Johnson & Johnson profitiert weiterhin von Krebsmitteln - hebt Jahresziele an
Veröffentlicht am: 15.07.2026 um 13:36 Uhr | dpa, AD HOC NEWSTreiber waren vor allem neue Krebsmedikamente und Arzneien fĂŒr EntzĂŒndungskrankheiten, wie der Konzern am Mittwoch in New Brunswick mitteilte. Konzernchef Joaquin Duato sprach von einem starken Jahresviertel und hob die Prognosen fĂŒr das Gesamtjahr erneut an. Die Aktie gab im vorbörslichen Handel 1,6 Prozent nach, die Resultate mit Medizintechnik blieben hinter den Erwartungen von Experten zurĂŒck. Allerdings hat sich das Papier ĂŒber die vergangenen 12 Monate mehr als 60 Prozent verteuert.
In den drei Monaten bis Ende Juni erzielte Johnson & Johnson einen Umsatz von gut 25 Milliarden US-Dollar, das waren 6,6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Damit ĂŒbertraf das Unternehmen die durchschnittlichen Erwartungen von Analysten. Dazu trugen vor allem das Blockbuster-Medikament Darzalex zur Behandlung des multiplen Myeloms, einer Krebserkrankung des Knochenmarks, sowie die beiden Lungenkrebsmedikamente Rybrevant und Lazcluze bei. Der bereinigte Gewinn legte um fast fĂŒnf Prozent auf 2,90 Dollar je Aktie zu.
FĂŒr das Gesamtjahr ist nun ein Erlös von bis zu 101,4 Milliarden Dollar angepeilt, statt zuletzt bis zu 101,3 Milliarden. Den bereinigten Gewinn erwartet der Konzern nun bei 11,60 bis 11,75 Dollar je Aktie, zuvor standen hier noch 11,45 bis 11,65 Dollar im Plan.
Derweil war es das erste vollstĂ€ndige Quartal mit UmsĂ€tzen fĂŒr ein neues Psoriasis-PrĂ€parat in Tablettenform. Der Pharmakonzern hofft, dass Icoytde ein Bestseller wird. Nach EinschĂ€tzungen von Finanzchef Joseph Wolk könnte das PrĂ€parat dem Unternehmen einen Umsatz in Höhe von mehreren Milliarden Dollar einbringen. "Es könnte eines der erfolgreichsten Medikamente von Johnson & Johnson werden", sagte der Manager der Nachrichtenagentur Bloomberg.
Der Konzern investiert krĂ€ftig in die MarkteinfĂŒhrung neuer Medikamente, um die sinkenden UmsĂ€tze mit Stelara auszugleichen. Die ExklusivitĂ€t des Immunsuppressivums zur Behandlung schwerer chronisch-entzĂŒndlicher Erkrankungen wie etwa Schuppenflechte und GelenkentzĂŒndungen ist im vergangenen Jahr abgelaufen. Ăber den Bereich Krebs hinaus investiert der Konzern auch in Medikamente fĂŒr psychiatrische Erkrankungen. Dazu zĂ€hlt Caplyta, ein Medikament gegen Schizophrenie und bipolare Depression, das das Unternehmen im vergangenen Jahr erworben hat.
