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Kongsberg Gruppen Aktie: Malaysia fordert 250 Millionen Dollar

26.05.2026 - 17:39:47 | boerse-global.de

Malaysia verlangt über 250 Millionen Dollar Schadenersatz von Kongsberg Gruppen wegen eines geplatzten Raketen-Deals. Der Streit eskaliert nun auf dem Sicherheitsgipfel in Singapur.

Kongsberg Gruppen Aktie: Malaysia fordert 250 Millionen Dollar - Foto: über boerse-global.de
Kongsberg Gruppen Aktie: Malaysia fordert 250 Millionen Dollar - Foto: über boerse-global.de

Malaysia fordert über 250 Millionen US-Dollar Entschädigung von Norwegen. Grund ist ein geplatzter Rüstungsvertrag mit Kongsberg Gruppen – und die Sache kommt jetzt auf die große Bühne.

Das ursprüngliche Abkommen hatte ein Volumen von 124 Millionen Euro. Es sah die Lieferung von Naval Strike Missiles (NSM) für sechs malaysische Kriegsschiffe vor. Doch Norwegen zog die Exportgenehmigungen zurück. Malaysia bestätigte nun, dass es Alternativen aus drei bis vier anderen Nationen prüft.

Der Streit hat handfeste finanzielle Dimensionen: Malaysia will über 250 Millionen Dollar Schadenersatz. Laut Verteidigungsminister Mohamed Khaled Nordin seien bereits 95 Prozent der Vertragssumme geflossen. Kriterien für die Neuvergabe sind Vertrauen, Schiffsumbaukosten, Lieferfristen und der Preis.

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Eklat auf dem Sicherheitsgipfel

Die Verteidigungsminister beider Länder treffen sich Ende Mai 2026 in Singapur. Der Shangri-La Dialogue, Asiens wichtigstes Sicherheitsforum, bietet die Bühne für eine mögliche Einigung. Ob es dazu kommt, ist offen.

An der Börse reagiert die Aktie verhalten. Kongsberg Gruppen notiert am Dienstag bei 29,54 Euro, ein Plus von gut drei Prozent zum Vortag. Der Rücksetzer der vergangenen Wochen bleibt aber spürbar: Das 52-Wochen-Hoch von 38,49 Euro liegt über 23 Prozent entfernt. Der RSI von knapp 32 signalisiert eine technische Überverkaufssituation.

Zweite Front: Unterwasser-Infrastruktur

Parallel dazu rückt ein zweites Geschäftsfeld in den Fokus. Kongsberg-CEO Geir Håøy diskutierte auf der Kongsberg Agenda im Mai den Schutz kritischer Unterwasser-Infrastruktur. Gasleitungen, Stromkabel, Glasfasernetze – die norwegische Verwundbarkeit ist Thema auf höchster Ebene.

Das Unternehmen profiliert sich damit als Sicherheitsdienstleister weit über reine Rüstungslieferungen hinaus. Ein strategischer Vorteil, der im aktuellen Vertragsstreit kaum helfen dürfte – aber das Narrativ für langfristig orientierte Anleger stärkt.

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