KOSPI, BĂ€renmarkt

KOSPI: BĂ€renmarkt nur kurz

Veröffentlicht: 13.07.2026 um 22:50 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Geopolitische Spannungen am Persischen Golf stĂŒrzen den KOSPI kurzzeitig in den BĂ€renmarkt. SK Hynix verliert elf Prozent.

KOSPI BĂ€renmarkt: Iran-Krise trifft Halbleiterwerte hart
Eine BĂ€renstatue, die von einem aufsteigenden grĂŒnen Börsenchart vor der Skyline von Seoul verdeckt wird. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Halbleiterwerte gehörten lange zu den Gewinnern des Jahres – nun bremsen sie den gesamten sĂŒdkoreanischen Markt aus. Der KOSPI rutschte zuletzt kurzzeitig in einen BĂ€renmarkt, ausgelöst von einer neuen Eskalation am Persischen Golf. Wie schnell sich das Bild drehen kann, zeigt der Blick auf die vergangenen Handelstage.

Iran-Spannungen treffen Chipwerte hart

Ausgangspunkt war ein RĂŒckfall in den Nahost-Konflikt: Erneute Angriffe des Iran auf den Schiffsverkehr in der Straße von Hormuz und die folgenden GegenschlĂ€ge der USA schickten die Ölpreise nach oben und die Risikobereitschaft der Anleger nach unten. Der KOSPI verlor daraufhin an einem Handelstag 7,95 Prozent. Die Aktien von SK Hynix, einem der Schwergewichte im Index, brachen um elf Prozent ein.

Der Ausverkauf blieb nicht auf SĂŒdkorea beschrĂ€nkt. Halbleiteraktien verloren im Juli insgesamt knapp zehn Prozent an Wert – nach einer langen Phase, in der sie die Kursentwicklung an den globalen Börsen dominiert hatten.

Der Rest des Marktes hÀlt sich

AuffĂ€llig: WĂ€hrend die Favoriten strauchelten, notieren die Leitindizes der Industrienationen weiterhin nahe ihren Allzeithochs. Abseits der Indexschwergewichte lief es in der Breite ordentlich, Software- und Pharmawerte konnten im Juli sogar zulegen. Die Anleihezinsen zogen im Zuge der Ölpreis-Rally ebenfalls wieder spĂŒrbar an.

Erste FriedensgesprĂ€che wecken zumindest Hoffnung, dass die Eskalation nur von kurzer Dauer bleibt. Sollte sich die Lage am Golf beruhigen, dĂŒrfte der Fokus rasch zurĂŒck auf die laufende Berichtssaison fĂŒr das zweite Quartal wandern.

In den kommenden Tagen liefern mehrere Datenpunkte neue Anhaltspunkte fĂŒr die Marktrichtung: US-Verbraucherpreise am Dienstag, Chinas BIP fĂŒr das zweite Quartal sowie US-Erzeugerpreise am Mittwoch, US-EinzelhandelsumsĂ€tze am Donnerstag und finale Eurozone-Inflationsdaten am Freitag. In der kommenden Woche tagt zudem die EZB – mit einer LeitzinsĂ€nderung wird dabei nicht gerechnet.

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