EQS-News: Kirchhoff Consult und DSW veröffentlichen Prognosestudie 2026: Zahl transparenter Prognoseberichte im DAX 40 steigt (deutsch)
26.06.2026 - 09:02:39 | dpa.deKirchhoff Consult und DSW veröffentlichen Prognosestudie 2026: Zahl transparenter Prognoseberichte im DAX 40 steigt
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Kirchhoff Consult und DSW veröffentlichen Prognosestudie 2026: Zahl
transparenter Prognoseberichte im DAX 40 steigt
26.06.2026 / 09:02 CET/CEST
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KIRCHHOFF PROGNOSESTUDIE | 2026
Kirchhoff Consult und DSW veröffentlichen Prognosestudie 2026: Zahl
transparenter Prognoseberichte im DAX 40 steigt
* 17 der DAX 40-Unternehmen erreichen hohe Prognosetransparenz (Vorjahr:
14)
* 19 Konzerne in mittlerer Transparenzkategorie (Vorjahr: 23)
* Beiersdorf und Deutsche Bank mit niedriger Prognosequalität
* Best Practice: Deutsche Telekom und Fresenius mit besonders
transparenten Berichten
* Lediglich zehn DAX 40-Konzerne geben einen Ausblick zu
Nachhaltigkeitskennzahlen
* Nur fünf Unternehmen geben einen konkreten mittelfristigen Ausblick
Hamburg, 26. Juni 2026 - Die Hamburger Kommunikations- und Strategieberatung
für Finanzkommunikation und ESG Kirchhoff Consult veröffentlicht gemeinsam
mit der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz e.V. (DSW) die
diesjährige Prognosestudie zur Transparenz der Prognoseberichte der DAX
40-Unternehmen. Die seit 2005 regelmäßig durchgeführte Untersuchung bewertet
sowohl qualitative als auch quantitative Aussagen zur künftigen
Geschäftsentwicklung der Unternehmen. Grundlage der aktuellen Analyse bilden
die Prognoseberichte aus den Geschäftsberichten 2025. Hinsichtlich der
untersuchten Unternehmen gab es im Vergleich zum Vorjahr zwei Veränderungen
im DAX 40: die Porsche AG sowie Sartorius mussten den Index verlassen. Neu
im deutschen Leitindex sind der Systemanbieter GEA und Scout24, Anbieter für
Internet-Dienstleistungen, Online-Marktplätze und PropTech. Airbus und
Qiagen legten keine Prognoseberichte vor, weshalb sie in der Untersuchung
erneut nicht berücksichtigt wurden.
Auf Basis von 15 Kriterien wurden die Prognoseberichte in die
Transparenzkategorien "hoch", "mittel" und "niedrig" eingeteilt. Mit 17
Unternehmen erreichte knapp die Hälfte der DAX 40-Konzerne die Kategorie
"hoch" (Vorjahr: 14). Zu diesen zählen die Best-Practice-Berichte der
Deutschen Telekom und des Gesundheitsdienstleisters Fresenius. Die
Unternehmen Beiersdorf und Deutsche Bank erreichen lediglich eine niedrige
Prognosetransparenz, da diese weder Konzernergebnis noch Segmentergebnisse
quantifizieren. 19 Unternehmen legten Prognoseberichte mittlerer Transparenz
vor (Vorjahr: 23).
Insgesamt ergibt sich somit im Vorjahresvergleich ein ambivalentes Bild:
Einerseits erreichen mehr Unternehmen die höchste Transparenzkategorie,
andererseits gibt es zugleich neue negative Bewertungen am unteren Ende der
Skala. Die mittlere Kategorie verliert entsprechend an Gewicht. In
Anbetracht der zentralen Bedeutung von Prognosen für die Orientierung am
Kapitalmarkt ist diese Entwicklung genau zu beobachten.
Jens Hecht, CFA, Managing Partner bei Kirchhoff Consult: "Selten war die
Welt so sehr von Unsicherheit geprägt wie derzeit. Signale Richtung
Beruhigung der Situation wechseln sich ständig mit neuen Eskalationen ab.
Für Unternehmen bekommt Erwartungsmanagement somit eine noch höhere
Bedeutung. Über kontinuierliche Kommunikation und begründete Aussagen können
sie auch erhebliche Veränderungen der eigenen Erwartungen zur
Unternehmensentwicklung abfedern. Es gilt, die Investoren mitzunehmen und
ihr Vertrauen durch Transparenz zu rechtfertigen."
Deutliche Mehrheit quantifiziert weiterhin Konzernergebnis
Das bedeutendste Kriterium in der Erhebung ist die Prognose des zukünftigen
Konzernergebnisses. Wie auch im Vorjahr quantifizieren 35 Unternehmen in
ihren Prognoseberichten diese Kennzahl. Ergebnisse auf Segmentebene
quantifizieren 22 der 38 untersuchten DAX 40-Konzerne (Vorjahr: 22). Des
Weiteren blicken fünf der Unternehmen mit einem quantifizierten
Ergebnisausblick über das laufende Geschäftsjahr hinaus in die Zukunft
(Vorjahr: 3).
Marc Tüngler, Hauptgeschäftsführer Deutsche Schutzvereinigung für
Wertpapierbesitz e.V. (DSW): "Anleger investieren in die Zukunft. Dabei
erwarten Aktionäre quantifizierte, dem angespannten Umfeld entsprechend
möglichst präzise Ergebnisprognosen. Das ist die entscheidende Währung in
unsicheren Zeiten. Dabei sollten die Emittenten als originäre
Informationsquelle unbedingt die Lufthoheit behalten. Informationen zu den
unterstellten Basisszenarien haben hier eine höhere Bedeutung, je anfälliger
das Geschäft auf externe Faktoren reagiert. Insofern wird keine Punktlandung
bei der Prognose erwartet, sondern vielmehr ein konkreter, nicht zu breiter
Korridor, in dem das Ergebnis landen könnte."
Kein Zusammenhang zwischen Transparenz und Berichtslänge
Wie bereits in den Vorjahren zeigt auch die aktuelle Untersuchung, dass
zwischen der Seitenanzahl und dem Transparenzniveau nicht zwingend ein
Zusammenhang besteht. So liegt die Deutsche Telekom mit dem längsten
Prognosebericht (zehn Seiten) erneut mit an der Spitze. Doch auch Konzerne
wie Bayer, DHL Group, RWE und Siemens erreichen mit lediglich zwei- bis
dreiseitigen Berichten ein hohes Transparenzniveau. Der diesjährige
Durchschnitt liegt bei 4,2 Seiten (Vorjahr: 4,1).
Nichtfinanziellen Leistungsindikatoren kommt weiterhin geringe Bedeutung zu
Der Stellenwert von nichtfinanziellen Leistungsindikatoren in
Prognoseberichten bleibt weiterhin gering. Von den 38 untersuchten DAX
40-Unternehmen veröffentlichen lediglich zehn Prognosen zu nichtfinanziellen
Zielgrößen. Neun dieser zehn Unternehmen quantifizieren ihre Angaben,
während ein Konzern nur qualitative Informationen liefert. Damit blieb die
Anzahl sowohl für die quantifizierten als auch für die qualitativen Angaben
auf dem Niveau des Vorjahres.
Vincent Furnari, Managing Partner bei Kirchhoff Consult: "Ob Nachhaltigkeit
Werttreiber oder Beiwerk ist, entscheidet sich nicht im
Nachhaltigkeitsbericht, sondern im Prognosebericht. Dort zeigt sich, ob ein
Unternehmen seine Klima- und Diversitätsziele mit derselben Verbindlichkeit
prognostiziert wie Umsatz und Ergebnis. Die Vorreiter koppeln ihre
Emissionsziele bereits explizit an die konjunkturelle Entwicklung und
hinterlegen sie z.B. mit quantifizierten Dekarbonisierungseffekten. Dass nur
zehn der DAX 40-Unternehmen Nachhaltigkeitsziele in ihrem Prognosebericht
herunterbrechen, zeigt, wie selten Nachhaltigkeit bislang wirklich
steuerungsrelevant geführt wird. Wer die haftungsrechtlichen Aspekte
prognostischer Ziele scheut, mag gute Gründe haben. Investoren fehlen die
bewertungsrelevanten Informationen trotzdem."
Die Studie finden Sie unter folgendem Link: Prognoseberichtsstudie 2026.
Über Kirchhoff
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deutschsprachigen Raum. Seit über 30 Jahren berät Kirchhoff Kunden in allen
Fragen der Finanz- und Unternehmenskommunikation, bei Geschäfts- und
Nachhaltigkeitsberichten, beim Börsengang, im Bereich der Investor Relations
sowie der ESG- und Nachhaltigkeitskommunikation. 'Designing Sustainable
Value': Kirchhoff verbindet inhaltliche Kompetenz mit exzellentem Design und
schafft damit nachhaltig Werte.
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von Partner-geführten Agenturen. Gemeinsames Ziel: Aufbau des europäischen
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