Spaniens, Inflation

Spaniens Inflation steigt stĂ€rker als erwartet - Ölpreisschock treibt

14.04.2026 - 09:30:24 | dpa.de

In Spanien hat sich die Inflation im MĂ€rz wegen des Ölpreisschocks im Zuge des Iran-Kriegs deutlich verstĂ€rkt.

Die nach europÀischen Standards berechneten Verbraucherpreise (HVPI) legten im Jahresvergleich um 3,4 Prozent zu, wie das Statistikamt INE am Dienstag in Madrid nach einer zweiten SchÀtzung mitteilte. Eine erste SchÀtzung wurde damit um 0,1 Prozentpunkte nach oben revidiert. Analysten hatten im Schnitt eine BestÀtigung der ersten Erhebung erwartet.

Im Februar, also vor dem Beginn des Iran-Kriegs, hatte die Inflationsrate nur bei 2,5 Prozent gelegen. Ein wesentlicher Preistreiber sind die gestiegenen Kosten fĂŒr Treibstoffe. Bei den Transportkosten meldet das Statistikamt im Jahresvergleich einen Anstieg um mehr als fĂŒnf Prozent, nachdem die Jahresrate im Februar noch nahezu unverĂ€ndert war.

Mit dem Preissprung ist die Teuerung in der viertgrĂ¶ĂŸten Volkswirtschaft der Eurozone so stark wie seit Juni 2024 nicht mehr. Die Teuerung entfernt sich zudem deutlich von der Zielmarke der EuropĂ€ischen Zentralbank (EZB), die fĂŒr den gesamten Euroraum eine Jahresrate von mittelfristig zwei Prozent anstrebt. Im Monatsvergleich meldete das spanische Statistikamt fĂŒr MĂ€rz ebenfalls einen sprunghaften Anstieg der Verbraucherpreise um 1,7 Prozent. Hier wurde die ErstschĂ€tzung ebenfalls ĂŒberraschend nach oben revidiert.

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