dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 29.04.2026 - 17.00 Uhr
29.04.2026 - 17:05:04 | dpa.deROUNDUP 2/Teure Energie: Iran-Krieg treibt Inflation auf 2,9 Prozent
WIESBADEN - Der Ölpreisschock infolge des Iran-Kriegs hat die Inflationsrate in Deutschland Richtung Drei-Prozent-Marke getrieben. Waren und Dienstleistungen waren im April 2,9 Prozent teurer als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt auf Basis vorläufiger Daten errechnet hat. So hoch lag die Inflation zuletzt im Januar 2024, über drei Prozent war die Rate zuletzt im Dezember 2023 mit 3,7 Prozent.
ROUNDUP 3: Gesundheits-Sparpaket auf dem Weg - Reicht der Puffer?
BERLIN - Auf gesetzlich Versicherte kommen höhere Zuzahlungen und Einschnitte bei Leistungen zu, damit die Krankenkasse nicht noch teurer wird. Das Bundeskabinett brachte Gesetzespläne von Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) auf den Weg, die dazu auch Milliarden-Ausgabenbremsen bei Praxen, Kliniken und Pharmabranche vorsehen. Der "Puffer" gegen erneute Beitragsanhebungen soll nun aber kleiner ausfallen als zunächst geplant. In den Beratungen im Parlament könnte es noch Änderungen an dem Entwurf geben.
USA: Auftragseingänge langlebiger Güter steigen stärker als erwartet
WASHINGTON - In den USA sind die Aufträge für langlebige Güter im März stärker als erwartet gestiegen. Die Bestellungen legten im Vergleich zum Vormonat um 0,8 Prozent zu, wie das US-Handelsministerium am Mittwoch in Washington nach einer ersten Schätzung mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt nur einen Anstieg um 0,5 Prozent erwartet. Die Aufträge waren zudem im Vormonat um revidierte 1,2 Prozent gesunken. Ursprünglich war ein Rückgang um 1,3 Prozent ermittelt worden.
Finanzminister: Derzeit bei Schuldenbremse nichts geplant
BERLIN - Finanzminister Lars Klingbeil plant nach eigenen Worten derzeit keine Aussetzung der Schuldenbremse, schließt dies bei einer Zuspitzung der Wirtschaftskrise aber auch nicht aus. "Wir planen das gerade nicht, aber natürlich ist klar, dass in der Verantwortung der Bundesregierung liegt, dass wir die Situation monitoren, dass wir das jederzeit bewerten", sagte der SPD-Politiker in Berlin.
ROUNDUP: EU erlaubt mehr Staatshilfen für Industrie und Landwirte
BRÜSSEL - Angesichts der Energiekrise lockert die EU ihre strengen Regeln für staatliche Beihilfe für begrenzte Zeit und ermöglicht Mitgliedstaaten so Hilfsmaßnahmen für die energieintensive Industrie, Landwirtschaft und den Verkehrsbereich. Die Mitgliedstaaten könnten der energieintensiven Industrie vorübergehend höhere Vergünstigungen beim Strompreis geben und unter anderem Landwirte bei den gestiegenen Kosten für Düngemittel und Kraftstoff entlasten. Die Europäische Kommission hat dafür einen neuen Beihilferahmen eingeführt, der bis Ende Dezember gilt.
Eurozone: Wirtschaftsstimmung trübt sich überraschend stark ein
BRÜSSEL - Die Wirtschaftsstimmung in der Eurozone hat sich im April spürbar verschlechtert. Der Economic Sentiment Indicator (ESI) fiel im Vergleich zum revidierten Vormonatswert um 3,2 Punkte auf 93,0 Punkte, wie die Europäische Kommission am Mittwoch in Brüssel mitteilte. Der Konjunkturindikator sank damit den dritten Monat in Folge.
Renten steigen um 4,24 Prozent
BERLIN - Die Bezüge der über 21 Millionen Rentnerinnen und Rentner in Deutschland steigen zum 1. Juli um 4,24 Prozent. Das Bundeskabinett beschloss dafür eine Verordnung von Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD). Verantwortlich für die Steigerung ist die Lohnentwicklung. Infolge der Erhöhung steigt zum Beispiel eine monatliche Rente von 1.000 Euro um gut 42 Euro. Der Bundesrat muss noch zustimmen.
Trump droht Iran: 'NO MORE MR. NICE GUY'
WASHINGTON - US-Präsident Donald Trump erhöht den Druck auf Teheran, zu einer Verhandlungslösung mit den USA zu kommen. Mit einem Post auf seiner Plattform Truth Social drohte er: "Der Iran bekommt es nicht auf die Reihe. Sie wissen nicht, wie man einen Anti-Atomwaffen-Deal abschließt. Sie sollten sich lieber bald schlaumachen!"
Ifo-Index sackt ab - Stimmung in der ostdeutschen Wirtschaft düster
DRESDEN - Die Stimmung in der ostdeutschen Wirtschaft hat sich im April erheblich verschlechtert. Wie das Ifo-Institut in Dresden mitteilte, sank der Geschäftsklimaindex von 88,9 Punkten im März auf 86,2 Punkte im April. Die Firmen beurteilten ihre derzeitige Geschäftslage demnach schlechter als im Vormonat und schraubten auch die Erwartungen für die kommenden Monate herunter.
Eurozone: Wachstum der Geldmenge etwas höher als erwartet
FRANKFURT - Das Wachstum der Geldmenge im Euroraum hat sich im März etwas stärker als erwartet beschleunigt. Die breit gefasste Geldmenge M3 stieg im Jahresvergleich um 3,2 Prozent, wie die Europäische Zentralbank am Mittwoch in Frankfurt mitteilte. Im Februar war die Geldmenge M3 noch um 3,0 Prozent gewachsen. Volkswirte hatten im Schnitt für März mit einer Rate von 3,1 Prozent gerechnet.
Kundenhinweis: ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.
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