Vermietungsverbot, Ferienwohnungen

Vermietungsverbot fĂŒr mindestens 29 Ferienwohnungen auf Sylt

15.09.2025 - 06:41:45 | dpa.de

In der Debatte um illegale Ferienwohnungen auf Sylt prĂŒft die Bauaufsicht des Kreises Nordfriesland weiter, ob und welche Ferienwohnungen auf Sylt, den Nachbarinseln und in Tourismusorten auf dem Festland genehmigt sind.Laut SchĂ€tzungen des Kreises Nordfriesland gibt es auf Sylt rund 11.000 Ferienwohnungen.

In der Debatte um illegale Ferienwohnungen auf Sylt prĂŒft die Bauaufsicht des Kreises Nordfriesland weiter, ob und welche Ferienwohnungen auf Sylt, den Nachbarinseln und in Tourismusorten auf dem Festland genehmigt sind.

Laut SchĂ€tzungen des Kreises Nordfriesland gibt es auf Sylt rund 11.000 Ferienwohnungen. VerlĂ€ssliche Zahlen zu illegalen Vermietungen lĂ€gen nicht vor. "Aus der Gemeinde Sylt und der Gemeinde Wenningstedt-Braderup haben wir gehört, dass eigene ĂŒberschlĂ€gige Ermittlungen von einer Quote von circa 80 Prozent an so nicht genehmigten Nutzungen ausgehen", teilte Kreissprecher Hans-Martin Slopianka der Deutschen Presse-Agentur mit. Zur Gemeinde Sylt gehören die sieben Ortsteile Westerland, Tinnum, Archsum, Keitum, Morsum, Munkmarsch und Rantum.

Im Oktober 2024 liefen nach Kreisangaben 85 Verfahren wegen illegaler Ferienwohnungen auf Sylt. Auf Föhr waren es 16, auf Amrum 20 und in St. Peter-Ording 40. In 29 FÀllen auf Sylt wurde die Nutzung untersagt. Aktuellere Zahlen liegen laut Kreis nicht vor.

GesprÀche nach Streit um Ferienwohnungen

Im Oktober 2024 hatten sich die Sylter BĂŒrgermeister und Vertreter des Kreises Nordfriesland auf ein gemeinsames Vorgehen verstĂ€ndigt. Die fĂŒnf Inselgemeinden - Sylt, Wenningstedt-Braderup, Kampen, Hörnum und List - hatten zugesagt, ihre BebauungsplĂ€ne im Hinblick auf Ferienvermietung zu ĂŒberprĂŒfen. Der Kreis prĂŒft diese nun.

Die verstĂ€rkten Kontrollen gegen illegale Ferienwohnungen hatten auf Sylt vor rund zwei Jahren begonnen. Ziel ist es, mehr Dauerwohnraum fĂŒr Sylter zu schaffen und VerstĂ¶ĂŸe gegen das Baurecht zu ahnden. Vertreter der Inselgemeinden berichten zugleich von Verunsicherung in der Tourismuswirtschaft, insbesondere bei Kleinvermietern.

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