Hydrogenpro, Aktie

Hydrogenpro Aktie: 16 Millionen neue Aktien

Veröffentlicht: 07.07.2026 um 21:50 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Millionen neuer Hydrogenpro-Aktien drücken den Kurs auf 0,07 Euro. Zwei Großaufträge im dritten Quartal könnten die Wende bringen.

Hydrogenpro Aktie: Kurssturz durch Millionen neuer Aktien
Abstrakte Szene, die den Sektor der erneuerbaren Energien und die Produktion von grünem Wasserstoff darstellt, mit einem Gefühl von Wachstum und Innovation. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die norwegische Wasserstoffaktie Hydrogenpro setzt ihren Abwärtstrend fort. Am Dienstag fiel der Kurs um knapp sieben Prozent auf 0,07 Euro. Der Ausverkauf hat einen handfesten Grund: Millionen neuer Aktien fluten den Markt.

Kapitalerhöhung belastet den Kurs

Die norwegische Finanzaufsicht Finanstilsynet hatte Anfang Juli grünes Licht für den Prospekt gegeben. Damit wurde der Weg frei für knapp 16 Millionen neue Aktien. Sie stammen aus einer Privatplatzierung, die rund 15 Millionen Norwegische Kronen (NOK) eingebracht hatte.

Der Ausgabepreis lag bei umgerechnet 0,043 Euro je Aktie. Ein kräftiger Abschlag zum damaligen Marktwert. Jetzt werden die Papiere in die Stammaktie umgewandelt und erhöhen den handelbaren Streubesitz. Kein Wunder, dass Anleger nervös reagieren.

Pipeline als Hoffnungsträger

Die Aktie hat in 30 Tagen 70 Prozent an Wert verloren. Vom 52-Wochen-Hoch bei 0,41 Euro im Mai 2026 ist sie um über 82 Prozent gefallen. Der RSI liegt bei 30,4 – nahe der überverkauften Zone.

Doch es gibt auch Lichtblicke. Das Unternehmen bestätigte einen Vertriebspipeline von rund einer Milliarde NOK. Zwei spezifische Verträge, die fast 30 Prozent dieses Werts ausmachen, sollen im dritten Quartal 2026 abgeschlossen werden.

Der feste Auftragsbestand lag Ende März bei 252 Millionen NOK. Ob sich daraus feste Umsätze entwickeln, entscheidet sich in den kommenden Wochen. Die Erlöse aus der Kapitalerhöhung sollen die Liquidität sichern, während Hydrogenpro an seiner Hochdruck-Alkali-Elektrolyse-Technologie arbeitet.

Die Jahresvolatilität von 200 Prozent zeigt: Diese Aktie bleibt ein High-Risk-Papier. Für Anleger wird der Ausgang der beiden Großaufträge im dritten Quartal zum Lackmustest.

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