IBM, Aktie

IBM Aktie: Wall Street uneins vor Zahlen

17.04.2026 - 06:11:24 | boerse-global.de

Vor der Q1-2026-Bilanz herrscht bei Analysten große Uneinigkeit über IBMs Aktie. Während Morgan Stanley das Kursziel drastisch senkt, bleibt Oppenheimer optimistisch. Die Confluent-Übernahme beeinflusst die Prognosen.

IBM Aktie: Wall Street uneins vor Zahlen - Foto: über boerse-global.de

Morgan Stanley kappt das Kursziel auf 215 Dollar. Oppenheimer hält dagegen und erwartet ein starkes Quartal. Selten war die Einschätzung der Analysten vor einem IBM-Ergebnistag so weit auseinander — und das bei einer Aktie, die seit Jahresbeginn rund 16 Prozent verloren hat.

Scharfe Schnitte, bullishes Gegenlager

Morgan-Stanley-Analyst Erik Woodring senkte sein Kursziel von 247 auf 215 Dollar. Die Einstufung bleibt bei "Equal Weight" — was angesichts des neuen Ziels einer der pessimistischsten Ausblicke unter den großen Banken ist. Im Hintergrund steht ein konkretes Wettbewerbsproblem: Das KI-Unternehmen Anthropic bietet mit seinem Tool Claude Code eine Möglichkeit, veraltete COBOL-Systeme zu modernisieren. Genau diese Systeme sind das Herzstück von IBMs Mainframe-Geschäft.

Oppenheimer sieht das anders. Die Bank senkte zwar ebenfalls ihr Kursziel — von 380 auf 320 Dollar — behält aber das "Outperform"-Rating. Die Begründung: Vertragserneurungen bei IBM-Enterprise-Lizenzen bringen typischerweise 20 bis 30 Prozent Aufschlag, RedHat-Verträge legen 10 bis 15 Prozent zu. Hinzu kommt wachsendes Interesse an OpenShift als VMware-Alternative.

Confluent-Akquisition als Joker

Am Mittwoch, 22. April, legt IBM die Zahlen für das erste Quartal 2026 vor. Der Konsens liegt bei 15,56 Milliarden Dollar Umsatz und 1,82 Dollar Gewinn je Aktie. In den vergangenen vier Quartalen übertraf IBM die Schätzungen im Schnitt um 7,9 Prozent.

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Ein entscheidender Faktor ist die Confluent-Akquisition. BofA-Analyst Wamsi Mohan rechnet mit rund 50 Millionen Dollar Umsatzbeitrag — der Deal schloss etwa ein Quartal früher als erwartet. Die Kehrseite: Mohan senkte seine Gewinnschätzung für das Gesamtjahr auf 11,98 Dollar je Aktie, weil die frühere Übernahme zusätzliche Verwässerungseffekte mit sich bringt.

Citi-Analystin Fatima Boolani startete ihre Abdeckung mit "Buy" und einem Kursziel von 285 Dollar. Sie sieht IBMs tiefe Unternehmensbeziehungen als Schutzwall gegen KI-Startups. Unter den 22 Analysten, die IBM verfolgen, empfehlen neun "Strong Buy", zehn "Hold" — das mittlere Kursziel liegt bei 313,90 Dollar.

Kurs unter Druck, Guidance intakt

Die Aktie notiert bei 209,50 Euro und damit knapp 23 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch. Der RSI von 37 zeigt technische Schwäche, ohne dass das Papier bereits klar überverkauft wäre.

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IBMs eigene Jahresziele stehen bislang. Der Konzern peilt mehr als 5 Prozent Umsatzwachstum an und erwartet einen freien Cashflow von rund 15,7 Milliarden Dollar. Das GenAI-Auftragsvolumen überstieg zuletzt 12,5 Milliarden Dollar — der bislang größte quartalsweise Zuwachs. Ob sich das in handfesten Q1-Erlösen niederschlägt, zeigt sich am Mittwochabend.

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