Ifo-PrÀsident, Fuest

Ifo-PrĂ€sident Fuest: AfD, Linke, BSW Standortnachteil fĂŒr den Osten

Veröffentlicht am: 07.09.2026 um 15:29 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Ifo-PrĂ€sident Clemens Fuest sieht in der StĂ€rke populistischer Parteien die Gefahr wirtschaftlichen Niedergangs fĂŒr Ostdeutschland.

"In den ostdeutschen BundeslĂ€ndern haben Parteien wie BSW, Linke und AfD derzeit Mehrheiten", sagte Fuest dem Magazin "Capital". "Regierungen gegen sie sind nicht mehr möglich. Das ist ein Standortnachteil." Gleichzeitig betonte der prominente Ökonom: "In der Demokratie haben WĂ€hler auch das Recht, sich fĂŒr wirtschaftlichen Niedergang zu entscheiden."

Fuest prophezeite zurĂŒckgehende Unternehmensinvestitionen in Regionen, in denen populistische Parteien wirtschaftlich unvernĂŒnftige Politik betreiben. "Wenn das Risiko hoch ist, dass Parteien in einer Region an die Regierung kommen, die fĂŒr unternehmerische TĂ€tigkeit schlechte Bedingungen schaffen, dann werden die Investitionen sinken", sagte der Ifo-PrĂ€sident.

Fuest bezog das nicht nur auf Regionen mit hohen AfD-Wahlergebnissen, sondern auf alle Regionen mit hoher UnterstĂŒtzung fĂŒr radikale Parteien.

Der Ökonom beklagte fehlende Konsequenzen fĂŒr schlechte Politik im LĂ€nderfinanzausgleich: Wenn ein Bundesland sich in wirtschaftliche Schwierigkeiten bringe, wĂŒrden die Kosten zu einem erheblichen Teil auf die bundesstaatliche Gemeinschaft abgewĂ€lzt, sagte Fuest zum LĂ€nderfinanzausgleich. "Das ist allerdings schon lange ein Problem", sagte der Wissenschaftler mit Blick auf Bremen und das Saarland, zwei hoch verschuldete westliche BundeslĂ€nder.

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