EndgĂŒltige, SchĂ€tzung

EndgĂŒltige SchĂ€tzung: Kleinste Weinernte seit 15 Jahren

21.10.2025 - 06:21:33 | dpa.de

In Deutschland ist so wenig Wein geerntet worden wie seit 15 Jahren nicht mehr.

Der Ertrag der Lese 2025 wird nach der abschließenden SchĂ€tzung des Deutschen Weininstituts (DWI) voraussichtlich bei 7,3 Millionen Hektolitern Weinmost liegen - noch einmal weniger, als vor rund einer Woche angenommen.

Zuletzt brachten die Winzer in den 13 deutschen Anbaugebieten 2010 mit 7,1 Millionen Hektolitern eine noch geringe Menge ein, wie DWI-Sprecher Ernst BĂŒscher im rheinhessischen Bodenheim mitteilte.

Damit lĂ€ge der Ertrag dieses Jahr um 7 Prozent unter dem des Vorjahres und um 16 Prozent unter dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre (8,7 Millionen Hektorliter). Das Statistische Bundesamt war kĂŒrzlich auf der Basis von SchĂ€tzungen fĂŒr dieses Jahr von rund 8,2 Millionen Hektorliter Weinmost ausgegangen.

Deutliche Einbußen in den vier großen Weinbaugebieten

Der starke RĂŒckgang ist insbesondere auf deutlich geringere Mengen in den vier grĂ¶ĂŸten deutschen Weinbaugebieten Rheinhessen, Pfalz, Baden und WĂŒrttemberg zurĂŒckzufĂŒhren, wie BĂŒscher sagte. "Kleinere Traubenbeeren, unterdurchschnittliche Mostausbeuten und vor allem intensive Traubenselektionen nach den starken NiederschlĂ€gen Mitte September haben allein in Rheinhessen zu einem geschĂ€tzten Ernteminus von 23 Prozent oder fast 600.000 Hektolitern gegenĂŒber dem zehnjĂ€hrigen Mittel gefĂŒhrt."

FĂŒr die Pfalz werden 400.000 Hektoliter Weinmost (minus 18 Prozent) weniger als im zehnjĂ€hrigen Durchschnitt prognostiziert, fĂŒr Baden minus 180.000 Hektoliter (minus 15 Prozent) und in WĂŒrttemberg rechnen die Winzer mit 200.000 Hektolitern oder 22 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum.

Zweistellige prozentuale ErntemengenrĂŒckgĂ€nge werden auch an der Nahe sowie in den beiden hessischen Weinbaugebieten Rheingau und Hessische Bergstraße erwartet.

Sehr konzentrierte und fruchtige Weine erwartet

Über gute ErtrĂ€ge könnten sich in diesem Jahr dagegen Weinbaugebiete freuen, die 2024 stark unter extremen SpĂ€tfrostschĂ€den gelitten hatten, wie BĂŒscher sagte. Dazu gehören vor allem die beiden östlichen Gebiete Sachsen und Saale-Unstrut sowie die Ahr, die im Vergleich zum Vorjahr dreistellige prozentuale MengenzuwĂ€chse verzeichnen. Aber auch an der Mosel und in Franken liegen die geschĂ€tzten Erntemengen dieses Jahr leicht ĂŒber dem Durchschnitt.

Einig seien sich alle 13 Anbaugebiete in der Beurteilung der WeinqualitĂ€ten. Diese wĂŒrden aufgrund der außergewöhnlich hohen Traubenreife als "ausgesprochen gut" eingeschĂ€tzt. "Die Traubenbeeren blieben in diesem Jahr zwar oftmals kleiner, dafĂŒr waren sie aber umso aromatischer, was sehr konzentrierte und fruchtige Weine erwarten lĂ€sst", sagte BĂŒscher.

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