Innodata, CEO

Innodata: CEO Abuhoff verkauft 150.000 Aktien

21.05.2026 - 20:34:41 | boerse-global.de

Innodata-CEO und Verwaltungsrätin verkaufen Aktien, während das Unternehmen Rekordzahlen meldet und die Jahresprognose anhebt.

Innodata: CEO Abuhoff verkauft 150.000 Aktien - Foto: über boerse-global.de
Innodata: CEO Abuhoff verkauft 150.000 Aktien - Foto: über boerse-global.de

Bei Innodata prallen gerade zwei Botschaften aufeinander. Das KI-Datenunternehmen meldet starkes Wachstum, gleichzeitig reduzieren ausgerechnet der Chef und ein Verwaltungsrat ihre Anteile.

Für Anleger ist das kein Randdetail. Wenn Insider nach einer Rekordphase Kasse machen, rückt schnell die Frage in den Vordergrund, wie viel der jüngsten Euphorie bereits eingepreist ist.

CEO baut Beteiligung ab

CEO Jack Abuhoff hat am 20. Mai in einer Form-144-Mitteilung den Verkauf von 150.000 Aktien angekündigt. Der geplante Erlös liegt bei rund 14,02 Millionen Dollar. Seit Mitte Mai hat Abuhoff seine Beteiligung damit um etwa 495.950 Aktien verringert.

Auch Verwaltungsrätin Louise Forlenza trennte sich von Aktien. Ihre Verkäufe erfolgten in mehreren Tranchen zu gewichteten Durchschnittspreisen zwischen 86,00 und 94,44 Dollar je Aktie. Ein Teil ihrer Restricted Stock Units soll im Juni fällig werden, abhängig vom Zeitpunkt der Hauptversammlung.

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Rekordzahlen und neue Struktur

Der Zeitpunkt ist heikel, weil Innodata operativ gerade deutlich an Fahrt aufgenommen hat. Seit dem ersten Quartal 2026 berichtet das Unternehmen nur noch in einem einzigen Geschäftssegment. Die früheren Bereiche DDS, Agility und Synodex wurden zusammengeführt. Das soll den Fokus auf KI-Datenengineering und agentische KI schärfen.

Finanziell sieht es solide aus. Per Ende März lagen Cash, Cash-Äquivalente und kurzfristige Investments bei 117,4 Millionen Dollar. Zum Jahresende zuvor waren es 82,2 Millionen. Auch der operative Cashflow zog kräftig an und erreichte im ersten Quartal 37,3 Millionen Dollar nach 10,8 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum.

Wachstum bleibt kräftig

Parallel dazu hat Innodata seine Kreditlinie bei Wells Fargo ausgebaut. Das revolvierende Programm bietet nun bis zu 50 Millionen Dollar und läuft bis 2029. Zum Stichtag war es nicht gezogen, was dem Unternehmen zusätzlichen Spielraum für den Ausbau gibt.

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Auch die Prognose wurde angehoben. Für 2026 erwartet das Management nun ein organisches Umsatzwachstum von etwa 40 Prozent oder mehr. Zuvor lag die Zielmarke bei rund 35 Prozent. Im ersten Quartal stieg der Umsatz bereits um 54 Prozent auf 90,1 Millionen Dollar.

Dazu passt der nächste Entwicklungsschritt: Die neue Evaluation- und Observability-Plattform läuft inzwischen in der Beta-Phase und hat den ersten größeren Auftrag bei einem Hyperscaler erhalten. Genau dort dürfte sich zeigen, ob Innodata das hohe Wachstumstempo in ein belastbares Geschäftsmodell überführen kann.

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