Kreml spricht von konstruktiven GesprÀchen mit US-Gesandten
Veröffentlicht am: 06.09.2026 um 11:22 Uhr | dpa, AD HOC NEWSDas Treffen mit US-PrĂ€sident Donald Trumps Gesandten ĂŒber eine mögliche Beendigung des Ukraine-Konflikts habe gut drei Stunden gedauert, sagte Putins auĂenpolitischer Berater, Juri Uschakow, in der Nacht. Putin habe sich einmal mehr ĂŒberzeugt gezeigt, dass er die Ziele seines Krieges - den Russland militĂ€rische Spezialoperation nennt - erreichen werde, betonte Uschakow.
Putin habe seine EinschĂ€tzung der Lage abgegeben. "Insbesondere wurden die tatsĂ€chlichen Erfolge der russischen Armee beim Vormarsch im Einsatzgebiet hervorgehoben", sagte Uschakow. Allerdings geben Experten ĂŒber die vermeintlichen und realen Fortschritte der Kriegsparteien im Frontgebiet unterschiedliche EinschĂ€tzungen ab. Immer wieder gibt es Zweifel, ob Putin von seinem Generalstab ĂŒber das Bild wahrheitsgemÀà informiert wird.
Wichtig fĂŒr Russland sei vor allem die Beseitigung der Grundursachen des Konflikts, sagte Uschakow. Dazu zĂ€hlt Moskau etwa das Vorgehen Kiews gegen die in Teilen der Ukraine verbreitete russische Sprache.
Uschakow sagte nichts zu neuen VorschlĂ€gen, die laut Trump und Kreml bei dem Treffen prĂ€sentiert werden sollten. Putin setze darauf, dass Witkoff und Kushner die russische Sicht nun in Kiew ĂŒbermittelten, betonte er. Das lieĂ zunĂ€chst nicht darauf schlieĂen, dass es bei der Lösung des Konflikts Bewegung geben könnte.
Die beiden Gesandten reisen weiter in die ukrainische Hauptstadt, wo sie heute von PrÀsident Wolodymyr Selenskyj empfangen werden sollen. Nach mehreren Russland-Aufenthalten wird dies ihr erster Besuch in der Ukraine sein.
Putin hat zugesichert, in einer auf drei Tage begrenzten Waffenruhe auf Luftangriffe gegen die Stadt Kiew zu verzichten. Selenskyj hatte aber dem russischen MilitÀr vorgeworfen, vor der Anreise der US-Amerikaner demonstrativ die Kiewer FlughÀfen Schuljany und Boryspil beschossen zu haben.
Die bisherigen GesprĂ€che zwischen Putin und Trumps Gesandten hatten auch zu direkten Verhandlungen zwischen Russen und Ukrainern gefĂŒhrt. Sie gerieten allerdings ins Stocken und wurden dann gestoppt, weil Witkoff und Kushner in den vergangenen Monaten vorwiegend mit Trumps Krieg gegen den Iran beschĂ€ftigt waren.
