HPE: 60-Milliarden-Auftragsbestand bei Super Micro
Veröffentlicht am: 22.07.2026 um 11:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Ein Paukenschlag bei der Konkurrenz sorgt für Rückenwind bei Hewlett Packard Enterprise. Super Micro Computer schraubt seine Margenziele massiv nach oben und zieht die gesamte Branche mit. Davon profitiert auch HPE, während das Unternehmen sein eigenes Service-Modell konsequent umbaut.
Rückenwind durch Super Micro
Der Rivale Super Micro Computer meldet einen Rekord-Auftragsbestand von über 60 Milliarden Dollar. Besonders beeindruckend: Das Unternehmen hebt seine Prognose für die Bruttomarge auf bis zu 17 Prozent an. Zuvor kalkulierte der Markt mit Werten um die acht Prozent. Das signalisiert eine enorme Preismacht bei KI-Infrastruktur.
Parallel dazu vertieft Hewlett Packard Enterprise die Zusammenarbeit mit GTT Communications. Gemeinsam bringen die Partner neue Sicherheitslösungen für globale Unternehmensnetzwerke auf den Markt. Die Kooperation nutzt primär die Plattform HPE Aruba Central. Dieser Schritt treibt den Wandel hin zu wiederkehrenden Software-Umsätzen voran. Managed Services bieten langfristig stabilere Erträge als der reine Hardware-Verkauf.
Vertrauen der Institutionellen
Die strategische Neuausrichtung trägt Früchte. Die Integration von Juniper Networks verwandelt das Netzwerkgeschäft in eine wichtige Ertragsperle für den Konzern. Investoren werten dies als Zeichen einer erfolgreichen Transformation zum KI-Spezialisten.
Große Adressen fassen derweil Vertrauen. Die Schweizerische Nationalbank hat ihren Bestand an HPE-Papieren um gut acht Prozent aufgestockt. Damit hält das Institut nun knapp vier Millionen Aktien des Konzerns. Der Gesamtwert dieser Beteiligung beläuft sich auf rund 93 Millionen Dollar.
An der Börse wird dieser Mix honoriert. Die Aktie kletterte am Mittwoch um 1,42 Prozent auf 41,49 Euro. Seit Jahresbeginn hat sich der Wert des Papiers damit mehr als verdoppelt.
Im September 2026 stehen die nächsten Quartalszahlen an. Dann muss der Konzern beweisen, ob er den prognostizierten Gewinn zwischen 0,88 und 0,93 Dollar je Aktie erreicht. Die Einbindung neuer Technologien in das Portfolio bleibt dabei der zentrale Hebel.
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