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Kraken Robotics Aktie: 615 Millionen für Covelya im Q2 2026

17.05.2026 - 06:39:41 | boerse-global.de

Kraken Robotics verzeichnet Kursverluste, während operative Kennzahlen und die Covelya-Übernahme im Fokus der Anleger stehen.

Kraken Robotics Aktie: 615 Millionen für Covelya im Q2 2026 - Foto: über boerse-global.de
Kraken Robotics Aktie: 615 Millionen für Covelya im Q2 2026 - Foto: über boerse-global.de

Kraken Robotics gerät an der Börse gerade unter Druck. Die Aktie hat sich in den vergangenen Wochen spürbar von ihren Hochs entfernt und notiert zuletzt bei 4,58 Euro. Auf Sicht von 30 Tagen liegt das Minus bei 13,42 Prozent, seit Jahresbeginn aber immer noch im Plus.

Der Kursverlauf zeigt ein klares Muster. Die Aktie handelt unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 5,26 Euro, liegt aber über der 200-Tage-Linie von 4,15 Euro. Der RSI von 60 signalisiert noch keinen überverkauften Zustand. Die Schwankungsbreite bleibt hoch. Kein Wunder, dass Trader auf den nächsten Impuls warten.

Technik trifft auf Wachstum

Operativ läuft das Geschäft weiter solide. Kraken Robotics meldete für 2025 einen Umsatz von 102,2 Millionen kanadischen Dollar. Das entspricht einem Plus von 12,1 Prozent. Treiber waren vor allem SeaPower-Batterien und SAS-Systeme für den Unterwassereinsatz.

Beim Ergebnis fällt das Bild gemischter aus. Der Nettogewinn sank auf 2,86 Millionen kanadische Dollar, nach 20,1 Millionen im Vorjahr. Der Rückgang hat auch mit dem außergewöhnlich hohen Steuervorteil 2024 zu tun. Die Bruttomarge lag 2025 dennoch bei 62 Prozent. Genau hier liegt der Knackpunkt: Wachstum ja, aber die Skalierung kostet Geld.

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Covelya als nächster Prüfstein

Für zusätzliche Spannung sorgt die geplante Übernahme der Covelya Group. Der Deal hat ein Volumen von 615 Millionen Dollar und soll im zweiten Quartal 2026 abgeschlossen werden. Kraken will sich damit breiter im Markt für Unterwassertechnologie aufstellen und die internationale Reichweite ausbauen.

Parallel dazu hat das Unternehmen eine größere Platzierung von Bezugsrechten abgeschlossen. Die Bilanz ist dadurch besser gepolstert. Ende 2025 lagen die liquiden Mittel bei mehr als 120 Millionen Dollar. Hinzu kommt ein voller Auftragsbestand aus Verteidigungs- und kommerziellen Projekten. Für 2026 wurden bereits neue Produktaufträge im Umfang von rund 87 Millionen Dollar gemeldet.

Die Ziele sind ambitioniert

Das Management hält an der Prognose für 2026 fest. Der Umsatz soll zwischen 165 und 175 Millionen Dollar liegen, ohne den Beitrag von Covelya. Beim bereinigten EBITDA peilt das Unternehmen 40 bis 50 Millionen Dollar an. Das ist ein kräftiger Sprung gegenüber 2025.

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Am Markt dürfte jetzt vor allem zählen, ob Kraken die Integration von Covelya sauber hinbekommt und die Bruttomarge im Bereich von 55 bis 60 Prozent hält. Gelingt das, könnte die Aktie wieder Luft nach oben bekommen. Scheitert die Umsetzung, bleibt der jüngste Rücksetzer mehr als nur ein technisches Zwischentief.

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