IREN Aktie: B. Riley hebt Ziel auf 88 Dollar
28.05.2026 - 06:49:03 | boerse-global.deIREN bekommt den nÀchsten Schub nicht durch eine neue GPU-Bestellung. Diesmal treiben ein höheres Kursziel und auffÀllig aktive OptionsgeschÀfte die Story. Der Markt spielt damit ein klares Thema: Stromzugang wird bei KI-Rechenzentren zur knappen Ware.
Die Aktie hat sich lÀngst von einer reinen Bitcoin-Mining-ErzÀhlung gelöst. Bewertet wird nun, ob IREN aus gesicherter Energie, RechenzentrumskapazitÀt und Finanzierung schnell genug echte Cloud-UmsÀtze bauen kann.
B. Riley hebt die Messlatte
B. Riley erhöhte das Kursziel fĂŒr IREN auf 88 Dollar von zuvor 83 Dollar und bestĂ€tigte das Votum âBuyâ. Die Analysten verweisen auf schnellere VertragsabschlĂŒsse im Umfeld von Digital Mining und KI-Infrastruktur.
Bei einem zuletzt genannten Kurs von 67,84 Dollar liegt das neue Ziel rund 29,7 Prozent darĂŒber. Das ist kein kleiner Abstand, sondern ein klares Signal fĂŒr die Neubewertung von Strom und Ausbaugeschwindigkeit.
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In Frankfurt schloss die Aktie am Mittwoch bei 58,33 Euro, nach 16,71 Prozent Plus in sieben Tagen und 53,72 Prozent in einem Monat. Die annualisierte VolatilitĂ€t ĂŒber 30 Tage liegt bei 131,29 Prozent.
Der Kern der Analyse ist weniger spektakulĂ€r als die Kursbewegung. B. Riley sieht einen höheren Aufschlag fĂŒr gesicherte Megawatt und verlĂ€ssliche Umsetzung. Lokaler Widerstand, lange NetzanschlĂŒsse und EngpĂ€sse bei ElektroausrĂŒstung bremsen viele Projektentwickler.
Optionsmarkt setzt auf Tempo
Auch am Derivatemarkt stieg die AktivitÀt deutlich. Gehandelt wurden 80.200 Calls, etwa doppelt so viele wie erwartet. Die implizite VolatilitÀt kletterte um fast sechs Punkte auf 109,29 Prozent.
Besonders aktiv waren kurz laufende Calls mit Strikes bei 65 und 63 Dollar. Zusammen kamen diese Kontrakte auf rund 26.800 StĂŒck.
Das Put/Call-VerhĂ€ltnis lag bei 0,23. Das spricht klar fĂŒr Nachfrage nach AufwĂ€rtsexposure und weniger fĂŒr Absicherung. Kein Wunder, dass die Aktie in einem solchen Umfeld weiter angezogen hat.
Strom wird zur Bewertungsfrage
IREN selbst hat den Markt zuletzt auf KapazitÀtsausbau eingeschworen. Das Unternehmen meldete vertraglich gesicherte jÀhrlich wiederkehrende UmsÀtze von 3,1 Milliarden Dollar. Bis Ende 2026 peilt das Management 3,7 Milliarden Dollar an.
Der Ausbau der KI-Cloud-KapazitĂ€t auf 1.210 Megawatt befindet sich fĂŒr 2027 bereits im Bau. Genau diese Pipeline erklĂ€rt, warum Investoren bereit sind, hohe Erwartungen einzupreisen.
Operativ ist der Ăbergang aber noch sichtbar. Im jĂŒngsten Quartal sank der Umsatz auf 144,8 Millionen Dollar nach 184,7 Millionen Dollar im Vorquartal. Als GrĂŒnde nannte das Management niedrigere Bitcoin-Preise und den Abbau alter Mining-Hardware vor GPU-Installation und Abrechnung.
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Der Nettoverlust weitete sich auf 247,8 Millionen Dollar aus, nach 155,4 Millionen Dollar zuvor. Das bereinigte EBITDA fiel auf 59,5 Millionen Dollar nach 75,3 Millionen Dollar.
Finanziell hat IREN allerdings Spielraum. Ende April lagen die liquiden Mittel bei 2,6 Milliarden Dollar. Die nahen Investitionen will das Unternehmen ĂŒber vorhandene Barmittel, operativen Cashflow, GPU-Finanzierungen und weitere Finanzierungsinitiativen stemmen.
Im Mai schloss IREN zudem eine Wandelanleihe ĂŒber 3,0 Milliarden Dollar ab. Nach AbschlĂ€gen, Provisionen und geschĂ€tzten Kosten flossen netto etwa 2,96 Milliarden Dollar zu.
Der nĂ€chste PrĂŒfstein liegt in der Umsetzung. IREN muss aus VertrĂ€gen, GPUs und gesichertem Strom laufende Cloud-UmsĂ€tze machen. Gelingt das planmĂ€Ăig, bleibt der Megawatt-Aufschlag plausibel; Verzögerungen bei Netzanschluss oder AusrĂŒstung wĂŒrden ihn schnell angreifen.
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