Intersport macht Tempo bei neuen GeschÀften
Veröffentlicht am: 29.08.2026 um 08:58 Uhr | dpa, AD HOC NEWS"Wir werden unser Ziel von 100 neuen Standorten bis 2030 frĂŒher erreichen", sagte der Vorstandschef von Intersport Deutschland, Alexander von Preen, der Deutschen Presse-Agentur. Deshalb könne er sich vorstellen, noch "einige Standorte draufzupacken". Eine konkrete neue Zahl nannte der Manager nicht. Auf der Deutschlandkarte gebe es aber noch genĂŒgend weiĂe Flecken.
Im noch bis Ende September laufenden GeschĂ€ftsjahr wurden demnach bislang 13 neue Intersport-GeschĂ€fte eröffnet - unter anderem in Herford, Göttingen, Bochum, Schapen, Essen, NĂŒrnberg, Cottbus, Freising, Bad Zwischenahn und Nordhorn. In den kommenden Wochen sollen weitere Standorte dazukommen. UrsprĂŒnglich waren in laufenden Jahr neun Neueröffnungen geplant. Dieses selbstgesteckte Ziel werde man deutlich ĂŒbertreffen, sagte von Preen.
In Summe hat der Verbund in den vergangenen Jahren 56 neue LĂ€den eröffnet. In diese Zahl flieĂen aber zum Beispiel auch Erweiterungen und die Umstellung bestehender GeschĂ€fte auf die Intersport-MarkenidentitĂ€t ein. Intersport ist nach eigenen Angaben Deutschlands gröĂte SportfachhĂ€ndlergruppe. Ihr gehörten zuletzt bundesweit rund 700 HĂ€ndler mit gut 1.400 GeschĂ€ften an. 420 davon firmieren auch unter der Marke Intersport.
Intersport will mit neuen LĂ€den wachsen
Intersport hatte das Expansionsziel im Jahr 2023 ausgegeben, um die eigenen Wachstumsziele zu erreichen. Bis Ende des Jahrzehnts will der HÀndlerverbund seinen Umsatz im TagesgeschÀft und durch ZukÀufe auf etwa sechs Milliarden Euro steigern - und damit auf einen erwarteten Marktanteil von gut 30 Prozent.
Dabei setzt Intersport auch auf neue Konzepte: Neben einem vergröĂerten Netz von Premium-GeschĂ€ften will die Genossenschaft mit sogenannten "Superstores" Familien und Kunden ansprechen, die besonders auf den Preis achten. Zwei dieser besonders groĂen LĂ€den gibt es bereits in Chemnitz und Halle an der Saale. In den kommenden Jahren sollen 10 bis 15 weitere hinzukommen, sagte von Preen. Damit will Intersport vor allem im Wettbewerb mit Decathlon bestehen. Der französische SportartikelhĂ€ndler drĂ€ngt bereits seit einiger Zeit mit neuen Laden-Konzepten in die deutschen InnenstĂ€dte.
Verbraucherstimmung drĂŒckt auf GeschĂ€ft
Kurz vor Ende des GeschĂ€ftsjahrs gab Vorstandschef von Preen noch keine konkrete Prognose zum Ausgang ab: "Wir schlagen uns nicht schlecht, so viel kann ich sagen", sagte der Manager. Man profitiere von der Verbund-StĂ€rke und der Entwicklung der verschiedenen Handelsformate. AuĂerdem habe die FuĂball-Weltmeisterschaft in Nordamerika einen enormen Schub gegeben.
Intersport hat nach eigenen Angaben im Zuge des Turniers mehr als 600.000 Trikots verkauft. Das wĂ€re rund ein FĂŒnftel mehr als bei der Heim-EM 2024, als der Verbund etwa eine halbe Million Jerseys absetzte. Trotz des relativ frĂŒhen Ausscheidens der deutschen Mannschaft sei die Nachfrage hoch gewesen. "Das war eine runde Sache", sagte von Preen.
Insgesamt zeigte sich der Manager optimistisch. Externe EinflĂŒsse könne man aber nicht komplett ausschalten, sagte von Preen. Die Kunden in Deutschland seien extrem zurĂŒckhaltend. Angesichts vieler schlechter Nachrichten, auch aus der Wirtschaft, werde viel mehr gespart und weniger ausgegeben. "Die Leute sind verunsichert - und dann sitzt das Geld nicht mehr so locker".
Im vergangenen GeschĂ€ftsjahr 2024/25 stagnierte der Intersport-AuĂenumsatz bei 3,46 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Rekordjahr 2022/23 ging er damit um gut ein Prozent zurĂŒck. Intersport blieb hinter den eigenen Erwartungen zurĂŒck. Im ersten Halbjahr entwickelte sich das GeschĂ€ft der HĂ€ndler wieder besser. Das GeschĂ€ftsjahr von Intersport Deutschland dauert wie bei vielen anderen Handelsunternehmen von Anfang Oktober bis Ende September.
