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25.06.2026 - 15:50:20 | dpa.de

KfW bringt europĂ€ischen Ukraine-Aufbaufonds gemeinsam mit Partnern an den Start Frankfurt am Main -- Neues Instrument soll private Investitionen in den Wiederaufbau der Ukraine mobilisieren - Fonds soll bis Ende 2027 auf ein Zielvolumen von einer Milliarde Euro wachsen - Bis zu sechs bis sieben Milliarden Euro Investitionen in die ukrainische Wirtschaft dadurch möglichDie KfW hat im Auftrag des Bundesministeriums fĂŒr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und der EuropĂ€ischen Kommission gemeinsam mit europĂ€ischen Partnern den EuropĂ€ischen Flaggschifffonds fĂŒr den Wiederaufbau der Ukraine an den Start gebracht.

KfW bringt europÀischen Ukraine-Aufbaufonds gemeinsam mit Partnern an den Start Frankfurt am Main (ots) -

- Neues Instrument soll private Investitionen in den Wiederaufbau der Ukraine mobilisieren - Fonds soll bis Ende 2027 auf ein Zielvolumen von einer Milliarde Euro wachsen - Bis zu sechs bis sieben Milliarden Euro Investitionen in die ukrainische Wirtschaft dadurch möglich

Die KfW hat im Auftrag des Bundesministeriums fĂŒr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und der EuropĂ€ischen Kommission gemeinsam mit europĂ€ischen Partnern den EuropĂ€ischen Flaggschifffonds fĂŒr den Wiederaufbau der Ukraine an den Start gebracht. Im Rahmen der Ukraine Recovery Conference in Danzig zeichnete die KfW [heute] erstmals Anteile an dem neuen Fonds. Das europĂ€ische Konsortium besteht aus den Regierungen Deutschlands, Italiens, Polens und Frankreichs, deren Entwicklungsbanken, der EuropĂ€ischen Kommission sowie der EuropĂ€ischen Investitionsbank (EIB). FĂŒr Deutschland wohnte Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan der Unterzeichnung bei.

Entwicklungsministerin Alabali Radovan:

"Deutschland ist ein Wegbereiter des EuropĂ€ischen Wiederaufbaufonds. Gemeinsam setzen wir auf Reformen, Widerstandskraft, Aufbau und Zukunft. Der Wiederaufbau der Ukraine braucht neben öffentlichen Mitteln auch private Investitionen. Diese Zusammenarbeit ist ein Gewinn fĂŒr die europĂ€ische Zukunft der Ukraine und fĂŒr Deutschland und Europa: Von einer starken Ukraine profitieren auch wir, unsere Wirtschaft und Sicherheit."

Der Fonds soll Kapital von öffentlichen Förderbanken und privaten Investoren fĂŒr den Wiederaufbau der Ukraine mobilisieren und direkt in private Projekte in strategischen Sektoren der ukrainischen Wirtschaft investieren. Im Fokus stehen dabei unter anderem der Wiederaufbau von Energieinfrastruktur, der Ausbau erneuerbarer Energien, industrielle Fertigungsanlagen sowie digitale Infrastruktur wie Rechenzentren.

Aufgesetzt wurde der Fonds von einem Konsortium der Fondsverwaltungen Amber Infrastructure aus Großbritannien und Dragon Capital, einer fĂŒhrenden ukrainischen Private-Equity-Verwaltung. Beide Unternehmen hatten sich zuvor in einem europaweiten Auswahlverfahren durchgesetzt.

"Durch den Wiederaufbau entstehen konkrete Investitionschancen - etwa in den Bereichen Energieinfrastruktur, erneuerbare Energien, digitale Infrastruktur, industrielle AusrĂŒstung sowie Transport und Logistik. Das sind Felder, in denen auch deutsche und europĂ€ische Unternehmen wichtige BeitrĂ€ge leisten können. Der Fonds hilft, private Investitionen in der Ukraine zu ermöglichen und zugleich wirtschaftliche Verbindungen zwischen der Ukraine und Europa weiter zu vertiefen", sagte Christiane Laibach, KfW-VorstĂ€ndin fĂŒr internationale Finanzierungen.

"Eine stabile und wirtschaftlich widerstandsfĂ€hige Ukraine ist auch ein zentraler Faktor fĂŒr die europĂ€ische Sicherheitsarchitektur. Mit dem neuen Fonds schaffen wir gemeinsam mit unseren europĂ€ischen Partnern ein Instrument, das öffentliche Mittel gezielt einsetzt, um privates Kapital fĂŒr den Wiederaufbau zu mobilisieren", betonte sie weiter.

Die Weltbank schĂ€tzt die Kosten fĂŒr den Wiederaufbau der Ukraine auf 524 Milliarden US-Dollar. Eine Summe in dieser GrĂ¶ĂŸenordnung ist nur gemeinsam mit privaten Investoren aufzubringen. Der neue Fonds setzt genau hier an: Öffentliche Geber stellen Kapital fĂŒr eine sogenannte Erstverlusttranche bereit und mindern damit die Risiken fĂŒr private Investoren.

Gemeinsam bringen die öffentlichen Geber bis zu 220 Millionen Euro in diesen Risikopuffer ein. Darin enthalten sind jeweils 15 Millionen Eurovon Deutschland, Italien, Frankreich und Polen ĂŒber deren Förderbanken. Die EU wird ĂŒber die EIB, die KfW und die italienische Förderbank Cassa Depositi e Prestiti (CDP) weitere Mittel in den Fonds einbringen.

Auf dieser Grundlage soll der Fonds zusĂ€tzliches Kapital von privaten Investoren einwerben. Die geplante ZielgrĂ¶ĂŸe betrĂ€gt eine Milliarde Euro bis Ende 2027. Als Ankerinvestor stellt der Fonds Eigenkapital fĂŒr Projektgesellschaften und Unternehmen bereit und versetzt sie so in die Lage, weiteres Eigen- und Fremdkapital auf Projektebene einzuwerben. Bei einem Fondsvolumen von einer Milliarde Euro können so nach aktueller Planung in der Folge Investitionen von rund sechs bis sieben Milliarden Euro ermöglicht werden.

Der Fonds soll noch in diesem Jahr seine InvestitionstĂ€tigkeit aufnehmen. Die KfW bringt dabei ihre langjĂ€hrige Erfahrung in der Strukturierung von Risikokapital und Erstverlusttranchen ein. Sie zĂ€hlt weltweit zu den grĂ¶ĂŸten Investorinnen in solche Tranchen.

Der Fonds ist Teil eines breiteren KfW-Engagements fĂŒr Stabilisierung und Wiederaufbau der Ukraine. Im Rahmen der Ukraine Recovery Conference werden dabei weitere Vorhaben vorangebracht. Dazu zĂ€hlt die Weiterentwicklung der ukrainischen National Development Institution, eines langjĂ€hrigen Partners der KfW, die kĂŒnftig eine noch stĂ€rkere Rolle bei der Wiederaufbaufinanzierung und der Förderung kleiner und mittlerer Unternehmen ĂŒbernehmen soll.

Über die DEG - Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH, eine Tochter der KfW-Bankengruppe - werden indes privatwirtschaftliche Investitionen in der Ukraine unterstĂŒtzt. FĂŒr drei zusĂ€tzliche Vorhaben von Unternehmen wurden wĂ€hrend der Konferenz rund 13,5 Millionen Euro aus dem Programm UkraineConnect zugesagt. Dazu zĂ€hlt auch eine Investition von GOLDBECK SOLAR, einem deutschen Familienunternehmen im Bereich erneuerbare Energien, in hybride Solarparks mit Batteriespeichern. Das Vorhaben soll dazu beitragen, die Energieversorgung der Ukraine zu stabilisieren, weiter zu dekarbonisieren und stĂ€rker zu dezentralisieren.

UkraineConnect wird gemeinsam vom Bundesministerium fĂŒr Wirtschaft und Energie (BMWE) und der DEG umgesetzt und aus BMWE-Mitteln finanziert. Das Programm unterstĂŒtzt deutsche und europĂ€ische Unternehmen dabei, Investitionen in der Ukraine auch unter schwierigen Rahmenbedingungen zu realisieren, und ergĂ€nzt bestehende Instrumente wie Exportkredit- und Investitionsgarantien. Rund sechs Monate nach dem Start hatte das BMWE angekĂŒndigt, die Mittel fĂŒr UkraineConnect um rund 38 Millionen Euro aufzustocken.

Außerdem werden auf der Konferenz weitere Vereinbarungen in zentralen Bereichen wie Energieversorgung und Gesundheit geschlossen. Dazu gehören unter anderem ein Zuschussvertrag mit dem ukrainischen Netzbetreiber Ukrenergo, ein gemeinsames Vorhaben mit BMWE und EBRD im Energiesektor, ein Projekt zur Frauengesundheit mit dem ukrainischen Gesundheitsministerium sowie ein Beitrag zum Ukraine Relief, Recovery, Reconstruction and Reform Trust Fund der Weltbank.

Weitere Informationen zum Engagement der KfW in der Ukraine finden Sie unter:

FĂŒr mehr Widerstandskraft der Ukraine | KfW Entwicklungsbank (https://www.kfw-entwicklungsbank.de/%C3%9Cber-uns/Ukraine/)

Pressekontakt:

KfW, Palmengartenstr. 5 - 9, 60325 Frankfurt Konzernkommunikation und Markensteuerung (KK), Frank Brandmaier, Tel. +49 1520 9782737 E-Mail: mailto:frank.brandmaier@kfw.de, Internet: http://www.kfw.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/41193/6302370 OTS: KfW

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