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Kraft Heinz Aktie: Janelle Aydin neue Global Chief Procurement Officer

Veröffentlicht am: 22.06.2026 um 13:38 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Kraft Heinz bĂŒndelt Einkauf und Lieferkette, teilt das GeschĂ€ft in drei Regionen auf. Die Aktie reagiert verhalten und bleibt unter dem Jahreshoch.

Kraft Heinz: Radikale Neuaufstellung mit neuer Konzernstruktur
Eine selbstbewusste, professionelle Frau in einem modernen BĂŒro, symbolisch fĂŒr eine FĂŒhrungsposition im Beschaffungswesen. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Der Lebensmittelriese Kraft Heinz stellt sein weltweites GeschĂ€ft auf den Kopf. Ab 1. Juli 2026 gilt eine neue Konzernstruktur: Einkauf und Lieferkette werden zusammengelegt, das Unternehmen in drei Regionen aufgeteilt. Die Börse reagiert verhalten — die Aktie notiert bei 19,94 Euro und damit nahe ihrem 50-Tage-Durchschnitt.

Zentralisierung statt Zersplitterung

Das HerzstĂŒck der Reform: Janelle Aydin ĂŒbernimmt die neu geschaffene Position einer Global Chief Procurement and Supply Chain Officer. Sie steuert kĂŒnftig die gesamte Wertschöpfungskette aus einer Hand — von der Rohstoffbeschaffung bis zur Auslieferung. Das Ziel: widerstandsfĂ€higere Lieferketten und schlankere Prozesse.

Gleichzeitig sortiert Kraft Heinz seine Regionen neu. Nordamerika bleibt unter Nico Amaya. Willem Brandt verantwortet Europa und die entwickelten PazifikmĂ€rkte — inklusive der LĂ€nder, die bisher zu den Emerging Markets zĂ€hlten. Die neue SchwellenlĂ€nder-Region fĂŒhrt Marcel Regis.

Zwei Top-Manager verlieren ihre Posten: Cory Onell und Flavio Torres scheiden aus ihren Vorstandsfunktionen aus. Beide bleiben dem Konzern als Berater erhalten. Ein harter Schnitt, aber kein kompletter Bruch.

Strategischer Kurswechsel

CEO Steve Cahillane verspricht sich von der Neuorganisation ein „deutlich beschleunigtes und skalierbares" Wachstum. Interessant: Der Konzern rudert damit von frĂŒheren PlĂ€nen zurĂŒck, die eine Aufspaltung in zwei separate Unternehmen vorsahen.

Der Schritt reiht sich ein in eine Branchenbewegung. Auch Unilever, NestlĂ©, PepsiCo und IFF straffen ihre Strukturen. Der Druck auf die großen Lebensmittelkonzerne wĂ€chst — steigende Rohstoffkosten und verĂ€ndertes Konsumverhalten zwingen zum Handeln.

Kraft Heinz hatte zuvor Investitionen von rund 600 Millionen Dollar in Marketing, Vertrieb, Forschung und Produktverbesserungen angekĂŒndigt. Die neue Struktur soll dieses Geld gezielter einsetzen. Ob das gelingt, zeigt sich in den kommenden Quartalen. Der Markt bleibt vorerst skeptisch — die Aktie notiert 20 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch.

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