Huon Aquaculture: JBS forciert Modernisierung
Veröffentlicht: 25.03.2026 um 12:45 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Huon Aquaculture treibt die Modernisierung seiner Produktion in Tasmanien mit Millionensummen voran. Im Zentrum steht eine Investition von 110 Millionen Australischen Dollar in eine landgestützte Aufzuchtstation, um biologische Risiken im Meer zu minimieren. Für die Muttergesellschaft JBS ist dies ein entscheidender Schritt, um das globale Portfolio über die klassische Fleischproduktion hinaus zu verbreitern.
Fokus auf Whale Point und Automatisierung
Das Herzstück der Strategie ist das neue Kreislaufsystem (RAS) in Whale Point. Hier sollen künftig rund sieben Millionen Fische aufgezogen werden. Die Anlage ermöglicht es, die Lachse einen größeren Teil ihres Lebenszyklus in einer kontrollierten Umgebung an Land zu verbringen. Die volle Betriebsbereitschaft wird für das Jahr 2027 angestrebt.
Parallel dazu investiert das Unternehmen 9,8 Millionen Australische Dollar in den Standort Parramatta Creek. Seit Anfang 2026 sorgen dort neue Filetierlinien und automatisierte Verpackungsroboter für einen höheren Durchsatz. Die Kapazität liegt nun bei bis zu 45.000 Fischen pro Tag, um die steigende Nachfrage im In- und Ausland zu bedienen.
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Risikomanagement und Zertifizierungen
Für die Muttergesellschaft JBS dient Huon als strategischer Pfeiler, um die Abhängigkeit von Rind-, Schweine- und Geflügelfleisch zu verringern. Ein kritischer Erfolgsfaktor bleibt dabei das Management biologischer Risiken. In der Vergangenheit belasteten Bakterienausbrüche die Bestände. Die neue Strategie, größere Fische an Land zu züchten, soll die Zeit im offenen Meer und damit die Anfälligkeit für Krankheiten verkürzen.
Zudem steht die Rückgewinnung wichtiger Nachhaltigkeitszertifizierungen im Fokus, die im Jahr 2025 teilweise entzogen wurden. Eine erfolgreiche Rezertifizierung gilt als Voraussetzung, um Huon-Produkte weiterhin im Premiumsegment zu positionieren.
Nachhaltigkeit als Standortfaktor
Um den strengen Umweltauflagen der tasmanischen Regierung gerecht zu werden, investiert Huon zudem 20 Millionen Australische Dollar in eine Verwertungsanlage. Dort sollen Verarbeitungsabfälle in hochwertiges Fischmehl und Öl umgewandelt werden. Dieser Schritt zahlt auf das Ziel einer Kreislaufwirtschaft ein und soll den ökologischen Fußabdruck der regionalen Aktivitäten reduzieren.
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