HaushÀlter bremsen Laserwaffen-Projekt: Erst Marktsichtung
09.02.2026 - 18:11:06 | dpa.deEine entsprechende 25-Millionen-Euro-Vorlage des Bundesfinanzministeriums fĂŒr die Vergabe an die RĂŒstungskonzerne Rheinmetall und MBDA sei von den HaushĂ€ltern gestoppt worden, berichtete das Portal "The Pioneer". Der Deutschen Presse-Agentur wurde aus dem Ausschuss bestĂ€tigt, dass die Abgeordneten eine umfassendere Marktsichtung wollen.
Dabei wurde auch auf die veranschlagten Kosten des Projektes hingewiesen. So hĂ€tten die Niederlande einen Demonstrator mit 100 Kilowatt Leistung fĂŒr 190 Millionen Euro angeschafft. Deutschland wolle einen Demonstrator mit 60 Kilowatt Leistung fĂŒr 462 Millionen Euro entwickeln lassen, wurde der dpa erklĂ€rt.
Der GrĂŒnen-Haushaltspolitiker Sebastian SchĂ€fer sagte "The Pioneer": "Wir haben Informationen, dass möglicherweise andere Unternehmen fĂŒr weniger Geld mehr Leistungen liefern können." Er Ă€uĂerte auch grundsĂ€tzliche Kritik. Es gebe viele RĂŒstungsprojekte, bei denen man groĂe Fragezeichen machen könne. "Die Industrie verteilt sich fröhlich die PfrĂŒnde gegenseitig und der Steuerzahler der Zukunft darf das dann bezahlen."
Laserwaffen eigneten sich besonders zur Abwehr von Drohnen. Sie sind in der RealitÀt aber sehr weit von Exemplaren aus Science-Fiction-Filmen wie "Star Wars" entfernt.
Rheinmetall und MBDA Deutschland ĂŒben sich im Schulterschluss, um in ihrem Laserwaffen-GeschĂ€ft voranzukommen. Die Firmen kooperieren bereits seit 2019, ein Demonstrator - also eine Laserwaffe im Erprobungsstadium - wurde zusammen entwickelt. Von 2029 an soll das Produkt marktreif und damit regulĂ€r einsatzbereit sein.
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