US-Inflation verharrt auf 2,4 Prozent - Experten erwarten Anstieg
11.03.2026 - 14:30:57 | dpa.deIm Jahresvergleich stiegen die Verbraucherpreise um 2,4 Prozent, wie das Arbeitsministerium am Mittwoch in Washington mitteilte. Bereits im Januar hatte die Teuerung auf diesem Wert gelegen und Analysten hatten im Schnitt eine unverÀnderte Rate erwartet.
Im Februar haben sich die Kosten fĂŒr Energie noch dĂ€mpfend auf die allgemeine Preisentwicklung ausgewirkt, da sich die Folgen des Iran-Kriegs mit deutlich gestiegen Ălpreisen erst in den kommenden Monaten zeigen werden. Wie das Ministerium weiter mitteilte, war Energie im Februar 0,5 Prozent teurer als vor einem Jahr.
Allerdings zeigten sich unterschiedliche Entwicklungen bei den einzelnen EnergietrĂ€gern. So hat sich Heizöl und Gas ĂŒberdurchschnittlich stark verteuert, wĂ€hrend sich Benzin im Jahresvergleich verbilligte. Dagegen haben sich Dienstleistungen und Lebensmittel ĂŒberdurchschnittlich stark verteuert.
Die Erhebung der Preisdaten fand vor Beginn des Iran-Kriegs statt, der einen starken Preisanstieg bei Energierohstoffen auslöste. Vor allem der Preis fĂŒr Rohöl ist im MĂ€rz stark gestiegen, was Folgen fĂŒr den Benzinpreis hat. Der amerikanische Automobilverband AAA hatte in den ersten MĂ€rztagen einen deutlichen Anstieg der Kosten fĂŒr Benzin an den Tankstellen festgestellt. "Die MĂ€rz-Werte zur Inflation werden also deutlich davon beeinflusst, und ein Anstieg in Richtung drei Prozent sollte nicht ausgeschlossen werden", heiĂt es in einer EinschĂ€tzung der Landesbank Hessen-ThĂŒringen.
Nach EinschĂ€tzung des Analysten Dirk Chlench von der Landesbank Baden-WĂŒrttemberg könnten die Folgen des Iran-Kriegs die Teuerung deutlich stĂ€rker nach oben treiben: "Es steht zu befĂŒrchten, dass die Inflationsrate angesichts der PreissprĂŒnge bei Rohöl und Gas im FrĂŒhjahr ĂŒber die Marke von drei Prozent klettern wird."
Im Monatsvergleich legten die Verbraucherpreise im Februar um 0,3 Prozent zu, wie es weiter in der Mitteilung hieĂ. Die Kerninflation, bei der schwankungsanfĂ€llige Preise fĂŒr Energie und Nahrungsmittel herausgerechnet werden, hat sich im Jahresvergleich ebenfalls nicht verĂ€ndert, sie betrug weiter 2,5 Prozent. Analysten hatten dies erwartet.
In der gröĂten Volkswirtschaft der Welt liegt die Inflation ĂŒber der Zielmarke der US-Notenbank Fed, die eine Teuerung von zwei Prozent anstrebt. Bei der nĂ€chsten Zinsentscheidung in der kommenden Woche wird allgemein erwartet, dass die Fed den Leitzins unverĂ€ndert in der Spanne zwischen 3,50 und 3,75 Prozent halten wird.
"Die Fed sitzt zwischen den StĂŒhlen", kommentierte Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank. Zuletzt zeigte der US-Arbeitsmarkt SchwĂ€chen, gleichzeitig steigt die Inflationsrate. "Die US-WĂ€hrungshĂŒter werden in diesem Spannungsfeld zunĂ€chst weiter an ihrem eingeschlagenen Kurs festhalten", sagte Gitzel.
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