Jindal, Poly

Jindal Poly Films Aktie: Massive Vorwürfe

03.04.2026 - 11:42:10 | boerse-global.de

Der indische Folienhersteller meldet einen massiven operativen Einbruch und sieht sich mit einer beispiellosen Sammelklage sowie rechtlichen Schritten der Börsenaufsicht konfrontiert.

Jindal Poly Films Aktie: Massive Vorwürfe - Foto: über boerse-global.de

Jindal Poly Films sieht sich mit einer gefährlichen Mischung aus tiefroten Zahlen und massiven juristischen Vorwürfen konfrontiert. Am Mittwoch rutschte die Aktie ungebremst um fünf Prozent ab, da Verkäufer den Markt fluteten, während Käufer vollständig fehlten. Im Zentrum der Krise steht die erste Sammelklage der indischen Unternehmensgeschichte.

Historische Sammelklage belastet

Der indische Hersteller von Verpackungsfolien steht unter intensivem regulatorischem Druck. Das zuständige Berufungsgericht (NCLAT) wies Ende Februar einen Einspruch des Unternehmens zurück und machte damit den Weg für eine beispiellose Sammelklage frei. Minderheitsaktionäre werfen der Führung von Jindal Poly Films vor, rund 2.500 Crore Rupien (ca. 275 Millionen Euro) durch unterbewertete Verkäufe veruntreut zu haben.

Zusätzlich hat die indische Börsenaufsicht SEBI rechtliche Schritte eingeleitet. Dabei geht es um Abschreibungen auf Investitionen in Höhe von 760 Crore Rupien im Zusammenhang mit Jindal India Powertech. Die Aufsichtsbehörde vermutet hier schwerwiegende Verstöße gegen geltende Richtlinien. Die Börse forderte das Unternehmen bereits formell zur Aufklärung über diese Entwicklungen und die daraus resultierenden heftigen Kursbewegungen auf.

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Operativer Einbruch in Rekordtempo

Parallel zur juristischen Front verschlechterte sich die wirtschaftliche Lage im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2025/2026 dramatisch. Der Konzern meldete einen Nettoverlust von 96,41 Crore Rupien. Im Vorjahreszeitraum stand noch ein kleiner Gewinn von 4,11 Crore Rupien in den Büchern.

Besonders alarmierend ist der massive Rückgang der Umsatzerlöse. Diese brachen von 1.185,94 Crore Rupien im Vorjahr auf nur noch 371,66 Crore Rupien ein. Dieser operative Kollaps verstärkt die Sorgen der Anleger, dass das Unternehmen nicht nur mit rechtlichen Altlasten, sondern auch mit einem wegbrechenden Kerngeschäft zu kämpfen hat.

Die nächsten Schritte hängen nun vom National Company Law Tribunal (NCLT) ab, das die Vorwürfe der Sammelklage inhaltlich prüfen wird. Zeitgleich steht die geforderte Stellungnahme gegenüber der SEBI zu den umstrittenen Abschreibungen aus.

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