Japans Wirtschaftsleistung geht nicht so stark zurĂŒck wie zunĂ€chst angenommen
Veröffentlicht am: 08.09.2026 um 08:15 Uhr | dpa, AD HOC NEWSZudem legten die Löhne so stark zu wie seit vielen Jahren nicht mehr und auch die Bankkredite ziehen weiter krÀftig an. Alles in allem untermauern die am Dienstag veröffentlichten Daten die Erwartungen der Experten, dass die japanische Notenbank ihre Zinsen weiter anhebt.
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) zog in den drei Monaten bis Ende Juni im Vergleich zum Vorquartal auf das Jahr endgĂŒltigen Daten zufolge um 1,4 Prozent an. Dies teilte die japanische Regierung am Dienstag in Tokio auf Basis einer zweiten SchĂ€tzung mit. Mitte August hatten die Statistiker auf Basis der ersten SchĂ€tzung ein Plus von 1,1 Prozent gemeldet.
Die AufwĂ€rtsrevision blieb allerdings hinter den Erwartungen der Experten zurĂŒck. Die von Bloomberg befragten Volkswirte hatten mit einem revidierten Wachstum von 1,8 Prozent gerechnet. Mit den aktualisierten Daten fĂ€llt der RĂŒckgang der Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal nicht ganz so stark aus, wie zunĂ€chst angenommen.
Zum Jahresauftakt war die Wirtschaft noch um 1,9 Prozent gewachsen. Ende vergangenen Jahres hatte die Wachstumsrate bei 1,1 Prozent gelegen. Der Grund fĂŒr das nach oben revidierte Wachstum im zweiten Quartal ist vor allem ein deutlich geringerer RĂŒckgang der Investitionen als zunĂ€chst angenommen.
Die Daten zum Wirtschaftswachstum stĂŒtzen nach EinschĂ€tzung von Experten die Erwartung, dass die japanische Notenbank bei ihrer nĂ€chsten Sitzung am 18. September ihre Zinsen anheben wird und dies gegebenenfalls im Dezember noch einmal tut.
Weitere am Dienstag veröffentlichte Daten geben den Erwartungen fĂŒr eine Zinsanhebung durch die japanische Notenbank weiteres Futter. So stiegen die Löhne so stark wie seit 1997 nicht mehr. Zudem lag die Wachstumsrate der Bankkredite zum fĂŒnften Mal in Folge ĂŒber der Marke von fĂŒnf Prozent.
