Weniger Abfall: Tiefster Stand seit 2009
01.06.2026 - 10:17:19 | dpa.deSo ist das Aufkommen auf den niedrigsten Wert seit dem Jahr 2009 zurĂŒckgegangen, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Laut den vorlĂ€ufigen Ergebnissen entstanden 362,7 Millionen Tonnen AbfĂ€lle - 4,6 Prozent weniger als im Jahr zuvor.
Zum Vergleich: Der bislang höchste Wert wurde im Jahr 2018 mit 417,2 Millionen Tonnen gemessen, der niedrigste im Jahr 2009 mit 359,4 Millionen Tonnen. Die Statistiker gaben die Zahlen anlÀsslich des Tags der Umwelt (5. Juni) bekannt.
Wie sieht es in den einzelnen Sektoren aus?
Bau- und AbbruchfĂ€llen sanken am deutlichsten (minus 8,1 Prozent) auf 182,8 Millionen Tonnen. Sie machen etwa die HĂ€lfte des Abfallaufkommens aus. Ăbrige AbfĂ€lle - insbesondere aus Produktion und Gewerbe - nahmen um 4,1 Prozent ab auf 45,1 Millionen Tonnen, gefolgt von den bereits in einer Abfallbehandlungsanlage bearbeiteten SekundĂ€rabfĂ€llen mit minus 2 Prozent auf 56,1 Millionen Tonnen.
Das Aufkommen an AbfÀllen aus der Gewinnung und Behandlung von BodenschÀtzen wuchs dagegen um 4,5 Prozent auf 29,5 Millionen Tonnen. Die Menge an SiedlungsabfÀllen, das sind insbesondere AbfÀlle aus privaten Haushalten, stieg leicht um 0,8 Prozent auf 49,3 Millionen Tonnen, ihr Anteil am Gesamtaufkommen liegt bei etwa 14 Prozent.
Verwertungsquote liegt bei 82 Prozent
Laut den Angaben wurden insgesamt 296,2 Millionen Tonnen AbfÀlle verwertet. Das entspricht einer Verwertungsquote von 82 Prozent. Diese Quote blieb demnach seit dem Jahr 2019 unverÀndert.
Die verbleibenden AbfÀlle seien entweder auf Deponien abgelagert (16,3 Prozent) oder thermisch (0,8 Prozent) beseitigt worden, hieà es. 1,2 Prozent seien durch eine "sonstige Behandlung" beseitigt worden.
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