Kearney-Report: Luxusbranche vor der Konsolidierung
18.03.2026 - 00:00:26 | boerse-global.deDer globale Luxusmarkt wĂ€chst 2026 nur noch moderat. Das geht aus dem neuen Branchenreport der Unternehmensberatung Kearney hervor. Die Analysten korrigieren die Erwartungen nach unten und prognostizieren ein Wachstum von lediglich zwei bis vier Prozent. FĂŒr Premiummarken bedeutet das: Die Zeit der einfachen Preiserhöhungen ist vorbei.
Neue Wachstumsmotoren in Asien
Die USA, Europa und China bleiben die unverzichtbaren AnkermĂ€rkte. Doch die Dynamik verlagert sich. Japan und SĂŒdostasien entwickeln sich zu neuen Treibern, angetrieben von Investitionen und wachsendem Wohlstand.
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Im Nahen Osten hingegen bremsen geopolitischen Spannungen das Wachstum. Kearney rĂ€t zu einer engmaschigen Ăberwachung der Verkaufszahlen in den Golfstaaten. Auch in China wird gezielter konsumiert. Die durchschnittlichen Pro-Kopf-Ausgaben fĂŒr Luxus sollen dort um rund vier Prozent sinken. WĂ€hrend die Generation Z ihr Budget einschrĂ€nkt, hĂ€lt die kaufkrĂ€ftige Mittelschicht die Stellung.
Die obersten zwei Prozent kaufen die HĂ€lfte
Ein zentraler Trend: Der Markt konzentriert sich auf die absolute Spitze. Die obersten zwei Prozent der KÀufer verantworten fast die HÀlfte aller UmsÀtze. Diese vermögenden Stammkunden sind das neue Fundament der Branche.
Die aufstrebenden KĂ€ufer hingegen ĂŒberdenken ihre PrioritĂ€ten. Statt in klassische Statussymbole wie teure Uhren oder groĂe Lederwaren zu investieren, flieĂt ihr Geld zunehmend in Schmuck und exklusive Erlebnisse. Die MarkenloyalitĂ€t dieser Gruppe ist gefĂ€hrdet, warnt der Report. Wer nur die Preise erhöht, ohne Mehrwert zu bieten, verliert sie.
KI wird zur fundamentalen Infrastruktur
Gleichzeitig durchlebt die Branche einen kreativen Umbruch. Im vergangenen Jahr gab es dreimal so viele Wechsel an der Spitze der Kreativabteilungen wie ĂŒblich. Die HĂ€user suchen nach neuen Narrativen, denn das historische Erbe allein reicht nicht mehr.
Parallel dazu etabliert sich KĂŒnstliche Intelligenz als fundamentale Infrastruktur. Von der Trendvorhersage ĂŒber das Design bis zur Kundenbetreuung durchdringen intelligente Systeme alle Prozesse. Sichtbarkeit wird kĂŒnftig nicht durch Hype, sondern durch Klarheit und Vertrauen verdient.
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Vom Produkt zum Ăkosystem
Laut Nora Kleinewillinghoefer, Kearney-Partnerin und Leiterin fĂŒr Mode und Luxus, befindet sich die Branche in einer gesunden Konsolidierung. Die Gewinner werden jene sein, die echte Relevanz schaffen â durch KreativitĂ€t, klaren Mehrwert und tiefe Kundenbindung.
Das traditionelle GeschĂ€ftsmodell hat ausgedient. Erfolgreiche Marken verkaufen heute keine isolierten Produkte mehr, sondern ganze Ăkosysteme aus physischen GĂŒtern, exzellentem Service und unvergesslichen Erlebnissen. Die niedrigere Wachstumsprognose unterstreicht: Die Ăra der einfachen Margensteigerungen ist vorbei.
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