Israel weitet BodeneinsÀtze im Libanon aus
26.05.2026 - 18:54:02 | dpa.deZiel sei es, die direkte Bedrohung fĂŒr die israelischen BĂŒrger sowie israelische Soldaten abzuwehren, sagte ein MilitĂ€rvertreter der Deutschen Presse-Agentur.
Aus libanesischen Sicherheitskreisen hieĂ es, schwere israelische Angriffe im SĂŒden deuteten auf eine mögliche Ausweitung der Bodenoffensive in Richtung Norden hin. Seit einem Aufruf der israelischen Armee zur Evakuierung der Stadt Nabatija habe es mindestens 20 Angriffe gegeben, hieĂ es. Im Libanon herrscht Sorge vor einer erneuten dauerhaften Besatzung des SĂŒdens. Israel war 1982 in das Nachbarland einmarschiert und erst 2000 wieder abgezogen.
Im Krieg zwischen Israel und der Hisbollah gilt seit April 2026 eigentlich eine Waffenruhe. Die gegenseitigen Angriffe wurden jedoch nicht eingestellt. Am Montagabend hatte Israels MinisterprĂ€sident Benjamin Netanjahu bereits angekĂŒndigt, dass die Angriffe auf die Hisbollah verstĂ€rkt wĂŒrden.
Der israelische MilitĂ€rvertreter sagte, dass die Armee "gezielte" EinsĂ€tze auch in Gegenden jenseits der sogenannten "gelbe Linie", die sechs bis zehn Kilometer entfernt von der israelischen Grenze im SĂŒdlibanon verlĂ€uft, begonnen habe. Hinter dieser Linie waren bereits zuvor israelische Bodentruppen stationiert. In dieser Zone liegen auch Dutzende libanesische Dörfer.
Berichte: Auch EinsÀtze nördlich des Litani-Flusses
Israelische Bodentruppen sollen mehreren Medienberichten zufolge auch EinsĂ€tze nördlich des Litani-Flusses ausfĂŒhren. Dieser verlĂ€uft etwa 30 Kilometer nördlich der israelischen Grenze. Laut einem frĂŒheren Abkommen sollte sich die Hisbollah-KĂ€mpfer hinter diesen Fluss zurĂŒckziehen. Unter anderem die israelische Nachrichtenseite "ynet" berichtete, Ziel der Ausweitung der BodeneinsĂ€tze sei es auch, gegen die von der Hisbollah eingesetzten Sprengstoffdrohnen vorzugehen und die vom Iran unterstĂŒtzte Miliz weiter zurĂŒckzudrĂ€ngen.
Die Hisbollah teilte mit, sie habe israelische Truppen und MilitĂ€rfahrzeuge im SĂŒden mit Raketen, Drohnen und Artillerie angegriffen. Israels Armee hatte am Nachmittag wieder Beschuss mit mehreren mit Sprengstoff beladenen Drohnen der vom Iran unterstĂŒtzten Miliz gemeldet.
So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!
FĂŒr. Immer. Kostenlos.
