InfinityLab LC Serie 1260 von Agilent Technologies - Labor-Chromatograph mit Fokus auf ZuverlÀssigkeit
Veröffentlicht am: 21.07.2026 um 08:26 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael MĂŒller, Chefredakteur AD HOC NEWS
InfinityLab LC Serie 1260 steht im Labor oft unscheinbar an der Wand, leise surrend, wĂ€hrend Pumpen im Takt arbeiten und die Lösemittel leicht chemisch riechen. Eine Laborantin legt behutsam eine Probenflasche in das Tray, fingert kurz an der Edelstahlleitung entlang und sieht auf das Display, das die nĂ€chsten Injektionen ankĂŒndigt.
Agilent Chromatograph fĂŒr den Laboralltag
Die InfinityLab LC Serie 1260 von Agilent Technologies ist ein modularer HochleistungsflĂŒssigkeitschromatograph (HPLC) fĂŒr Routineanalytik im Labor. Die Serie umfasst unter anderem Pumpe, Autosampler, SĂ€ulenofen und Detektor und ist fĂŒr den tĂ€glichen Betrieb in QualitĂ€tskontrolle und F&E ausgelegt.
Nach Angaben des Unternehmens ist die 1260er Plattform ein Teil der InfinityLab LC Familie, die auf hohe Robustheit und einen Systemdruck von bis zu 600 bar ausgelegt ist. Damit deckt sie klassische HPLC-Anwendungen ab, ohne in den UHPLC-Extrembereich vorzudringen.
Agilent Technologies im Anlegerblick
Wie stark Chromatographie-Systeme wie die InfinityLab LC 1260 die Bilanz von Agilent Technologies prÀgen, zeigen Quartalsberichte und Analysen.
Module, Technik und Anwendungsspektrum
Agilent positioniert die InfinityLab LC Serie 1260 als System fĂŒr Methodenentwicklung, Validierung und Routineanalytik in Bereichen wie Pharma, Lebensmittel, Umwelt und Chemie. Typischerweise besteht eine Konfiguration aus der 1260 Infinity II Quaternary Pumpe, einem Autosampler mit Thermostatoption, einem SĂ€ulenofen und einem UV- oder DAD-Detektor.
Die 1260 Infinity II Quaternary Pumpe erlaubt laut Datenblatt Flussraten von bis zu 10 ml/min bei einem maximalen Systemdruck von 600 bar. Sie unterstĂŒtzt bis zu vier mobile Phasen, was Gradientenelution und Mischungen aus Wasser, organischen Lösungsmitteln und Pufferlösungen ermöglicht.
Die Autosampler-Module der Serie 1260 bieten Injektionsvolumina im Bereich weniger Mikroliter bis zu mehreren hundert Mikrolitern, abhĂ€ngig von der Konfiguration. FĂŒr sensible Analysen sind KĂŒhloptionen verfĂŒgbar, die Proben beispielsweise zwischen 4 und 40 °C halten können.
Im konsequenten Laboralltag schÀtzen Anwender, dass sich auf dem Display der 1260 immerhin klar ablesen lÀsst, wie viele Injektionen bereits gelaufen sind. Eine Laborleiterin wie Dr. Maria Schulz sieht daran auf einen Blick, ob die Nachtsequenz durchgelaufen ist oder ob ein Fehler im Lauf aufgetreten ist.
Bedienkonzept und Software-Anbindung
Die InfinityLab LC Serie 1260 ist ĂŒber Touch-Display direkt am GerĂ€t und ĂŒber PC-Software steuerbar. Agilent bietet dafĂŒr die CDS-Lösung OpenLab, ĂŒber die Methoden, Sequenzen und Auswertung gesteuert werden. Ein Labor erstellt dort AnalysenablĂ€ufe, weist Proben zu und wertet Peaks automatisiert aus.
Ăber die BenutzeroberflĂ€che lassen sich typische Parameter wie Flussrate, SĂ€ulentemperatur, Gradientenprofil, Injektionsvolumen und DetektorwellenlĂ€nge festlegen. Im Labor wird hĂ€ufig mit Standardmethoden gearbeitet, die einmal validiert und dann ĂŒber die OpenLab-Software wiederholt eingesetzt werden.
FĂŒr gröĂere Labore ist relevant, dass sich mehrere 1260er Systeme ĂŒber Netzwerk zentral verwalten lassen. So kann eine Leiterin der QualitĂ€tskontrolle die Auslastung der GerĂ€te, die Kalibrierhistorie und die Audit-Trails im Blick behalten und gegenĂŒber Auditoren dokumentieren.
Wartung, Verbrauchsmaterialien und Betriebskosten
Ein HPLC-System wie die InfinityLab LC Serie 1260 benötigt regelmĂ€Ăige Wartung, etwa Austausch von Pumpendichtungen, Kapillaren und Lampen im Detektor. Agilent bietet hierfĂŒr ServicevertrĂ€ge und Original-Ersatzteile, um Ausfallzeiten zu minimieren und MessqualitĂ€t stabil zu halten.
Die Verbrauchsmaterialien wie HPLC-SÀulen, Vials, Septen und Filtrationskits stammen hÀufig ebenfalls aus dem InfinityLab-Portfolio von Agilent. Damit verdient die Firma nicht nur einmalig am GerÀt, sondern dauerhaft an Zubehör und Ersatzteilen.
In vielen Laboren laufen Systeme wie die 1260 an fĂŒnf bis sieben Tagen pro Woche nahezu kontinuierlich. Ein erfahrener GerĂ€teverantwortlicher wie Thomas Becker hört am PumpengerĂ€usch, ob etwas nicht stimmt â ein leichtes Klackern kann auf Luft in der Leitung oder eine ermĂŒdete Dichtung hinweisen.
Marktposition und Wettbewerbsumfeld
Agilent Technologies zĂ€hlt im globalen Chromatographie-Markt zu den groĂen Anbietern neben Unternehmen wie Thermo Fisher Scientific, Waters und Shimadzu. HPLC-Systeme im Mittelklasse-Segment, zu denen die InfinityLab LC Serie 1260 gehört, sind in Pharma- und Vertragslaboren weit verbreitet.
Analysten sehen insbesondere Chromatographie, Massenspektrometrie und Life-Science-Tools als zentrale Umsatztreiber von Agilent. Die 1260er Systeme selbst werden im Gesamtumsatz nicht einzeln ausgewiesen, tragen jedoch zur Performance des Segments "Chromatography and Mass Spectrometry" bei.
Rolle fĂŒr Agilent Technologies Aktien
FĂŒr Anleger sind Systeme wie die InfinityLab LC Serie 1260 vor allem deshalb relevant, weil sie stabile, wiederkehrende Erlöse aus Service und Verbrauchsmaterialien generieren. Die Agilent Technologies Aktie ist an der NYSE in US-Dollar gelistet und reflektiert unter anderem die Nachfrage nach solchen Laborlösungen.
Fakten zur InfinityLab LC Serie 1260
- Produkt: InfinityLab LC Serie 1260
- Hersteller: Agilent Technologies Inc.
- Kategorie: Chromatograph (Labor)
- MarkteinfĂŒhrung: Im Rahmen der Agilent InfinityLab LC Reihe, vor mehreren Jahren etabliert
- UVP / Preis: Auf Anfrage, typischerweise im Bereich mehrerer zehntausend US-Dollar je System
- VerfĂŒgbarkeit: Ăber Agilent-Vertrieb und Partner weltweit, inklusive Europa, Nordamerika und ausgewĂ€hlten asiatischen MĂ€rkten
- Zielgruppe: Analytiklabore in Pharma, Chemie, Lebensmittel, Umwelt und Forschung
- Besonderheit / USP: Modularer Aufbau fĂŒr Routine-HPLC bei bis zu 600 bar, eingebettet in das InfinityLab-Ăkosystem
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