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iShares EM ex China ETF: 10 Prozent Monats-Absturz

Veröffentlicht am: 18.07.2026 um 21:03 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Der Fonds verliert fast zehn Prozent, da die starke Gewichtung von Taiwan und Südkorea im IT-Sektor zum Risiko wird.

iShares EM ex China ETF: Kursrutsch durch Halbleiter-Konzentration
Ein starker Abwärtstrend auf einem Finanzdiagramm über einer verschwommenen Stadtlandschaft bei Dämmerung, der den Marktrückgang symbolisiert. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Ein Sommergewitter am Aktienmarkt trifft den iShares MSCI Emerging Markets ex China ETF besonders hart. Innerhalb weniger Wochen verlor der Fonds fast zehn Prozent an Wert. Die Strategie, das Reich der Mitte konsequent auszuklammern, offenbart nun ihre größte Schwäche. Es ist eine riskante Wette auf den Halbleitersektor.

Der ETF schloss die Handelswoche bei 91,78 US-Dollar ab. Das entspricht einem Rückgang von über sechs Prozent in nur sieben Tagen. Der Relative-Stärke-Index (RSI) sank parallel dazu auf einen Wert von 38. Die Euphorie des ersten Halbjahres scheint vorerst verflogen zu sein.

Klumpenrisiko im Halbleitersektor

Der Verzicht auf China führt automatisch zu einer Verschiebung der Gewichte. Das Kapital fließt verstärkt in andere Schwellenländer. Die Konzentration im Portfolio ist dadurch erheblich gestiegen. Allein Taiwan macht 33,16 Prozent des Index aus, gefolgt von Südkorea mit 28,96 Prozent.

Indien steuert weitere 13,65 Prozent bei. Diese Verteilung führt dazu, dass mehr als die Hälfte des Kapitals im IT-Sektor liegt. Doch der Erfolg der vergangenen Monate hat seinen Preis. Schwergewichte wie Samsung Electronics und SK Hynix bestimmen nun fast im Alleingang über Wohl und Wehe des Fonds.

Diese einseitige Ausrichtung war lange Zeit ein Renditeturbo. Anfang Juli lag das Plus für das laufende Jahr noch bei rund 34 Prozent. Damit hängte der ETF klassische Schwellenländer-Fonds mit China-Anteil deutlich ab. Nun droht sich dieser Trend umzukehren.

Verhaltene Aussichten

Experten blicken skeptisch auf die kurzfristige Entwicklung. Morningstar stufte den ETF Mitte Juli mit einem neutralen Rating ein. Das quantitative Modell erwartet aktuell keine klare Outperformance gegenüber der Konkurrenz. Die Analysten sehen ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Chancen und Risiken.

Die Kostenquote des Fonds liegt bei 0,25 Prozent. Damit bleibt das Produkt für langfristige Investoren günstig. Allerdings belastet die hohe Volatilität, die zuletzt annualisiert über 40 Prozent betrug, das Nervenkostüm der Anleger.

In der kommenden Woche startet der Handel unter schwierigen Vorzeichen. Die globale Chip-Nachfrage gibt nun den Takt vor. Anleger achten besonders auf die Unterstützung beim 52-Wochen-Tief von rund 75 US-Dollar. Hält diese Marke nicht, könnte sich der Abwärtstrend weiter beschleunigen. Das Schicksal des Fonds hängt nun fast vollständig an der IT-Hardware aus Taiwan und Südkorea.

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