Insel, Gartenfeld

Insel Gartenfeld: Berlins Mega-Quartier wächst auf Industriebrache

Veröffentlicht: 24.01.2026 um 01:23 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Auf dem früheren Siemens-Kabelwerk in Berlin-Spandau entsteht ein autofreier Stadtteil für 10.000 Menschen mit 3.700 Wohnungen. Die ersten Bewohner sollen Ende 2026 einziehen.

Insel Gartenfeld: Berlins Mega-Quartier wächst auf Industriebrache Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de
Insel Gartenfeld: Berlins Mega-Quartier wächst auf Industriebrache Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Auf einer ehemaligen Industriebrache in Berlin-Spandau entsteht das Mega-Quartier „Insel Gartenfeld“. Das Projekt für rund 10.000 Menschen befindet sich in einer fortgeschrittenen Bauphase. Die ersten Bewohner sollen bereits Ende 2026 einziehen.

Vom Kabelwerk zur Modellstadt

Die Transformation des alten Siemens-Kabelwerks ist in vollem Gange. Seit dem Spatenstich im Frühjahr 2024 wachsen auf der 59 Hektar großen, von Kanälen umgebenen Fläche die ersten Wohngebäude. Insgesamt sind 3.700 Wohnungen geplant, etwa ein Drittel davon baut die landeseigene Gewobag als geförderten Wohnraum. Der gesamte Stadtteil soll bis 2035 fertig sein.

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Ein Konsortium aus privaten, kommunalen und genossenschaftlichen Akteuren treibt die Entwicklung voran. Neben Wohnungen entstehen Gewerbeflächen, Kulturstätten und Freizeiteinrichtungen. Denkmalgeschützte Industriehallen werden erhalten und umgenutzt.

Die Schlüssel-Projekte: Bahn und Schule

Zwei Infrastruktur-Projekte sind entscheidend für das Leben auf der Insel:

  • Die Siemensbahn kehrt zurück: Die seit 1980 stillgelegte S-Bahn-Strecke wird reaktiviert. Bauarbeiten für die 4,5 Kilometer lange Verbindung zum Bahnhof Jungfernheide laufen bereits. Ab 2029 soll die Bahn das Quartier weitgehend autofrei halten.
  • Eine Schule für 1.300 Schüler: Im Zentrum plant die Howoge den Bau einer großen Gemeinschaftsschule. Die Bauarbeiten dafür sollen 2026 beginnen.

Modellcharakter für die „Schwammstadt“

Das Projekt gilt als Leuchtturm für moderne Stadtentwicklung. Angesichts des Klimawandels setzt es auf das Prinzip der „Schwammstadt“. Regenwasser wird nicht einfach abgeleitet, sondern vor Ort gespeichert und genutzt. Das entlastet die Kanalisation bei Starkregen und verbessert das Mikroklima.

Kombiniert mit einem nachhaltigen Energiekonzept und der fokussierten Anbindung an den ÖPNV soll die „Insel Gartenfeld“ Vorbild für klimaresiliente Quartiere in ganz Deutschland sein. Experten verfolgen die Entwicklung genau – sie zeigt, wie sich Wohnungsbau, Klimaanpassung und Mobilitätswende verbinden lassen.

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