Iran-Krieg erwischt DWS
Veröffentlicht am: 29.04.2026 um 07:04 Uhr | dpa, AD HOC NEWSNachdem Kunden im Januar und Februar noch eifrig Geld in die DWS-Fonds geschoben hatten, zogen sie im MĂ€rz verstĂ€rkt Mittel ab, wie das Unternehmen am Mittwoch in Frankfurt mitteilte. Dennoch startete DWS dank ungewöhnlich hoher ErtrĂ€ge mit ĂŒberraschend viel Gewinn ins Jahr. Dabei konnte das Unternehmen seine Kosten weiter senken. Vorstandschef Stefan Hoops sieht DWS auf Kurs zu seinen Zielen.
Im ersten Quartal stiegen die ErtrĂ€ge im Jahresvergleich um neun Prozent auf 821 Millionen Euro, weil sich erfolgsabhĂ€ngige Zahlungen und TransaktionsgebĂŒhren verdreifachten. Dadurch zehrten die Kosten nur noch 54,1 Prozent der ErtrĂ€ge auf, nachdem diese Quote ein Jahr zuvor noch 62,2 Prozent betragen hatte. Der Quartalsgewinn stieg um ein Drittel auf 264 Millionen Euro und ĂŒbertraf die durchschnittlichen Erwartungen von Analysten deutlich.
Allerdings sammelten die Fonds von DWS in den vergangenen drei Monaten unter dem Strich nur 11 Milliarden Euro an frischen Geldern ein, wĂ€hrend Analysten mit mehr gerechnet hatten. Von dem Geld flossen 6,6 Milliarden Euro in langfristige Anlagen und damit weniger als vom Vorstand mittelfristig angepeilt. So will Hoops in den drei Jahren bis 2028 insgesamt mehr als 160 Milliarden Euro in solche Langfrist-Anlagen lenken. Damit wĂ€ren pro Quartal durchschnittliche ZuflĂŒsse von mehr als 13 Milliarden Euro nötig.
Um den Gewinn weiter zu steigern, will DWS die Kosten im Griff behalten. Im Jahr 2027 sollen sie weniger als 55 Prozent der ErtrĂ€ge aufzehren. Im ersten Quartal fielen die absoluten Kosten um fĂŒnf Prozent niedriger aus als im Vorjahreszeitraum.
