Iran-Krieg erwischt DWS - Aktie gibt nach
Veröffentlicht am: 29.04.2026 um 10:19 Uhr | dpa, AD HOC NEWSNachdem Kunden im Januar und Februar noch eifrig Geld in die DWS-Fonds geschoben hatten, zogen sie im MĂ€rz verstĂ€rkt Mittel ab, wie das Unternehmen am Mittwoch in Frankfurt mitteilte. Dennoch startete DWS dank ungewöhnlich hoher ErtrĂ€ge mit ĂŒberraschend viel Gewinn ins Jahr. Dabei konnte das Unternehmen seine Kosten weiter senken. Vorstandschef Stefan Hoops sieht DWS auf Kurs zu seinen Zielen. FĂŒr die DWS-Aktie ging es jedoch abwĂ€rts.
Am Vormittag verlor das Papier rund 1,6 Prozent auf 56,50 Euro und gehörte damit zu den stÀrkeren Verlierern im MDax DE0008467416. Damit wurde das Papier etwa so teuer gehandelt wie zum Jahreswechsel.
Im ersten Quartal stiegen die ErtrĂ€ge der DWS im Jahresvergleich um neun Prozent auf 821 Millionen Euro, weil sich erfolgsabhĂ€ngige Zahlungen und TransaktionsgebĂŒhren verdreifachten.
Dadurch zehrten die Kosten nur noch 54,1 Prozent der ErtrĂ€ge auf, nachdem diese Quote ein Jahr zuvor noch 62,2 Prozent betragen hatte. Der Quartalsgewinn stieg um ein Drittel auf 264 Millionen Euro und ĂŒbertraf die durchschnittlichen Erwartungen von Analysten deutlich.
Allerdings sammelten die Fonds von DWS in den vergangenen drei Monaten unter dem Strich nur 11 Milliarden Euro an frischen Geldern ein, wÀhrend Analysten mit mehr gerechnet hatten. Von dem Geld flossen 6,6 Milliarden Euro in langfristige Anlagen und damit weniger als vom Vorstand mittelfristig angepeilt.
So will Hoops in den drei Jahren bis 2028 insgesamt mehr als 160 Milliarden Euro in solche Langfrist-Anlagen lenken. Damit wĂ€ren pro Quartal durchschnittliche ZuflĂŒsse von mehr als 13 Milliarden Euro nötig.
Um den Gewinn weiter zu steigern, will DWS die Kosten im Griff behalten. Im Jahr 2027 sollen sie weniger als 55 Prozent der ErtrĂ€ge aufzehren. Im ersten Quartal fielen die absoluten Kosten um fĂŒnf Prozent niedriger aus als im Vorjahreszeitraum.
