Irans, PrÀsident

Irans PrÀsident ordnet Freischaltung des Internets an

25.05.2026 - 20:40:16 | dpa.de

Irans PrÀsident Massud Peseschkian hat die Freischaltung des internationalen Internets angeordnet.

Damit reagierte er auf eine Entscheidung eines "Sonderstabs", der zuvor mehrheitlich fĂŒr die Wiederfreigabe gestimmt hatte. Laut Nachrichtenagentur Fars musste der Beschluss vor Inkrafttreten noch vom PrĂ€sidenten bestĂ€tigt werden.

Ein konkretes Datum fĂŒr die Entsperrung wurde bislang nicht genannt. Mitte Mai hatten iranische Medien jedoch ĂŒber eine mögliche Freischaltung am 5. Juni berichtet.

Sperrung hatte erhebliche wirtschaftliche Folgen

Die Regierung hatte den Zugang zum weltweiten Internet seit Kriegsbeginn am 28. Februar nahezu vollstĂ€ndig blockiert. Seither konnten die rund 90 Millionen Iraner nur das sogenannte "nationale Internet" nutzen, in dem ausschließlich staatlich genehmigte Webseiten erreichbar sind.

Die Sperre hatte neben gesellschaftlichen auch erhebliche wirtschaftliche Folgen. Besonders betroffen waren die mehr als eine Million Online-HĂ€ndler im Land, deren Einnahmen durch die Blockade massiv eingeschrĂ€nkt wurden. Offiziell begrĂŒndet der Staat die Abschaltung mit Sicherheitsbedenken. Beobachter gehen jedoch davon aus, dass die FĂŒhrung vor allem verhindern wollte, dass Berichte, Bilder und Videos ĂŒber das tatsĂ€chliche Ausmaß der KriegsschĂ€den sowie ĂŒber die Stimmung im Land in sozialen Medien verbreitet werden.

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