quartal mit einem Erlös von gut fünf Milliarden Dollar.
Beim Gewinn je Aktie liegt der Konsens für den Dreimonatszeitraum bei 1,82 Dollar. Die Bilanzvorlage markiert den entscheidenden Punkt für die neue Strategie. Hier muss das Management beweisen, dass die schlankere Struktur tatsächlich die versprochenen Margensprünge liefert.
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