Intel, Aktie

Intel Aktie: 35 Milliarden Dollar Buchgewinn für den Staat

19.05.2026 - 07:36:51 | boerse-global.de

Der US-Staat erzielt mit seinem Intel-Investment einen Buchgewinn von über 35 Milliarden Dollar. Der Chipkonzern profitiert von KI-Fokus und neuen Allianzen.

Intel Aktie: 35 Milliarden Dollar Buchgewinn für den Staat - Foto: über boerse-global.de
Intel Aktie: 35 Milliarden Dollar Buchgewinn für den Staat - Foto: über boerse-global.de

Aus knapp neun Milliarden US-Dollar wurden in wenigen Monaten über 46 Milliarden. Der Einstieg der US-Regierung bei Intel erweist sich als einer der lukrativsten Staatsdeals der jüngeren Geschichte. Das weckt nun auch nachträgliche Begehrlichkeiten auf höchster politischer Ebene.

Im August des vergangenen Jahres sicherte sich Washington einen Anteil von 9,9 Prozent an dem Halbleiterkonzern. Die Finanzierung stammte aus dem CHIPS and Science Act sowie weiteren staatlichen Fördertöpfen. Insgesamt flossen rund 8,9 Milliarden Dollar in den Kauf von Aktien zu einem Stückpreis von gut 20 Dollar. Ziel war es, die heimische Chipfertigung zu stärken und die technologische Unabhängigkeit der USA auszubauen.

Der ehemalige US-Präsident Donald Trump meldete sich am Montag zu Wort. Er äußerte die Ansicht, die Regierung hätte einen noch größeren Anteil aushandeln müssen. Ein Blick auf die Kursentwicklung erklärt diese Haltung. Der Buchgewinn des Staates beläuft sich mittlerweile auf mehr als 35 Milliarden Dollar.

Massive Kursgewinne und KI-Fokus

Die Intel-Aktie hat seit dem Regierungseinstieg eine beispiellose Rally hingelegt. Allein im laufenden Jahr 2026 verzeichnet das Papier ein Plus von rund 170 Prozent. Aktuell notiert der Titel bei knapp 91 Euro.

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Trotz eines leichten Rücksetzers in den vergangenen Tagen bleibt der übergeordnete Aufwärtstrend intakt. Institutionelle Investoren bauten ihre Positionen im ersten Quartal deutlich aus. Sie setzen auf die Neuausrichtung des Konzerns im Bereich der Künstlichen Intelligenz und honorieren die strategische Rückendeckung durch die US-Politik.

Operativ untermauert Intel diese Entwicklung. Im ersten Quartal stieg der Umsatz im Jahresvergleich um sieben Prozent auf 13,6 Milliarden Dollar. Für das laufende zweite Jahresviertel peilt das Management Erlöse von bis zu 14,8 Milliarden Dollar an.

Prominente Partnerschaften im Blick

Der Ausbau des Foundry-Geschäfts – also der Auftragsfertigung für andere Unternehmen – nimmt konkrete Formen an. Intel sicherte sich eine bedeutende Terafab-Partnerschaft, die Kreisen zufolge Elon Musks Unternehmen Tesla, SpaceX und xAI umfasst. Parallel dazu laufen Gespräche mit Apple. Dabei geht es um die mögliche Produktion von Chips direkt in den Vereinigten Staaten.

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Diese strategischen Allianzen sind der Hebel für Intels Ambitionen, sich als führender Auftragsfertiger neben der asiatischen Konkurrenz zu etablieren. Gelingt der Abschluss mit Apple, hätte der Konzern einen der wichtigsten Abnehmer der Branche fest an die US-Produktion gebunden.

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