IEA, Emirate

IEA: Emirate steigern Ölförderung im Juni auf einen Rekordstand

Veröffentlicht: 10.07.2026 um 10:58 Uhr, dpa.de

Die Vereinigten Arabischen Emirate haben ihre Rohölförderung im Juni auf einen Rekordstand erhöht.

Die Reaktion auf den Iran-Krieg fiel damit deutlich stÀrker aus, als in den NachbarlÀndern am Persischen Golf. Das Land förderte im Juni durchschnittlich 4,1 Millionen Barrel pro Tag, wie die Internationale Energieagentur in ihrem Monatsbericht am Freitag mitteilte.

Damit wurde die bisherige Tageshöchstfördermenge von 4 Millionen Barrel aus dem Jahr 2020 ĂŒbertroffen. Damals hatte das Land wĂ€hrend eines kurzen Preiskriegs mit Saudi-Arabien das Angebot erhöht. Die Emirate sind zum 1. Mai 2026 aus der Organisation erdölexportierender LĂ€nder (OPEC) ausgetreten. Sie sind damit auch nicht mehr an Förderquoten gebunden.

Abu Dhabi nutzt seine eigene große Flotte und hat auch zusĂ€tzliche Schiffe angemietet. Viele der Schiffe hatten ihre digitalen Transponder ausgeschaltet, um das Rohöl unbemerkt aus dem Persischen Golf zu transportieren, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg. Das zusĂ€tzlich Rohöl am Weltmarkt dĂ€mpfte die Preisentwicklung.

Das globale Rohölangebot ist im Juni um 4,1 Millionen Barrel je Tag im Vergleich zum Vormonat gestiegen, berichtet die IEA. Es liegt aber immer noch 9,4 Millionen Barrel je Tag unter dem Vorjahresniveau. Die vorĂŒbergehende Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran hat offenbar zu einem gestiegenen Ölangebot beigetragen. Zudem stiegen auch die globalen RohölbestĂ€nde an. Die IEA sieht auch ein niedrigeres Angebotsdefizit im Jahr 2026 als zuletzt.

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