Cyberkriminalität, Rekordniveau

KI treibt Cyberkriminalität auf Rekordniveau

13.04.2026 - 20:41:23 | boerse-global.de

Ein aktueller Report zeigt eine Explosion von KI-gestützten Cyberangriffen, die zu Milliardenschäden führen. Deepfakes, Hardware-Lücken und neue Trojaner bedrohen Unternehmen und Verbraucher gleichermaßen.

KI treibt Cyberkriminalität auf Rekordniveau - Foto: über boerse-global.de

Ein aktueller Report des Sicherheitsdienstleisters iProov zeigt das Ausmaß: Injection-Angriffe auf Mobilgeräte stiegen in der zweiten Jahreshälfte 2025 um über 1.100 Prozent. Experten sprechen von einer neuen Ära des Identitätsdiebstahls.

Deepfakes imitieren Führungskräfte

Besonders besorgniserregend ist der Einsatz täuschend echter KI-Videos, sogenannter Deepfakes. Laut Marktuntersuchungen wurden bereits 41 Prozent der befragten Unternehmen damit angegriffen. Kriminelle imitieren damit Führungskräfte, um Mitarbeiter zu finanziellen Transaktionen zu manipulieren.

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In den USA beziffert die Federal Trade Commission (FTC) den Schaden durch KI-Betrug innerhalb eines Jahres auf 12,5 Milliarden Dollar. Allein über 5 Milliarden entfielen auf Investmentbetrug. Das FBI warnt vor einer neuen Qualität des Voice-Clonings: Täter imitieren die Stimmen von Angehörigen, um in Telefonaten Notlagen vorzutäuschen und Geld zu erpressen.

Auch in Europa steigen die Schäden. Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd meldete für das erste Quartal 2026 rund 650.000 Euro Schaden durch sogenannte Schockanrufe.

Jedes vierte Android-Smartphone betroffen

Neben sozialer Manipulation rücken fundamentale Hardware-Schwachstellen in den Fokus. Eine kritische Lücke in MediaTek-Chips (CVE-2026-20435) betrifft Schätzungen zufolge jedes vierte Android-Smartphone weltweit. Angreifer mit physischem USB-Zugang können Geräte in unter einer Minute entsperren und sensible Daten wie Fotos oder Krypto-Wallet-Informationen stehlen.

Gleichzeitig verbreiten sich neue Schadprogramme. Der Banking-Trojaner „Mirax“ gelangt in Europa über manipulierte Streaming-Apps in soziale Medien auf die Geräte. Er verwandelt sie in Proxy-Knoten, um kriminellen Datenverkehr zu anonymisieren.

Sicherheitsforscher entdeckten zudem über 50 scheinbar harmlose Apps im Google Play Store, die den Trojaner „NoVoice“ enthielten. Dieser klont WhatsApp-Sitzungen und überdauert sogar Werksresets.

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Phishing wird durch KI wieder brandgefährlich

Klassische Angriffe wie Phishing erleben durch KI eine Renaissance. Fast die Hälfte der US-Verbraucher hat bereits digitale Betrugsversuche erlebt. Der Anteil von SMS-Betrug (Smishing) stieg auf 30 Prozent. Aktuell warnen US-Behörden vor gefälschten Parkstrafen per SMS, die über QR-Codes auf betrügerische Zahlungsseiten führen.

In Deutschland häufen sich gefälschte E-Mails im Namen großer Banken oder des Zahlungsdienstleisters Klarna. Moderne Phishing-Kits passen gefälschte Login-Seiten in Echtzeit an die Interaktion des Opfers an und umgehen so sogar Zwei-Faktor-Authentifizierungen.

Große Plattformen stehen selbst in der Kritik. Gegen LinkedIn laufen Sammelklagen in den USA und Europa. Das Netzwerk soll Browsererweiterungen ausspähen und Gerätedaten unverschlüsselt weitergeben. LinkedIn weist die Vorwürfe zurück.

Warum wir so anfällig sind

Trotz der Bedrohung klafft eine gefährliche Lücke im Sicherheitsbewusstsein. Fast die Hälfte der Internetnutzer traut sich zwar zu, KI-Inhalte zu erkennen. Doch nur 19 Prozent überprüfen tatsächlich die Quelle von Informationen. Ein Drittel ergreift keinerlei Maßnahmen zur Verifizierung.

Hinzu kommt die technologische Abhängigkeit: 93 Prozent der Deutschen sehen das Land bei digitalen Schlüsseltechnologien als abhängig von Drittstaaten an. Die Nutzung europäischer Alternativen bei Smartphones (5 %) oder KI-Anwendungen (6 %) ist jedoch verschwindend gering.

Experten fordern eine innovationsfreundliche Regulierung, um sichere europäische Basistechnologien zu fördern. Die Sicherheit digitaler Infrastrukturen sei nur durch eine Kombination aus technologischer Aufrüstung, strengerer Regulierung und mehr Medienkompetenz zu gewährleisten.

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