KION, DE000KGX8881

KION Group-Aktie (DE000KGX8881): Quartalszahlen, Sparprogramm und Ausblick im Fokus

21.05.2026 - 14:50:30 | ad-hoc-news.de

Die KION Group hat im April 2026 Zahlen fĂŒr das erste Quartal vorgelegt und zugleich ihr Effizienz- und Sparprogramm konkretisiert. Was bedeuten Margenentwicklung, Auftragseingang und Kostendruck fĂŒr die weitere Entwicklung des Logistikspezialisten aus Sicht von Anlegern?

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Die Aktie der KION Group steht nach den jĂŒngsten Quartalszahlen und der Konkretisierung eines umfassenden Effizienzprogramms erneut im Fokus der Anleger. Der Konzern berichtete am 25.04.2026 Ergebnisse fĂŒr das erste Quartal 2026 und verwies auf ein anspruchsvolles Marktumfeld mit gedĂ€mpfter Investitionsbereitschaft in der Intralogistik, aber auch auf Fortschritte bei Margen und Free Cashflow, wie aus der Unternehmensmitteilung hervorgeht, die unter anderem von dpa-AFX ausgewertet wurde, laut finanzen.net Stand 29.04.2026.

Im Berichtsquartal Januar bis MĂ€rz 2026 erzielte die KION Group nach Unternehmensangaben einen Konzernumsatz im mittleren einstelligen Milliardenbereich, der gegenĂŒber dem Vorjahr leicht zurĂŒckging, wĂ€hrend das bereinigte EBIT und die EBIT-Marge dank Kosteneinsparungen leicht zulegten. Zugleich zeigte sich der Auftragseingang rĂŒcklĂ€ufig, was der Konzern mit einem zyklisch schwĂ€cheren NeugeschĂ€ft in einzelnen Regionen und einer selektiveren Auftragsannahme im Bereich automatisierter Lagerlösungen begrĂŒndete, wie aus der QuartalsprĂ€sentation hervorgeht, auf die sich ein Bericht von Reuters Stand 26.04.2026 bezieht.

Stand: 21.05.2026

Von der Redaktion - spezialisiert auf Aktienberichterstattung.

Auf einen Blick

  • Name: KION Group
  • Sektor/Branche: Intralogistik, Gabelstapler, automatisierte Lagertechnik
  • Sitz/Land: Frankfurt am Main, Deutschland
  • KernmĂ€rkte: Europa, Nordamerika, Asien-Pazifik
  • Wichtige Umsatztreiber: Flurförderzeuge, Lagerautomation, Service und Aftermarket
  • Heimatbörse/Handelsplatz: Xetra (Ticker KNN)
  • HandelswĂ€hrung: Euro

KION Group: KerngeschÀftsmodell

Die KION Group zĂ€hlt zu den weltweit fĂŒhrenden Anbietern von Intralogistiklösungen. Das KerngeschĂ€ft umfasst die Entwicklung, Produktion und den Vertrieb von Flurförderzeugen wie Gabelstaplern und LagertechnikgerĂ€ten sowie automatisierten Materialflusslösungen. Mit Marken wie Linde Material Handling und STILL adressiert der Konzern ein breites Kundenspektrum von mittelstĂ€ndischen Betrieben bis zu globalen Konzernen, die ihre Lager- und Produktionslogistik effizienter und sicherer gestalten wollen, wie aus der Unternehmensdarstellung hervorgeht, auf die sich ein Bericht von Handelsblatt Stand 15.03.2026 bezieht.

Strukturell gliedert sich die KION Group in zwei wesentliche Segmente: Industrial Trucks & Services sowie Supply Chain Solutions. Im Segment Industrial Trucks & Services bĂŒndelt der Konzern das Stapler- und LagertechnikgeschĂ€ft inklusive Mietflotten, GebrauchtgerĂ€ten und Dienstleistungen. Supply Chain Solutions deckt automatisierte Lager- und Förderanlagen, Softwarelösungen sowie entsprechende Serviceleistungen ab und profitiert von langfristigen Trends wie E-Commerce, wachsender Lagerautomatisierung und einer zunehmenden Vernetzung von Logistikprozessen, wie eine Branchenanalyse von Börse Frankfurt Stand 18.02.2026 hervorhebt.

Das GeschĂ€ftsmodell ist stark projektgetrieben und zyklisch geprĂ€gt, insbesondere im Bereich der Großprojekte fĂŒr automatisierte Distributionszentren. Gleichzeitig sorgen Service, Wartung und Ersatzteile fĂŒr einen wiederkehrenden Umsatzstrom mit vergleichsweise stabileren Margen. Durch langfristige Kundenbeziehungen und installierte Basis kann KION im Aftermarket kontinuierliche Erlöse erzielen, was den Konzern in konjunkturell schwierigeren Phasen unterstĂŒtzt. Zudem arbeitet das Management daran, den Anteil von Software und digitalen Services zu erhöhen, um das GeschĂ€ftsmodell skalierbarer und margenstĂ€rker auszurichten.

Finanzierungsseitig agiert die KION Group als klassischer Industriekonzern mit signifikanter Fertigungstiefe und einem weltweiten Produktions- und Servicenetzwerk. Dies bedeutet hohe Fixkosten, die bei schwankender Auslastung auf die ProfitabilitĂ€t wirken, aber im Aufschwung Skaleneffekte ermöglichen. FĂŒr Anleger ist daher neben der Nachfrageentwicklung in der Industrie- und Lagerlogistik insbesondere die KapazitĂ€tsauslastung und Kostenstruktur des Konzerns entscheidend.

Wichtigste Umsatz- und Produkttreiber von KION Group

Ein zentraler Umsatztreiber fĂŒr die KION Group ist das klassische Stapler- und LagertechnikgeschĂ€ft. Kunden investieren in Flurförderzeuge, um Waren innerhalb von Lagern, Produktionshallen und Distributionszentren zu transportieren. Die Nachfrage hĂ€ngt stark von der allgemeinen Investitionsbereitschaft in Industrie und Handel ab, aber auch von Ersatzbedarf und Flottenmodernisierungen, beispielsweise beim Umstieg auf emissionsĂ€rmere oder energieeffizientere Fahrzeuge. Der Konzern berichtet regelmĂ€ĂŸig, dass Elektro- und Lithium-Ionen-Antriebe im NeugeschĂ€ft an Bedeutung gewinnen, was auch die technologische Positionierung der Marke beeinflusst.

Ein zweiter, strategisch noch wichtigerer Wachstumstreiber ist der Bereich Supply Chain Solutions. Hier entwickelt und installiert die KION Group hochautomatisierte Lager- und Sortiersysteme, die hĂ€ufig in E-Commerce-Zentren, bei Lebensmittel- und KonsumgĂŒterlogistikern oder in der Industrie eingesetzt werden. GroßauftrĂ€ge in diesem Segment können Umsatz und Ergebnis einzelner Quartale spĂŒrbar beeinflussen, da Projekte oft im dreistelligen Millionenbereich liegen. Laut einem Branchenbericht, auf den sich manager magazin Stand 20.01.2026 bezieht, profitiert der Konzern in diesem Segment von der anhaltenden Nachfrage nach effizienteren Lieferketten, steht aber auch im Wettbewerb mit globalen Systemintegratoren.

Service und Aftermarket spielen ebenfalls eine zentrale Rolle. Die Wartung von Flotten, Ersatzteilversorgung, langfristige ServicevertrĂ€ge und digitale Flottenmanagementlösungen sorgen fĂŒr wiederkehrende Erlöse und stabilere Margen. In vielen Regionen generiert der Servicebereich einen zweistelligen Anteil am Gesamtumsatz und trĂ€gt ĂŒberproportional zum Ergebnis bei. FĂŒr die KION Group ist der kontinuierliche Ausbau dieses GeschĂ€fts wichtig, um Schwankungen im zyklischen NeumaschinengeschĂ€ft abzufedern und die Kundenbindung zu stĂ€rken.

Zudem versucht der Konzern, ĂŒber Software und datenbasierte Services zusĂ€tzliche Erlösquellen zu erschließen. Lösungen zur Optimierung von Lagerlayouts, zur Steuerung von autonomen Fahrzeugen oder zur Integration von Robotik in bestehende Systeme werden zunehmend nachgefragt. Diese Angebote können im Rahmen von Projekten verkauft oder als laufende Lizenz- und ServicevertrĂ€ge gestaltet werden, was das Potenzial fĂŒr wiederkehrende UmsĂ€tze weiter erhöht.

Ein weiterer Faktor sind regionale Wachstumschancen, insbesondere in Nordamerika und Asien. In diesen MĂ€rkten investiert die KION Group in Produktion, Vertrieb und Service, um nĂ€her am Kunden zu sein und Lieferzeiten zu verkĂŒrzen. Gleichzeitig geht es darum, von der Verlagerung von Produktionsketten, dem Ausbau von Logistikinfrastruktur und dem wachsenden Onlinehandel zu profitieren. VerĂ€nderungen in Handelsströmen, Zollpolitik oder Förderprogrammen können daher direkten Einfluss auf die Auftragslage des Konzerns haben.

Aktueller News-Trigger: Quartalszahlen Q1 2026 und Effizienzprogramm

Der wichtigste aktuelle Auslöser fĂŒr die Diskussion um die KION-Group-Aktie sind die am 25.04.2026 vorgelegten Zahlen fĂŒr das erste Quartal 2026 und die gleichzeitige Konkretisierung eines Effizienz- und Sparprogramms. Laut dem veröffentlichten Zwischenbericht gingen die UmsĂ€tze im Segment Supply Chain Solutions im Vergleich zum Vorjahresquartal spĂŒrbar zurĂŒck, wĂ€hrend das StaplergeschĂ€ft stabiler verlief. Die bereinigte EBIT-Marge des Konzerns zeigte sich verbesssert, was das Management vor allem auf Kostensenkungen und eine striktere Projektselektion zurĂŒckfĂŒhrte, wie aus der Unternehmensmitteilung hervorgeht, auf die sich ein Bericht von dpa-AFX Stand 25.04.2026 stĂŒtzt.

Im Rahmen der Veröffentlichung bekrĂ€ftigte KION seine Jahresprognose fĂŒr 2026. Der Konzern stellte ein Umfeld mit verhaltenem Marktvolumen in Aussicht, betonte aber, dass weitere Effizienzmaßnahmen und eine stĂ€rkere Fokussierung auf margenstarke Projekte die ProfitabilitĂ€t stabilisieren sollen. Anleger interessierten sich vor allem fĂŒr die Entwicklung des Auftragseingangs im Bereich automatisierte Lagerlösungen, da dieser Bereich in den vergangenen Jahren stark gewachsen war, aber nun unter einer Normalisierung der Nachfrage sowie intensiverem Wettbewerb leidet, wie eine Analyse von Börse Online Stand 27.04.2026 zusammenfasst.

Das Effizienzprogramm umfasst laut Unternehmensangaben unter anderem den Abbau von Strukturoverhead, die Optimierung der Produktionsnetzwerke sowie eine stĂ€rkere Standardisierung von Komponenten und Plattformen. Ein Teil des Maßnahmenpakets wurde bereits 2025 gestartet und soll sich ab 2026 zunehmend in den Zahlen niederschlagen. Das Management betonte im Zuge des Quartalsberichts, dass trotz Einsparungen weiterhin in Zukunftstechnologien, Digitalisierung und WachstumsmĂ€rkte investiert werden soll. Damit versucht der Konzern, die Balance zwischen kurzfristiger Ergebnisverbesserung und langfristiger WettbewerbsfĂ€higkeit zu halten.

FĂŒr den Kapitalmarkt ist zudem relevant, wie sich die Maßnahmen auf den Free Cashflow auswirken. Die KION Group verwies im ersten Quartal 2026 auf eine Verbesserung des operativen Cashflows im Vergleich zum Vorjahr, was unter anderem auf ein strikteres Working-Capital-Management zurĂŒckgefĂŒhrt wurde. In der Vergangenheit hatte ein hoher Projektanteil im Supply-Chain-GeschĂ€ft zu Schwankungen bei Cashflow und Working Capital gefĂŒhrt. Die jetzt eingeleiteten Schritte sollen diese VolatilitĂ€t reduzieren und die Finanzkraft des Konzerns stĂ€rken.

Die Reaktion der Aktie auf die vorgelegten Zahlen und das Effizienzprogramm fiel laut Handelsdaten gemischt aus. Am Handelstag nach der Zahlenvorlage schwankte der Kurs im Bereich weniger Prozentpunkte, wobei kurzfristige Anleger zwischen der Verbesserung der ProfitabilitĂ€t und der schwĂ€cheren Auftragslage im Supply-Chain-Segment abwogen. Zugleich blieb die Unsicherheit ĂŒber die mittelfristige Nachfragedynamik in zentralen MĂ€rkten wie Europa und Nordamerika ein Belastungsfaktor.

Finanzentwicklung: Umsatz, Ergebnis und Cashflow im Fokus

Im ersten Quartal 2026 erzielte die KION Group laut dem am 25.04.2026 veröffentlichten Zwischenbericht einen Konzernumsatz im niedrigen einstelligen Milliardenbereich. Damit lag der Wert leicht unter dem Niveau des Vorjahresquartals, was das Unternehmen mit einem schwĂ€cheren ProjektgeschĂ€ft im Segment Supply Chain Solutions sowie einer bewussten Fokussierung auf profitablere AuftrĂ€ge begrĂŒndete. Der Auftragseingang ging ebenfalls zurĂŒck, blieb aber im Rahmen der Erwartungen, die das Management im Zuge der Jahresprognose formuliert hatte.

Das bereinigte EBIT verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahresquartal leicht. In der Kommunikation hob der Konzern hervor, dass insbesondere das StaplergeschĂ€ft von einer besseren PreisqualitĂ€t und Effizienz profitiert habe. Die bereinigte EBIT-Marge des Konzerns stieg im ersten Quartal 2026 gegenĂŒber dem Vorjahr, was das Management als Beleg dafĂŒr wertete, dass das laufende Effizienzprogramm zu greifen beginne. Zugleich wurde darauf hingewiesen, dass der Weg zu einer nachhaltig höheren ProfitabilitĂ€t angesichts eines herausfordernden Umfelds und eines intensiven Wettbewerbs weiter anspruchsvoll bleibe.

Beim Free Cashflow meldete die KION Group eine spĂŒrbare Verbesserung. Der Konzern verwies auf ein strengeres Management von VorrĂ€ten und Forderungen sowie auf eine gezieltere Projektsteuerung. Diese Faktoren fĂŒhrten dazu, dass im Vergleich zu frĂŒheren Quartalen weniger Kapital im Working Capital gebunden war. FĂŒr Anleger ist diese Entwicklung wichtig, da sie darĂŒber Auskunft gibt, wie viel finanzieller Spielraum dem Unternehmen fĂŒr Investitionen, Schuldenabbau oder Dividendenzahlungen zur VerfĂŒgung steht. In der Vergangenheit hatten hohe Projektvolumina und Verzögerungen bei der Abnahme von Großanlagen phasenweise zu erheblichen Schwankungen im Cashflow gefĂŒhrt.

Auf der Bilanzseite betonte der Konzern, dass sich die Verschuldungssituation im Rahmen der Planung bewege. Die Nettoverschuldung blieb nach Unternehmensangaben auf einem Niveau, das der Vorstand als angemessen beschrieb. Gleichwohl bleibt der Kapitalmarkt sensibel fĂŒr VerĂ€nderungen beim Verschuldungsgrad, da dieser ein wichtiger Indikator fĂŒr die finanzielle Robustheit in einer zyklischen Branche ist. Ratingagenturen achten insbesondere auf das VerhĂ€ltnis von Verschuldung zu EBITDA sowie auf die FĂ€higkeit, auch in schwĂ€cheren Phasen ausreichend Cashflow zu generieren, um Investitionen und Zinszahlungen zu decken.

Der Ausblick auf das Gesamtjahr 2026 wurde im Zuge der Q1-Veröffentlichung bestĂ€tigt. Die KION Group geht von einer stabilen bis leicht rĂŒcklĂ€ufigen Nachfrage im StaplergeschĂ€ft in reifen MĂ€rkten aus, wĂ€hrend in Wachstumsregionen wie Asien und ausgewĂ€hlten Segmenten des E-Commerce weiter Chancen gesehen werden. Im Bereich Supply Chain Solutions rechnet das Management mit einer Normalisierung nach Jahren starken Wachstums, was sich in einem selektiveren ProjektgeschĂ€ft und einem Fokus auf ProfitabilitĂ€t niederschlĂ€gt.

Marktumfeld und branchenspezifische Trends

Das Marktumfeld fĂŒr die KION Group ist stark von den Investitionsentscheidungen ihrer Kunden in Industrie, Handel und Logistik abhĂ€ngig. Die Nachfrage nach Flurförderzeugen korreliert hĂ€ufig mit der allgemeinen wirtschaftlichen AktivitĂ€t und der Entwicklung des verarbeitenden Gewerbes. In Phasen hoher Auslastung investieren Unternehmen verstĂ€rkt in neue GerĂ€te und Flottenerweiterungen, wĂ€hrend in schwĂ€cheren Konjunkturphasen eher Modernisierungen und Wartungen im Vordergrund stehen. Die Unsicherheiten rund um globale Lieferketten, Energiepreise und Zinsniveau beeinflussen die Investitionsbereitschaft zusĂ€tzlich.

Langfristig wirken zunehmende Automatisierung und Digitalisierung der Lagerprozesse tendenziell unterstĂŒtzend fĂŒr Anbieter wie die KION Group. E-Commerce, Omnichannel-Handel und Just-in-time-Logistik erhöhen den Bedarf an effizienten, vernetzten Systemen. Studien von Branchenbeobachtern, auf die sich Fachmedien wie Automobilwoche Stand 10.02.2026 beziehen, erwarten fĂŒr automatisierte Lagerlösungen mittelfristig ein Wachstum ĂŒber dem allgemeinen IndustriegĂŒterdurchschnitt. Allerdings erfordert der Wettbewerb um GroßauftrĂ€ge hohe Vorleistungen und Projektkompetenz, weshalb Fehlkalkulationen die ProfitabilitĂ€t beeintrĂ€chtigen können.

Ein weiterer Trend ist die zunehmende Bedeutung nachhaltiger Lösungen. Kunden achten stÀrker auf Energieeffizienz, CO2-Bilanz und Ressourcenschonung. Dies betrifft nicht nur die Antriebe der Flurförderzeuge, sondern auch die gesamte Systemarchitektur von Lagern und Distributionszentren. Die KION Group arbeitet nach eigenen Angaben an der Erweiterung ihres Angebots an elektrischen Fahrzeugen, an energieeffizienten Komponenten sowie an Software, die den Energieverbrauch von Anlagen optimieren kann. Zudem spielen Kreislaufwirtschaft, GebrauchtgerÀte und Remanufacturing eine wachsende Rolle.

Regional betrachtet bleibt Europa ein Kernmarkt fĂŒr die KION Group, doch Nordamerika und Asien gewinnen an Gewicht. In Nordamerika lockt insbesondere der Ausbau moderner Distributionszentren und E-Commerce-Infrastruktur, wĂ€hrend in Asien der wachsende Binnenkonsum und der Aufbau neuer Logistiknetzwerke Chancen eröffnen. Gleichzeitig stehen Anbieter in diesen Regionen im Wettbewerb mit lokalen und internationalen Akteuren, die teils aggressiv um Marktanteile werben. Preisdruck und Anforderungen an lokale Wertschöpfung können die Margenentwicklung beeinflussen.

Technologisch rĂŒcken Robotik und autonome Fahrzeuglösungen immer stĂ€rker in den Vordergrund. In vielen modernen Lagern kommen fahrerlose Transportsysteme, Shuttles und Roboter zum Einsatz, die mit klassischer Fördertechnik kombiniert werden. FĂŒr die KION Group entsteht daraus die Notwendigkeit, bestehende Stapler- und Lagertechnikkompetenz mit Software, Sensorik und KI-basierten Steuerungssystemen zu verbinden. Kooperationen mit Technologiepartnern, interne Entwicklungsprojekte und ZukĂ€ufe können dabei eine Rolle spielen.

Relevanz der KION-Group-Aktie fĂŒr deutsche Anleger

FĂŒr Anleger in Deutschland ist die KION-Group-Aktie aus mehreren GrĂŒnden von Interesse. Zum einen zĂ€hlt das Unternehmen zu den bedeutenden Industrie- und Technologiewerten am deutschen Aktienmarkt und ist im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Die Aktie wird auf Xetra gehandelt und ist Bestandteil wichtiger Indizes, die von institutionellen und privaten Investoren genutzt werden. Damit ist der Wert hĂ€ufig im Blick von Fonds, ETFs und aktiv verwalteten Depots.

Zum anderen ist die KION Group ein Vertreter der industriellen Basis, die fĂŒr die deutsche und europĂ€ische Wirtschaft eine zentrale Rolle spielt. Logistik, Lagerhaltung und innerbetriebliche Transportprozesse bilden einen wichtigen Bestandteil vieler Wertschöpfungsketten. VerĂ€nderungen in den Investitionsbudgets der Industrie oder strukturelle Trends wie Re-Industrialisierung, Verlagerung von Produktionsstandorten oder Ausbau von E-Commerce-Infrastruktur wirken sich direkt auf Anbieter wie KION aus. FĂŒr Anleger, die die langfristige WettbewerbsfĂ€higkeit des Industriestandorts Europa im Blick haben, bietet die Aktie damit einen indirekten Blick auf diese Entwicklungen.

DarĂŒber hinaus spielt die KION Group in der Diskussion um Transformation und Nachhaltigkeit eine Rolle. Der Umstieg auf emissionsĂ€rmere Antriebssysteme, die Effizienzsteigerung von Lagerprozessen und die Digitalisierung der Logistik können dazu beitragen, EnergieverbrĂ€uche und Emissionen zu senken. Gleichzeitig entstehen Investitionsbedarfe bei den Kunden, die sich in Projekten fĂŒr Flurförderzeuge und automatisierte Systeme niederschlagen. FĂŒr Anleger, die sich mit Themen wie Energiewende, Dekarbonisierung und nachhaltiger Logistik befassen, liefert die KION-Group-Aktie daher Einblicke in ein relevantes Teilsegment.

Risiken bleiben dennoch prĂ€sent. Zyklische Schwankungen, Wettbewerb, Projekt- und AusfĂŒhrungsrisiken sowie Kosten- und Lieferkettenprobleme können die kurzfristige Ergebnislage spĂŒrbar beeinflussen. Zudem sind die Bewertungen von Industrie- und Technologiewerten am Kapitalmarkt empfindlich gegenĂŒber Zinsentwicklungen und Risikoaversion. Anleger, die die KION-Group-Aktie beobachten, berĂŒcksichtigen daher neben operativen Kennzahlen auch makroökonomische Faktoren wie Zinsniveau, Konjunkturindikatoren und Investitionsklima.

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Fazit

Die KION Group befindet sich in einer Phase, in der Effizienz und ErgebnisqualitĂ€t besonders im Fokus stehen. Die im April 2026 veröffentlichten Zahlen fĂŒr das erste Quartal zeigen eine leicht rĂŒcklĂ€ufige Umsatzentwicklung bei gleichzeitig verbesserter ProfitabilitĂ€t und einem solideren Free Cashflow. Dies verdeutlicht, dass das eingeleitete Effizienzprogramm erste Wirkung entfaltet, auch wenn der Weg zu einer nachhaltig höheren Marge angesichts der zyklischen und wettbewerbsintensiven Branche anspruchsvoll bleibt.

FĂŒr Anleger bleibt entscheidend, wie sich die Nachfrage nach Flurförderzeugen und automatisierten Lagerlösungen in den kommenden Quartalen entwickelt und ob es der KION Group gelingt, Auftragslage und Margen in Einklang zu bringen. Die langfristigen Trends hin zu Automatisierung, Digitalisierung und nachhaltiger Logistik sprechen grundsĂ€tzlich fĂŒr einen strukturell interessanten Markt, doch kurzfristige Schwankungen bei Großprojekten und eine verhaltene Investitionsbereitschaft können fĂŒr VolatilitĂ€t sorgen. Die Aktie spiegelt damit sowohl Chancen aus technologischer und struktureller Sicht als auch branchentypische Risiken und KonjunkturabhĂ€ngigkeiten wider.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Aktien sind volatile Finanzinstrumente.

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